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Thema: DDR und ihre Nachgeschichte

DDR und ihre Nachgeschichte
Der seit der Reichsgründung geltende und von den Nazis erheblich verschärfte § 175 StGB (»Unzucht zwischen Männern«) wurde 1957 in der DDR auf sexuelle Handlungen mit Jugendlichen unter 21 Jahren beschränkt. Das bedeutete aber nicht, dass sich Toleranz breitmachte. Homosexualität galt als Laster der Bourgeoisie. Schwul-lesbische Emanzipation war offiziell zumindest unerwünscht, fand aber gleichwohl in Zirkeln statt. Immerhin konnte noch in der DDR der erste deutsche Coming-out-Film produziert werden; auch die endgültige Abschaffung des § 175 im wiedervereinigten Deutschland geht sicher nicht auf die Einsicht der konservativen Regierung Kohl, sondern auf die entsprechende Bestimmung im Wiedervereinigungsvertrag zurück, nach der Rechtsgleichheit herzustellen war, dabei aber keine rechtliche Verschlechterung herbeigeführt werden durfte.

Mehr zu Homosexualität in der DDR in der Wikipedia.

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Katrin Frank: Knutschpogo: Verliebt bis in die Haarspitzen
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Ein witziger, authentischer Roman über das Großwerden zwischen West- und Ostdeutschland.
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Pierre Sanoussi-Bliss: Den Rest hab ich verdrängt

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D 2025, 256 S. mit zahlreichen Farbfotos, E-Book (Format epub), € 14.99
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»Ich bin ein alter, schwarzer, schwuler Ossi« - so stellte sich Pierre Sanoussi-Bliss 2025 im RTL-Dschungelcamp vor. Zuschreibungen, mit denen er sich immer wieder konfrontiert sieht - im Positiven wie im Negativen. Aufgewachsen in Ost-Berlin als Sohn eines westafrikanischen Vaters und einer deutschen Mutter muss er sich früh mit Fragen nach Zugehörigkeit, Sichtbarkeit und Identität auseinandersetzen. Der berufliche Weg beginnt ... Weiterlesen

Bernd Sikora: JUNGS. Das zeichnerische Werk von Bernd Sikora

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Bernd Sikoras zeichnerisches Werk nimmt in der ostdeutschen Kunstgeschichte eine stille, doch eigenständige Position ein. Zwischen Architekturskizze, Figurenstudie und atmosphärischer Milieubeobachtung entwickelt der Leipziger Künstler eine Bildsprache, die sich der Eindeutigkeit bewusst entzieht - und gerade darin eine bemerkenswerte Tiefe erreicht. Im Kontrast zur homoerotisch aufgeladenen Bildwelt Jürgen Wittdorfs, dessen Werk inzwischen als Schlüsselposition queerer DDR-Kunst gilt, entfaltet sich bei ... Weiterlesen
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Victor Schefé: Zwei, drei blaue Augen

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Tassilo, jung und verliebt in Musik und Männer, will raus aus der Rostocker Platte und rein in die Freiheit West-Berlins. Schwankend zwischen Verzweiflung und Euphorie plant er seinen Ausbruch. Denn auch Zuhause scheint er nicht mehr sicher zu sein: »Mutter sagt, sie wird alles dafür tun, dass mein Vorhaben nie aufgeht. Ihre Kriegserklärung ist klipp und klar - nicht nur ... Weiterlesen
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Heiner Carow (R): Coming out

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DDR 1989, DVD + Blu-Ray + Mediabook, dt. OF, Filmlänge: 113 min., € 34.99
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Heiner Carow beschäftigt sich in seiner gesamten Filmkarriere mit der Liebe, der Leidenschaft, dem Leben. Er setzte mit dem Film »Coming Out« ein Zeichen. Die identische Auffassung vom Beruf führt die beiden Lehrer Tanja und Philipp zusammen, und vor allem Tanja ist es, die in dem Freund die Liebe ihres Lebens sieht. Doch bei Philipp ist das anders - als ... Weiterlesen
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Caspar Gutsche: Ich tanze nun mal nicht gerne Standard

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Mona Lisicke hat ihren eigenen Kopf. Was ist nur mit den Menschen los, die sich bereitwillig an die Vorstellungen anderer halten, wie das Leben zu sein hat? Weder findet sie verlockend, was von ihr als Mädchen und Frau erwartet wird, noch was sie ideologisch hinnehmen sollte. Zum Glück ist es ihrem Vater wichtiger, dass Mona sich als Mensch denn als ... Weiterlesen

