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Klaus-Peter Grap: Flaatsch

Klaus-Peter Grap: Flaatsch

Ich war mal prominent. D 2012, 270 S., Broschur,  15.32
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Inhalt
Was wäre die Welt ohne schwule Freunde? Peter Sander, von seiner Freundin ebenso liebevoll wie ein wenig geringschätzig »Flaatsch« genannt, ist Schauspieler und der erfolgreiche Moderator einer beliebten Talkshow bei einem Privatsender. Eigentlich scheint sein Leben in schönster Ordnung – bis eines Tages eine seiner Sendungen völlig daneben geht, und sein Stargast Maikel, die »Mutter der Nation«, fühlt sich von ihm tödlich beleidigt. Peter Sander wird gefeuert. Von nun an geht’s bergab. Seine Freundin trennt sich von ihm; dass sie seit Wochen bereits eine Affäre hat, wird genüsslich in der Regenbogenpresse ausgewalzt. Mit einem derart ruinierten Ruf hat Peter nun auch keine Chance mehr, irgendwo im Entertainment unterzukommen. Nach und nach verliert er nicht nur sein Vermögen, sondern auch immer mehr jegliches Selbstvertrauen. Doch zum Glück hat Peter einen schwulen Freund, Frederik, mit einer teils aufgedrehten, teils bodenständigen, aber immer lebensfrohen schwulen Clique, die sich alle um Peter kümmern. Frederiks Kochkünste helfen zwar Peter nicht, seine Figur zu verbessern, aber die schwulen Gesellschaften, die er bekocht mit Peter als armen Hetero-Jungen, der alles verloren hat, sprühen vor Bosheit und Lebenslust. Ein Lederkerl verliebt sich in Peter, die gemeinsam – ohne Sex – verbrachte Silvesternacht wird lange zu Peters schönsten Erinnerungen zählen. Allerdings helfen alle Unterstützungsversuche nichts: Mit Peter geht es ständig weiter bergab. Und das macht diese Satire in vielfacher Hinsicht so abgründig: Peters Fall scheint ins Bodenlose zu gehen, dass er, der anfangs noch Rücklagen, Absicherungen und umfangreiche Reserven hatte, demnächst obdachlos und ein Sozialfall sein könnte, wird zunehmend realistisch. Die Schuldenfalle schnappt zu, aus vermeintlich sicheren Anlageprojekten, die Gewinn abwerfen sollten, werden Zuschussobjekte, die immer größere Summen verschlingen, die Peter nicht mehr aufbringen kann. Gleichzeitig steigert sich Peters Unglück derart, dass es immer grotesker und komischer wirkt. Einen ebenso bitteren wie lustigen Tiefpunkt markiert dabei sein schon verzweifelter – und natürlich von Frederik, der einen Schnuckel nach dem anderen verschleißt, unterstützter – Versuch, Sex in einem Swinger-Club zu finden. Peters Demütigungen nehmen kein Ende, gerade weil er alles versucht, wieder auf die Beine zu kommen. Klaus-Peter Graps Roman-Satire demontiert nicht nur die Scheinwelt der Fernsehunterhaltung, sondern auch die Möglichkeiten der modernen Arbeitswelt. (Veit empfiehlt, Herbst Katalog 2012)
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