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Gesa Stedmann: Happy in Berlin?

Gesa Stedmann: Happy in Berlin?

Englische Autorinnen der 1920er und 30er Jahre. D 2021, 228 S. mit z.T. farb. Abb., geb.,  20.60
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Wallstein
Inhalt
Faszination, Inspiration und sexuelle Freiheit - ein neuer Blick englischer Autorinnen und Autoren auf ihr Berlin der Goldenen Zwanziger. John Chancellor stellte 1929 in seinem Reiseführer »How to Be Happy in Berlin« eine Frage, die englische Autorinnen und Autoren insgesamt seit langem beschäftigt - mit unterschiedlichsten Antworten und weitreichender kultureller Wirkung. Neben W. H. Auden, Christopher Isherwood und Stephen Spender, dem berühmten schwulen Dreigestirn, das mit seinen Texten und deren Verfilmungen den Grundstein für den Mythos Berlins legte, spielten dabei auch unbekanntere Stimmen eine Rolle: Die Botschaftergattin Helen D´Abernon, die in ihren Memoiren das soziale Elend Berlins nach 1918 ebenso beschreibt wie die rauschenden Feste in der britischen Botschaft. Oder der pro-faschistische Avantgarde-Autor Wyndham Lewis, der in Berlin zunächst der Faszination für Hitler erlag und gegen die sexuelle Freizügigkeit Berlins in der Weimarer Republik wetterte. Der zweisprachige und reich bebilderte Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung geht den vielfältigen Spuren vieler Autorinnen und Autoren nach. Zugleich erklärt er, wie vor allem die männlichen Autoren den Mythos Berlins aktiv herbeischrieben und an welchen Orten sich das abspielte, was in englischen Briefen, Romanen, Memoiren, Reiseführern und Tagebüchern zu höchst ambivalenten Berlinbildern verarbeitet wurde. Dieser Mythos wirkt bis heute nach und findet etwa sein Echo in den Werken gegenwärtiger englischsprachiger Autorinnen, die sich Berlin als Zufluchtsort nach dem Brexit gesucht haben.
Themen
Berlin
Exil
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