Pierre Sanoussi-Bliss: Den Rest hab ich verdrängt

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D 2025, 256 S. mit zahlreichen Farbfotos, Broschur, € 20.60
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»Ich bin ein alter, schwarzer, schwuler Ossi« - so stellte sich Pierre Sanoussi-Bliss 2025 im RTL-Dschungelcamp vor. Zuschreibungen, mit denen er sich immer wieder konfrontiert sieht - im Positiven wie im Negativen. Aufgewachsen in Ost-Berlin als Sohn eines westafrikanischen Vaters und einer deutschen Mutter muss er sich früh mit Fragen nach Zugehörigkeit, Sichtbarkeit und Identität auseinandersetzen. Der berufliche Weg beginnt ... Weiterlesen

Jan Feddersen: Meine Sonnenallee

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D 2024, 180 S. mit Abb., geb., € 22.60
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Wallstein
Bis zum Fall der Mauer in Berlin war Neukölln vor allem ein abgeschiedenes Quartier, eher ruhig als aufregend - ein Viertel von Losern und Abgehängten, unsaniert, die Luft gesättigt von den Schwaden der Kohleheizungen. Das Quartier um die inzwischen berüchtigte Sonnenallee war alles, nur nicht hip oder quirlig. Das hat sich nach 1989 zum durchaus freundlichen Erstaunen der Ureinwohner geändert: ... Weiterlesen

Michael Sollorz: Abel und Joe

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Einen Tag und eine Nacht ist Abel in Berlin unterwegs. Er sucht Joe, seinen Freund, der ihm Heimat bedeutet wie die vertraute Stadt, die sich so rasant verändert. Wie lange war Joe nicht zu Hause, hat er Abel verlassen, geht jetzt eigene Wege? So pilgert Abel durch die Subkultur. Märchenbrunnen und Tiergarten, Kneipen, die Sauna unterm Dach, Orte des Begehrens ... Weiterlesen

Paul Bokowski: Schlesenburg

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Das autobiografische Romandebüt des schwulen Autors aus Deutschland: über eine Kindheit im Sozialbaukomplex - Schlesenburg wird sie genannt, die Siedlung am Stadtrand, in der im Sommer 89 die Wohnung der Galówka gebrannt hat. Sechzig Familien sind dort, fast allesamt aus Polen. Und plötzlich geht die Angst um, jetzt würden dort Rumänen oder Russlanddeutsche einziehen. Die halbe Burg schaut mit Abscheu ... Weiterlesen

Pedro Kadivar: Unendlich ist die Nacht

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Zwei Geflüchtete in Berlin. Der eine kam aus der DDR, der andere aus dem Iran. Seit fast zwanzig Jahren sind sie ein schwules Paar auf der Suche: nach sich selbst, nach einander, nach einer gemeinsamen Sprache. Sie beobachten einander, warten aufeinander, suchen nach einer Formel für die Unendlichkeit des Seins, für die Endlichkeit des Lebens, für die Unmöglichkeiten des Zwischenmenschlichen. ... Weiterlesen

Ahne: Wie ich einmal lebte

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Als Ahne den Höhepunkt seiner geistigen Leistungsfähigkeit erreicht, ist er 14 Jahre alt, schwul und fürs Leben untauglich. Glaubt er jedenfalls. Aber es geht doch irgendwie weiter. Mit Lehre und Armeezeit, Punk und Pogo, Skiflug-WM und der Abschaffung des Kapitalismus. Und das mit der Liebe könnte man ja auch noch wagen. Zum Sterben ist es nämlich nie zu spät. Nun ... Weiterlesen

Teresa Tammer: »Warme Brüder« im Kalten Krieg

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Die DDR-Schwulenbewegung und das geteilte Deutschland in den 1970er und 1980er Jahren. D 2023, 304 S., Broschur, € 51.40
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Die Schwulenbewegung in der DDR der 1970er und 1980er Jahre war in Ursprung und Entwicklung immer ostdeutsch und deutsch-deutsch zugleich. Teresa Tammer beschreibt die Bedeutung der Teilung Deutschlands insbesondere für den Schwulenaktivismus in der DDR, aber auch in West-Berlin und der Bundesrepublik seit Anfang der 1970er Jahre. Sie analysiert eingehend die Selbstbehauptungsstrategien der Ostdeutschen, zu denen Selbstdarstellungen, Aneignungen, Positionierungen und ... Weiterlesen

