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Marokko

Marokko ist für viele Schwule Europas und Amerikas immer wieder ein Ort der Sehnsucht gewesen. Trotz massiver gesellschaftlicher Ablehnung und staatlicher Repression existiert jedoch, besonders in den Städten vor allem unter europäischen Urlaubern und Auswanderern eine relativ große Schwulen- und Lesbenszene. Der Aufbau einer schwulen Infrastruktur ist freilich gefährlich, das einzige schwule Blatt »Mithli« kann nur im Geheimen verbreitet werden.

Der wohlwollend-verklärenden Sicht steht die harte Geschichte wechselseitiger Beherrschung und Unterdrückung gegenüber. Nach der Eroberung der maurischen Gebiete in Europa wurde Marokko Gegenstand europäischer Beherrschungsversuche, die erst durch die 1956 erreichte Unabhängigkeit beendet wurde. Doch der koloniale Blick auf Marokko hielt sich in der europäischen Literatur noch lange, Marokko blieb Objekt und Folie für Projektionen, eigene Stimmen schwulen marokkanischen Lebens sind erst in jüngerer Zeit laut bzw. wahrgenommen worden.

In der Zeit des seine Unabhängigkeit erkämpfenden Marokko spielt Gregorio Ortega Cotos Roman »Marokkanische Minze«. Der 19jährige Pablo kehrt in die nordafrikanische Garnisonsstadt seiner Kindheit auf der Suche nach seiner Vergangenheit zurück. Ein intensiv erzählter, anrührender Roman über eine schwule Kindheit, jenseits jeglicher idyllischer Verklärung.

Gregorio Ortega Coto : Marokkanische Minze - € 15.32

Gregorio Ortega Coto : Marokkanische Minze

D 2013, 250 S., Broschur, € 15.32
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Querverlag
Pablo, ein junger Schwuler aus Barcelona, will endlich wissen, warum seine Mutter nicht über Bab-Qarfa redet, den Militärstützpunkt in Spanisch-Marokko, in dem Pablo geboren und aufgewachsen ist – bis Mutter und Sohn 1956 den Ort nach der Unabhängigkeit Marokkos verließen. Pablo war immer ein in sich gekehrtes Kind, das lieber mit seinen Seidenraupen und den Erwachsenen Idir und dem schwulen Freund der Mutter, Ernesto, spielte. Kinderfreundschaft verband ihn nur mit Naima. Doch was wurde aus seinen Freunden? Entschlossen setzt Pablo jetzt seien Entschluss um: Er kehrt zurück nach Marokko, nach Bab-Qarfa, um sich auf die Suche nach seiner Geschichte zu machen. Ein zart erzählter, wunderschöner Roman über eine schwule Kindheit in einer geheimnisvollen, verschwundenen Welt.



Pablos Eltern waren als spanische Siedler nach Marokko gekommen, ins unabhängige Marokko zog es aber weiterhin viele Spanier, die der Diktatur Francos entkommen wollten. Nach dem Übergang Spaniens zur Demokratie und dem Beitritt zur EG kehrte sich diese Richtung um: Jetzt ist Europa für viele Marokkaner der Inbegriff von Hoffnung auf ein besseres Leben. Diese wechselhafte Sicht beschreibt Tahar Ben Jelloun in seinem Roman »Verlassen« besonders eindringlich, in dem ein schwuler vermögender Spanier einem Marokkaner, in den er verliebt ist, die Einreise nach Spanien ermöglicht.

