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»Der Kreis«
Die »Mutter« aller europäischen Homosexuellenorganisationen

Als im Jänner 1933 die Nazis im Deutschen Reich an die Macht gelangten, begannen sie bald mit der Zerschlagung der ersten Schwulenbewegung - kulminierend in der Zerstörung des Berliner Instituts für Sexualforschung von Magnus Hirschfeld im Mai des gleichen Jahres. Viele Schwule flohen im selben und in den folgenden Jahren aus Deutschland in die Schweiz. Dort gab es mit »Der Kreis« eine kleine funktionierende Schwulenorganisation, die zum Sammelbecken für Schwule aus verschiedenen Ländern wurde und auch eine Zeitschrift gleichen Namens herausgab, die phasenweise das einzige Schwulenmagazin der Welt war. »Der Kreis« stellt die Brücke dar zwischen der ersten Schwulenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts und der zweiten Schwulenbewegung, die im Anschluss an die Stonewall Riots auch in Deutschland Fuß fasste.

Es gibt einige Titel in unserem Sortiment, die sich mit der »Mutter« aller europäischen Homosexuellenorganisationen und den sie repräsentierenden Personen befasst.

Bislang war das einzige Buch über »Der Kreis« - die als Band 19 der Bibliothek rosa Winkel erschienene Monografie von Hubert Kennedy aus dem Jahr 1999. Im Fokus dieses Buches stehen Ereignisse und Personen der »Homophilenbewegung« von 1946-1967, von denen in der Zeitschrift »Der Kreis« die Rede war. Aus den literarischen Beiträgen, die den Großteil der Hefte ausmachten, ebenso wie aus den Kommentaren leitete Kennedy das dort propagierte Bild vom »idealen Homosexuellen« ab.

Hubert Kennedy: Der Kreis. Eine Zeitschrift und ihr Programm - € 16.45

Hubert Kennedy: Der Kreis. Eine Zeitschrift und ihr Programm

D 1999, 352 S., Pb, € 16.45
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Männerschwarm - Bibliothek rosa Winkel 19
Von 1932 bis 1967 war Der Kreis - mit seinen Vorläufern (Schweizerisches) Freundschaftsbanner und Menschenrecht) - die bedeutendste Zeitschrift, die sich die rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Anerkennung der Homosexuellen zum Ziel gesetzt hatte. Sie war und blieb zudem die einzige Zeitschrift für Homosexuelle, die regelmäßig Beiträge in drei Sprachen brachte: Deutsch, Französisch und Englisch. Geprägt wurde die Zeitschrift von ihrem Herausgeber ›Rolf‹, der unter seinem bürgerlichen Namen Karl Meier ein angesehener Schauspieler und Regisseur war. Hubert Kennedy stellt bekannte und weniger bekannte Autoren des Kreis vor. Im Zentrum seines Buches steht ein Überblick über Ereignisse und Personen der ›Homophilenbewegung‹ von 1946 bis 1967, von denen im Kreis die Rede war.


2012 erschien in der Schweiz das Buch »Verborgene Liebe« von Barbara Bosshard, in dem sie die Geschichte des Schweizerischen Schwulenpaares Röbi und Ernst erzählt. Die beiden sind sich auf einem der Schwulenbälle der 1960er Jahre begegnet, die »Der Kreis« regelmäßig veranstaltet hat, bis diese polizeilich verboten wurden, was zum Niedergang von »Der Kreis« Ende der 1960er Jahre wesentlich beitrug. Vor allem Ernst hat sich stark in »Der Kreis« engagiert. Aus den beiden wurde bereits in den 1960er Jahren ein Paar, das bis heute zusammengeblieben ist. 2003 haben sich die beiden als erstes homosexuelles Paar im Kanton Zürich verpartnert. In der aktuellen Verfilmung »Der Kreis« wurde Ernst und Röbis Lebensgeschichte exemplarisch herangezogen, um das Wirken und den Niedergang der »Mutter« aller europäischen Homosexuellenorganisationen auf den Punkt zu bringen.

Barbara Bosshard: Verborgene Liebe - € 20.50

Barbara Bosshard: Verborgene Liebe

Die Geschichte von Röbi und Ernst. CH 2012, 217 S. mit Abb., geb., Sonderausgabe, € 20.50
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Wörterseh
Röbi Rapp und Ernst Ostertag (beide Jahrgang 1930) erzählen von ihrem Leben, in dem sie die meiste Zeit alles, das sie in der Öffentlichkeit als Schwule hätte dastehen lassen, tunlichst vermeiden mussten. Seitdem beide 26 waren, waren sie ineinander verliebt und haben diese Liebe über Jahrzehnte hinweg im Verborgenen gelebt. Ein Coming-out hätte Ernst die Stelle als Sonderklassenlehrer kosten können. Dennoch gaben sie nie die Hoffnung auf und engagierten sich in Der Kreis - eine 1932 in der Schweiz gegründete und sich dann international ausbreitende Schwulenorganisation. Nach Ernsts Pensionierung machten die beiden ihre Liebe nach 46 Jahren öffentlich und besiegelten sie am 1. Juli 2003 auf einem Zürcher Standesamt - als erstes gleichgeschlechtliches Paar im Kanton Zürich.