Lars Werner: Zwischen den Dörfern auf hundert

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D 2023, 200 S., geb., € 24.70
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Dresden, Sommer 2006. Während Deutschland im Zuge der Fußball-WM eine neue Arglosigkeit im Umgang mit nationalen Symbolen entwickelt, sind Benny, seine beste Freundin Maren und ihre Clique auf »Anti-Schland«-Kurs. Weil sie wissen, wohin Patriotismus führen kann. Und weil sie Punks sind. Bei Pogo-Partys im Jugendzentrum Rosaluchs, Straßenschlachten mit der Polizei und Kollisionen mit Neonazi-Banden erleben sie das Erwachsenwerden im Schleudergang. ... Weiterlesen

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Salzgeber - gay classics (lesbian)
Uferfrauen begleitet sechs Protagonistinnen, die in Groß- und Kleinstädten in Nord und Süd der ehemals sozialistischen Republik lebten und jede Menge zu erzählen haben: Christiane aus Berlin, Carola aus Dresden, Pat aus Mecklenburg-Vorpommern sowie Elke und Langzeit-Paar Sabine und Gisela aus Sachsen-Anhalt. Die Frauen lassen das Publikum an ihrem damaligen Lebensalltag teilhaben, an ihrem Kampf um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, ... Weiterlesen
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Mirna Funk: Who Cares!

Mirna Funk: Who Cares!

Von der Freiheit, Frau zu sein. D 2022, 96 S., geb., € 10.30
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Mirna Funk ist genervt von den Debatten um Geschlechterungleichheit, Care-Arbeit und Vereinbarkeit. Selbstbestimmte, eigenständige Frauen warten nicht darauf, dass jemand gesellschaftliche Strukturen für sie ändert, stilisieren sich nicht zu Opfern des Patriarchats. Sie ziehen es durch und handeln! Mit diesem Statement will Mirna Funk allen Frauen Mut machen, ihre längst existierende Freiheit auch wirklich zu leben. Und geht mit gutem ... Weiterlesen

Matthias Lehmann: Parallel

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Karl Klings erzählt von gescheiterten Ehen, zerrütteten familiären Beziehungen - und vor allem von seiner Liebe zu Männern. Von den letzten Kriegsjahren an bis in die 1980er-Jahre hinein folgt »Parallel« Karls Bemühen, bürgerlichen Normen zu genügen, um im Verborgenen schwul leben zu können. Dabei setzt sich nicht allein das Porträt eines zwischen Anpassung und Aufbegehren zerrissenen Lebens zusammen, die graphic ... Weiterlesen

Svealena Kutschke: Gewittertiere

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Colin und ihr Bruder Hannes wachsen in einer kleinstädtischen Reihenhaussiedlung auf. Als nach dem Mauerfall die Angst vor Zuwanderung aus dem Osten geschürt wird, beginnt ihr Vater einen Bunker im eigenen Garten zu graben, eine Baustelle, die ihm zunehmend zum Fluchtpunkt vor der Familie wird. Ein Leben lang werden die Geschwister ihren Platz jenseits privater und gesellschaftlicher Machtgefüge suchen - ... Weiterlesen

Klaus Storkmann: Tabu und Toleranz

Klaus Storkmann: Tabu und Toleranz

Der Umgang mit Homosexualität in der Bundeswehr 1955 bis 2000. D 2021, 476 S., geb., € 41.10
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Homosexuelle Männer wurden bis 1979 konsequent aus der Bundeswehr ausgemustert. Nun begründete Homosexualität zwar allein keine Untauglichkeit mehr, doch für homosexuelle Soldaten galt: Wehrpflicht ja, Karriere nein. Die gleichgeschlechtliche Orientierung machte den Aufstieg zum Offizier zumeist unmöglich. Und sie wurde als Sicherheitsrisiko eingestuft. Erst im Jahr 2000 änderte das Bundesministerium der Verteidigung seinen Kurs. Klaus Storkmann untersucht anhand von Interviews, ... Weiterlesen


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