Tahar Ben Jelloun: Verlassen - € 10.18

Tahar Ben Jelloun: Verlassen

Dt. v. Christiane Kayser. D 2006, 265 S., Pb, € 10.18
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Bloomsbury Berlin
Marokko, das Elend der Heimat verlassen, ist Azels Obsession. Obwohl er Jura studiert hat, hat sein Leben in Tanger keine Perspektive. Tag und Nacht hängt er in einer Kneipe herum, lebt von kleinen Gelegenheiten und wartet nur darauf, auf die andere Seite zu kommen, nach Spanien, ins reiche Europa. Dabei kennt er die Gefährlichkeit, von Schleppern illegal übergesetzt zu werden, genau: Schon viele seiner Freunde und Verwandten sind hierbei ums Leben gekommen, die meisten, die es schafften, wurden bald wieder von den spanischen Behörden zurück gebracht. Umso williger ergreift er die Gelegenheit, als Miguel, ein reicher spanischer Galerist und mit einer Schwäche für Marokko, sich in ihn verliebt, ihn mit nach Spanien nimmt und ihm dort Aufenthalts- und Arbeitsrecht verschafft. Doch Azel bleibt der Kleinkriminelle, der er in Tanger geworden war. Ein bisschen Dealerei, ein bisschen Veruntreuung bei den ihm von Miguel anvertrauten Geschäften – schließlich genug für Miguel, Azel vor die Tür zu setzen. Dabei hatte Miguel sich viel von seiner Beziehung zu Azel versprochen, hatte dessen Mutter immer wieder beschenkt und Azels Schwester Kenza geheiratet, um auch ihr die Möglichkeit zu geben, nach Europa zu kommen. Um diese Hochzeit auch in Marokko gültig zu vollziehen, war Miguel sogar zum Islam übergetreten. Doch während sich die – immer rein platonische – Beziehung zu Kenza zu einer aufrichtigen wenn auch distanzierten Freundschaft entwickelte, ging die Liebe zu Azel in die Brüche. Tahar Ben Jelloun erzählt diese Geschichte, indem er nicht nur die Hauptpersonen – Azel, Kenza, Miguel – sondern auch Nebenfiguren wie den beim Versuch, illegal nach Europa zu gelangen, ertrunkenen Noureddine, den Schlepper El Hadj, Azels Mutter Lalla Hohra in einzelnen Kapiteln immer wieder neu porträtiert. So wird auch Miguels Geschichte erzählt, die Azels sehr ähnlich ist, denn auch Miguel hatte sich als mittelloser Spanier aus dem damals unter Franco herunter gekommenen, perspektivlosen Spanien von einem reichen Briten aushalten lassen und diesen später beerbt. Daneben steht u.a. die Geschichte von Azels Mutter, die aus den Bergen Marokkos stammt, und in Tanger versuchte, so viel wie möglich von der Lebensweise ihrer Heimat zu bewahren. Diese völlig unsentimentalen Beschreibungen in Ben Jellouns prägnanter, kurz gefasster und bisweilen schroffer Sprache vermitteln, gerade weil sie niemals in die Nähe von Mitleid oder Wertung kommen, ein beklemmendes Bild der Aussichtslosigkeit in Nordafrika. Tahar Ben Jellouns Geschichte zeigt auch, dass Marokko bzw. Afrika zu verlassen, durchaus eine Lösung sein kann, jedoch weitaus häufiger nicht ist. Doch zuhause zu bleiben, das Land nicht zu verlassen, ist überhaupt keine Perspektive. Vor allem jedoch beeindruckt der Roman dadurch, dass es Tahar Ben Jelloun gelingt, beiden Seiten, Spaniern wie Marokkanern, jeweils beide Rollen des Verlassens ganz selbstverständlich zuzuweisen: immer wieder wollten sowohl Spanier wie Marokkaner um alles in der Welt nur ihre Heimat verlassen, wurden daran immer wieder gehindert und stets dafür verachtet. »Verlassen« erscheint so als allgemeine menschliche Bestimmung. (Veit empfiehlt, Winter Katalog 2006)



Zwei völlig unterschiedliche Perspektiven gegenwärtigen Lebensgefühls schwuler Jugendlicher in Marokko entwerfen die Romane »Der Tag des Königs« von Abdellah Taïa und »Heiße Schokolade« von Rachid O. »Heiße Schokolade« beschreibt das Aufkeimen und die Entwicklung schwulern Begehrens von früher Kindheit bis zur ersten großen Liebe, immer gespiegelt an der Sehnsucht nach dem Unerreichbaren. »Der Tag des Königs« hingegen benutzt die schwule Teenager-Liebe der beiden Romanfiguren, um die gesellschaftliche Zerrissenheit Marokkos darzustellen - ein ausgesprochen poetischer Roman.

