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Mick Rock: Rocky Horror

Mick Rock: Rocky Horror

D 2005, 272 S., geb.,  0.00
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Schwarzkopf und Schwarzkopf
Inhalt
»The Rocky Horror Picture Show« war wohl der erste schwule Film, den ich im Kino gesehen habe. Obwohl der Film gar nicht explizit als Schwulenmovie daherkommt, ist die Botschaft doch klar: »Don‘t Dream It, Be It«! Wie ein roter Faden zieht sich das Spiel mit Geschlechtern und sexuellen Orientierungen durch den Film. Angefangen bei der zentralen Transen-Figur des undurchsichtigen, genialen Wissenschaftlers Frank N. Furter vom fernen Planeten Transsylvania (auf den Punkt genau verkörpert von Tim Curry) bis hin zum in Goldlamé-Höschen herumhüpfenden, als Mann für Frank N. Furter geplanten Muskelgeschöpf Rocky - es ist kein Wunder, dass dieser als Underground-Low Budget-Streifen komplett unterschätzte Film zu einem großen Kassenschlager avancierte und alle in ihn gesetzten Erwartungen sprengte. Für damalige Verhältnisse der Kinoproduktion war »The Rocky Horror Picture Show« wohl ein Schlag ins Gesicht (so komplett anders gemacht als die übrigen Filme der späten 70er Jahre). Die Sexuelle Revolution hatte zwar längst die westliche Gesellschaft erobert, aber dieser Film holte sie mit ungeahnter Verve erstmals auf die Leinwand. Was ursprünglich als Horrormusical begann und schließlich für diesen Klassiker der Filmgeschichte adaptiert wurde, basiert auf einer Idee des Briten Richard O‘Brien. Die Versatzstücke zu »Rocky Horror« wurden aus so gegensätzlichen ästhetischen Quellen wie Glam Rock, dem SciFi-B-Movie, dem Futurismus, Retro, Horrorfilmen wie Frankensteins Monster oder Nosferatu, dem Musical, dem Kitsch und der Pop-Kultur herangezogen und zu einem neuen grandiosen Ganzen zusammengesetzt. In vielerlei Hinsicht nimmt »Rocky Horror« Pierre et Gilles einerseits und »Priscilla - Queen of the Desert« andererseits vorweg. Die Figur des Frank N. Furter war ein Meilenstein in der Darstellung von Transgenderpersonen in einem öffentlichen Medium: diese Figur ist zwar eine Transe, trägt dickes Make-up, Strapse und Stöckelschuhe, kommt aber so gar nicht tuntig daher, sondern eher potent, sexuell, aggressiv, fast maskulin. Schauspieler Tim Curry hat ihr ein unvergessenes Leben eingehaucht. Natürlich basiert der Erfolg des Films zu einem großen Teil auf seinen unvergesslichen Liedern wie »Time Warp« oder »I‘m Just a Sweet Transvestite«. Und doch versucht dieses Buch von Mick Rock auch die Faszination der Bilder einzufangen. Für die unzähligen Fans von »Rocky Horror« - zu denen ich auch mich zähle - ist das Filmbuch »Rocky Horror« sicherlich ein unverzichtbares Erinnerungsstück, das eine aus heutiger Perspektive doch recht schräg erscheinende Zeit von vor 30 Jahren zumindest in Bildern wiederbelebt. Das Buch enthält unzählige Fotos aus dem Film, vom Set, erlaubt Blicke hinter die Kulissen, hinter die Kamera und in die Garderoben. Kinder, wie die Zeit vergeht! Titel ist derzeit nicht lieferbar - (Jürgen empfiehlt, Winter Katalog 2005)
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