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Christine Wunnicke: Die Kunst der Bestimmung

Christine Wunnicke: Die Kunst der Bestimmung

D 2003, 302 S., geb.,  9.15
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Inhalt
Eine befremdliche, melancholisch erzählte Geschichte über die Verwirrung der Gefühle eines schwedischen Wissenschaftlers und eines jungen englischen Adligen. Der Rationalist Simon Chrysander wird als Kurator nach London zur Royal Society geholt, um mit seiner einzigartigen Systematik deren Sammlung zu ordnen. Dort trifft er auf den blutjungen Lucius Lawes, der von seinem Vater zum Krieger gedrillt wurde, sich aber lieber verkleidet und als Lucy den bunten Vogel der Londoner Gesellschaft gibt. Chrysander übt eine magische Anziehung auf Lucius aus, alles setzt der Junge daran, als Objekt von Chrysander in seiner wahren Natur bestimmt zu werden. Doch Chrysander ist viel zu irritiert, als dass er dem Drängen nachgäbe. Lucius greift zum Äußersten: Er provoziert ein Duell und lässt sich in die Klinge Chrysanders fallen. Fast tödlich verwundet hat er es geschafft - Chrysander kümmert sich liebevoll um ihn und pflegt ihn gesund. Penibel führt Chrysander Buch über Lucius‘ Fortschritte, doch für das, was in den ekstatischen Nächten geschieht, findet er keine Worte und muss eigene Zeichen einsetzen. Während Chrysander mit ihrer Beziehung immer zufriedener wird, will Lucius mehr: immer noch fühlt er, dass sein Innerstes nicht verstanden wurde. Lucius reist nach Lappland, wo Chrysander einst ein geheimnisvolles Moos gefunden hatte, auf dessen Bestimmung er all seine Systematik aufbaute. Chrysander folgt ihm in den hohen Norden, doch ihr inniges Wiedersehen bleibt problematisch: Chrysander bleibt auf der körperlichen und rationalen Oberfläche, Lucius‘ wahres Wesen bleibt ihm verschlossen, an Lucius scheitert Chrysanders Kunst der Bestimmung. So endet die Geschichte traurig in der lappländischen Tundra. Christine Wunnicke entwickelt diese barocke Liebesgeschichte in einer opulenten Sprache, mit großartigen Bildern, assoziationsreich und zum Träumen. (Veit empfiehlt, Winter Katalog 2003)
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