Abdellah Taïa: Der Tag des Königs - € 20.51

Abdellah Taïa: Der Tag des Königs

Dt. v. A. Riehle. D 2012, 179 S., geb., € 20.51
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Suhrkamp
Omar und Khalid besuchen die gleiche Schule in der marokkanischen Hafenstadt Salé. Die beiden Teenager sind ein Paar, vor allem Omar liebt und verehrt Khalid blind. Sie verbindet eine Intimität, die einerseits noch sehr ihrem fast noch kindlich-jugendlichen Erleben verhaftet ist, andererseits schon ausgeprägt erwachsen ist, und das nicht nur beim gemeinsamen Sex. Dieses Erwachsensein geht vor allem von Omar aus. Omar stammt aus armen Verhältnissen, lebt allein mit seinem Vater, seine Mutter hat sie verlassen, seitdem muss er sich um seinen völlig gebrochenen Vater kümmern. Weil er auch der körperlich stärkere ist, hat er in der Beziehung zu Khalid eine Art Beschützerrolle, allerdings nur vordergründig, denn Khalid, der aufgrund seines wohlhabenden Elternhauses alle Bildungschancen ergreifen konnte, ist Omar intellektuell und vor allem rhetorisch überlegen. Als Khalid von der Schulverwaltung ausgewählt wird, dem marokkanischen König als Schülervertreter die Hände zu küssen und Omar dies vom Schuldirektor vor der ganzen Klasse erfährt, empfindet Omar dies als Verrat an ihm und ihrer Liebe. Denn offenkundig schämt sich Khalid auch immer ein wenig für seinen Freund, in entscheidenden Momenten lässt er ihn im Stich. Als die beiden ein letztes Mal gemeinsam nackt durch den Wald streifen, eskaliert der schwelende Konflikt. Khalid ist zerrissen zwischen bürgerlichem Strebertum und seiner immer noch starken Liebe zu Omar. Omar hofft inständig auf ein Signal Khalids, dass ihm das verlorene Vertrauen zurückgeben könnte. So lauern beide auf die Reaktion des anderen, während sich zugleich eine typisch jugendliche Todessehnsucht bei beiden entwickelt. - Abdellah Taïas Romane, »Der Tag des Königs« ist sein erster, der auf Deutsch erscheint, sind geprägt von erzählerischer Dichte: Kurze Sätze deuten vieles nur an, Missverständnisse eröffnen vielfältige Verständnismöglichkeiten ganzer Passagen. Atmosphärisch wirkt »Der Tag des Königs« darum oft wie ein orientalisches Märchen, nicht zuletzt wegen der Träume, die sich die beiden Jungs erzählen und die die Wirklichkeit teils vorwegnehmen, teils nachträglich verfremden. Zugleich ist »Der Tag des Königs« die Geschichte einer dramatisch schönen schwulen Jugendliebe, die ihre Erfüllung immer wieder in Gewalt und gegenseitiger Demütigung findet, weil die beiden Jungs ihre Gefühle für einander vor allem nicht mit ihrer unterschiedlichen sozialen Herkunft in Einklang bringen können. So entwickelt sich ein unentschiedenes Verhältnis von Traum und Realität, die eigenen oft unklaren Hoffnungen gegenüber fremdbestimmter Anpassung als jugendliche Gemütslage, das ist Abdellah Taïas Thema. Dabei ist es die besondere Kunst des Autors, diesen Zwiespalt als überwältigend schöne Geschichte mit dunklen, faszinierenden Dialogen zu erzählen. Der geschilderten Schrecken dieser Jugendliebe erscheint fast wie ein Idyll, man will es bewahren, hofft bis zuletzt auf eine romantische Auflösung. Doch Liebende wollen nicht aufbauen, Liebe treibt immer zur Zerstörung; für Omar und Khalid scheint es darum keinen Ausweg zu geben. Ein ergreifender Roman. (Veit empfiehlt, Sommer Katalog 2012)


Rachid O.: Heiße Schokolade - € 10.18

Rachid O.: Heiße Schokolade

Dt. v. Cordula Wehrmeyer. D 2010, 109 S., Broschur, € 10.18
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Als Kind vermisste er seine Mutter, die bei seiner Geburt gestorben war. Weil seine Amme, Nana, immer nur die vage Auskunft gibt, seine Mutter sei schön gewesen, unternimmt der Kleine alles, um seiner Mutter näher zu kommen. Kindliche Geburtsspiele gehören ebenso dazu wie der Versuch, einen Blick auf den Schnappschuss seiner Mutter zu erhaschen, den ein ausgewanderter Nachbarsjunge einmal gemacht haben soll. Doch diese kindlichen Bemühungen sind nur Ausdruck einer Sehnsucht nach etwas, das der Junge noch nicht benennen kann. Bald schon nimmt etwas Neues diese Stelle ein: Noë, der Junge, den seine Nana vor ihm aufgezogen hatte. Doch Noë ist ausgewandert, unerreichbar für den immer sehnsüchtiger werdenden Jungen. So verfällt er auf eine List: Er schreibt nach Paris, dass Nana alt und hinfällig sei und Noë unbedingt noch einmal sehen möchte - Noë soll unbedingt nach Marokko kommen. Freilich hat der Junge mittlerweile seine erste große Liebe gefunden: Yussr, ein Junge aus der Nachbarschaft, mit dem er sich gut versteht und mit dem er auch seinen ersten schönen Sex hat. Yussr reagiert merkwürdig gelassen auf die Versuche seines Freundes, den unbekannten Fremden zu treffen – selbst als alle drei aufeinander treffen. Eine beeindruckende schwule Coming-of-Age-Erzählung aus Marokko.