Im Vorfeld der Veröffentlichung des Films »Der Kreis« gab der Verlag Edition Salzgeber eine Sammlung von Beiträgen aus diversen Heften von »Der Kreis« heraus. Zeitweise war »Der Kreis« das weltweit einzige Schwulenmagazin. Es erschien 25 Jahre lang (zwischen 1943 und 1967) monatlich. Diese Sammlung vermittelt einen Einblick in die Lebensumstände schwuler Männer um die Mitte des 20. Jahrhunderts.

Björn Koll / Kurt von Hammerstein (Hg.): Der Kreis - Eine Sammlung - € 19.95

Björn Koll / Kurt von Hammerstein (Hg.): Der Kreis - Eine Sammlung

D 2014, 348 S. mit zahlreichen Abb., Broschur, € 19.95
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Salzgeber
1942 gründete Karl Meier in Zürich den »Kreis«. Bis in die 1960er Jahre hinein entwickelte sich die Schweizer Schwulenvereinigung zu einer international vernetzten Organisation, die ihren Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite stand. Die glamourösen Bälle zogen schwule Männer aus der ganzen Welt an. In der dreisprachigen Zeitschrift »Der Kreis« wurde die Schönheit der Männer gepriesen und die Erfahrungen eines Lebens im Geheimen ausgetauscht. Zwischen 1943 und 1967 erschien »Der Kreis« monatlich. Während des Zweiten Weltkriegs und noch einige Jahre danach war »Der Kreis« die einzige Homosexuellenzeitschrift überhaupt. Im vorliegenden Band sind Texte, Fotos und Grafiken versammelt, die ein Vierteljahrhundert schwuler Geschichte vor Augen führen.


Der Film »Der Kreis« versucht die gleichnamige Schwulenorganisation samt Publikation am Beispiel des exponierten Schwulenpaares Ernst und Röbi greifbar zu machen. Der Film blickt von der Gegenwart zurück in jene Vergangenheit, in der »Der Kreis« als Schwulenorganisation seine Blütezeit erlebt und dann einem langsamen Niedergang entgegengeht, nachdem die Polizei eine gezielte homophobe Hetze begonnen hat. Mit Zunahme der Repressionen gegenüber Schwulen in Zürich wird aus der Liebe der beiden unterschiedlichen Männer ein Kampf um gleiche Rechte.

Stefan Haupt (R): Der Kreis - € 19.99

Stefan Haupt (R): Der Kreis

CH 2014, OF, dt. SF, dt. UT, 100 Min., € 19.99
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Salzgeber - gay classics
Zürich, Mitte der 1950er Jahre. Der junge Lehrer Ernst unterrichtet an einer Mädchenschule und hält aus guten Gründen geheim, dass er an Männern interessiert ist. Er kommt in Kontakt mit der geheimen Schwulenorganisation »Der Kreis« und arbeitet an ihrer gleichnamigen Zeitschrift mit, die Leser in der ganzen Welt hat. Und auf einem der legendären Bälle des Kreises verliebt sich Ernst unsterblich in den Travestie-Künstler Röbi. Während die Schweizer Polizei dazu übergeht, die Zürcher Homosexuellen zu registrieren und Angst und Erpressung die bürgerliche Existenzen der Kreis-Mitglieder zu zerstören drohen, gehen Ernst und Röbi eine Liebesbeziehung ein, die ein ganzen Leben lang halten wird. »Wir sind doch keine Verbrecher«, sagt Ernst zu Röbi. Sie sind zwei von vielen Menschen, die für ihr Leben und ihre Liebe kämpfen.
Trailer auf Youtube ansehen


»Der Kreis« stellt ein wichtiges Bindeglied dar. Er verband die erste Schwulenbewegung, die von den Nazis ausgelöscht wurde, mit der zweiten Schwulenbewegung, die sich - ausgelöst durch Stonewall - auch nach Europa herüber ausbreitete. Diese wichtige Verbindung war lange in Vergessenheit geraten. Die Tatsache, dass ihr nun mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, reflektiert ihre Bedeutung. Wir haben es hier mit einem Eckpfeiler der Schwulengeschichte zu tun.
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Hagen Ulrich präsentiert »Krieg der Vampire«, den vierten Band seiner Vampir-Serie am Donnerstag, den 6. April, um 19.30 Uhr bei uns in der Buch­hand­lung - Mehr Infos zur Veranstaltung gibt es hier.

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