Wie die marokkanische Gesellschaft Homosexualität auch in den Exilgemeinschaften unterdrückt schildert der autobiografische Roman »Der Junge aus Casablanca« von Omar B.

Omar B.: Der Junge aus Casablanca - € 13.31

Omar B.: Der Junge aus Casablanca

Dt. v. Andreas Mühlmann. D 2008, 150 S., Broschur, € 13.31
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Omars Jugend gestaltet sich keineswegs einfach: sein Vater ist bei der marokkanischen Armee, und ein Geständnis seiner Homosexualität hätte für Omar ungeahnte Folgen heraufbeschworen. Also wandert er mit 19 nach Belgien aus. Endlich kann der junge Marokkaner seine Homosexualität ausleben. Da hilft es, ganz jung und knackig zu sein. Allerdings muss er gegenüber seiner Familie in der Heimat und den Leuten aus der marokkanischen Gemeinde in Belgien das Bild eines Heteros aufrechterhalten. Er verwendet viel Energie und Zeit darauf, dass sein kleines Geheimnis nicht ans Tageslicht kommt. Er führt ein Doppelleben, um seinen Leuten die Schande eines schwulen Sohnes zu ersparen. Doch dann kehrt Omar nach Marokko zurück und konfrontiert seinen herrischen Vater mit der für ihn überaus harten, unerwarteten Wahrheit.



Zwei Klassiker der schwulen marokkanischen Reiseliteratur und schöne Beispiele, wie auch die von Marokko faszinierten Autoren immer schon versucht haben, sich von der Verklärung ihres Sehnsuchts-Ortes abzugrenzen ist »Straße der Stufen« von Ronald Tavel und »Der Platz der Gehenkten« von Hubert Fichte.

Ronald Tavel: Straße der Stufen - € 20.46

Ronald Tavel: Straße der Stufen

Dt. v. Joachim Bartholomae. D 2011, 326 S., geb., € 20.46
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Männerschwarm
In den 60er Jahren kommt der 18jährige Amerikaner Mark Crane nach Tanger. Die marokkanische Hafenstadt lockte schon immer mit ihren Drogen und ihrer sexuellen Freizügigkeit westliche Künstler und Intellektuelle an, die eine Art Brückenkopf in Nordafrika bildeten. Zwar kann man auf den Strassen von Tanger Berühmtheiten wie André Gide, Paul Bowles oder William S. Burroughs treffen. Aber von ihnen hält Mark überhaupt nichts. Er zieht es vor, sich ein schlichtes Zimmer abseits der westlichen Kolonie zu nehmen. Ihm sind die einfachen Leute lieber. Unter ihnen ist er als Ausländer eine Sensation und mit 3 $ Tagesbudget ein reicher Mann. Die fremde Kultur fasziniert Mark total. Und in dem arbeitslosen Tischler und Gauner Hamid findet Mark einen echten Freund.


Hubert Fichte: Der Platz der Gehenkten - € 10.23

Hubert Fichte: Der Platz der Gehenkten

D 2006, 220 S., Pb, € 10.23
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Fichtes Auseinandersetzung mit dem Islam ist ein ästhetischer Gegenentwurf zum Koran. Während dieser mit langen Passagen beginnt, und sich zu kurzen dogmatischen Aussagen steigert, verfährt Fichte in »Der Platz der Gehenkten« (d.i. der Marktplatz in Marrakesch) umgekehrt. Er beginnt mit knappen Sätzen, Einzeilern, Momentaufnahmen, sinnlichen Eindrücken, mit nur wenigen Worten, weitet dann seine Beschreibungen bis zur vollständig ausgearbeiteten Szene aus, die Beschreibungen ufern gewissermaßen aus und nehmen am Schluss dann mehrere Seiten ein. Wie in allen Romanen Fichtes, sind es vor allem die Außenseiter, denen Jäckis (Fichtes alter ego) gilt. So verinnerlicht Jäcki immer mehr die Fremdheit und er kann am Ende vom Platz der Gehenkten sagen: »Er geht durch mich hindurch.«



Besonders wichtig nicht nur für die schwule Sicht auf Marokko waren die literarischen Bezüge und die zuweilen mythische Überhöhung von Autoren, die Marokko als den Ort ihres Lebens und Sterbens erwählt hatten. Jean Genet ist solch ein Autor, dem Marokko soviel bedeutete, dass er unbedingt dort begraben werden wollte. Sein Grab wurde zu einer schwulen Pilgerstätte, sich auf ihn und sein Werk zu beziehen zu einer Form schwuler Selbstvergewisserung. Beispiele hierfür sind die Tagebücher von Joe Orton, die dem Film »Prick Up Your Ears« zugrunde liegen, »Engel und Paria« von Juan Goytisolo und »Das Zöglingsheft von Jean Genet« von Josef Winkler.

Stephen Frears (R): Prick Up Your Ears - € 12.99

Stephen Frears (R): Prick Up Your Ears

UK 1983, OF, engl. UT, 105 Min., € 12.99
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Orton was one of the 1960s golden gay boys, from working class Leicester lad to national celebrity, from sexual innocent to grinning satyr, from penniless student to icon of Swinging London. He became a star by breaking the rules – sexual and theatrical. But while his plays including »Loot«, »What the Butler Saw« and »Entertaining Mr. Sloane« were hugely successful, his private life was someties sordid, often farcical and ended in tragedy.


Josef Winkler: Das Zöglingsheft des Jean Genet - € 6.17

Josef Winkler: Das Zöglingsheft des Jean Genet

D 2010, 117 S., Pb, € 6.17
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Suhrkamp
Anfang der 90er Jahre begab sich der Kärntner Autor Josef Winkler auf die Spuren des von ihm hoch geschätzten Jean Genet. Er besuchte dabei Orte, die mit dem verstorbenen französischen Autor in Verbindung standen. Das erste Kapitel zeigt einen Josef Winkler, der das Hotel aufsucht, in dem Genet gestorben ist. In der Folge besuchte Winkler Stationen von Genets Kindheit und Jugend - Institutionen, die ihn als Zögling sahen. Diese Stationen sind von essenzieller Wichtigkeit für Genets späteres Schreiben. Und schließlich suchte Winkler nach Genets Grab in Marokko. Mit dieser Hommage an einen toten Schriftsteller und Dramaturgen griff Winkler eine Tradition wieder auf, die nahezu in Vergessenheit geraten ist: ein Schriftsteller erweist seinem literarischen Vorbild posthum in seinem eigenen Werk Reverenz.



Inwieweit alle diese Sehnsüchte und Vorstellungen von einem freizügigen Marokko noch auf das Trauma der brutalen Auslöschung einer blühenden Hochkultur durch bildungsferne Christen in der spanischen Reconquista zurück gehen könnte, illustriert der historische Roman »Die Handschrift von Granada« von Antonio Gala. Die fiktiven Erinnerungen des letzten maurischen Herrschers in Europa schildern ein Leben in kultureller wie sexueller Vielfalt, das oft und gerne auch von spanischen Nachbarn geteilt wurde. Erst die Ideologisierung der Rückeroberung mit christlichem Fundamentalismus brachte neben der Auslöschung in Europa offenbar zugleich eine Verklärung des Verlorenen.

Antonio Gala: Die Handschrift von Granada - € 10.23

Antonio Gala: Die Handschrift von Granada

Dt. v. Lisa Grüneisen. D 2011, 700 S., Pb, € 10.23
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Fischer Taschenbuch
1492 muss der letzte maurische Sultan Boabdil Granada dem katholischen Königspaar Isabella und Ferdinand übergeben. In seinen fiktiven Erinnerungen zeigt Boabdil den bunten Kosmos, den das maurische Spanien und insbesondere die Residenz Alhambra darstellten, bevor er vom lustfeindlichen Katholizismus zerstört wurde. Dort herrscht anders als anderswo zu der Zeit in Europa ungeheure Toleranz, was die Religion, die Herkunft, aber auch die Einstellung gegenüber der Sexualität anbelangt. Im muslimischen Spanien hatten auch Männer- und Knabenliebe wie selbstverständlich ihren Platz. Und so wundert es nicht, dass Boabdil selbst ohne Hemmungen von seiner Zuneigung zu jungen Männern berichtet. Der schwule Autor Antonio Gala gewann 1990 mit »Die Handschrift von Granada« den Premio Planeta - den wichtigsten Literaturpreis Spaniens.



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