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Jay C. Cox (R): Latter Days

Jay C. Cox (R): Latter Days

USA 2003, engl. OF, dt. SF, dt.UT, 107 min., € 19.99
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Pro-fun
Inhalt
Dieser Film fängt wie eine Komödie an, vollführt ab der Mitte jedoch eine komplette Kehrtwendung hin zur Tragödie. Durchweg ist »Latter Days« ein bestrickender, witziger, berührender Film, der den Zuseher auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnimmt. Kein Wunder, dass er in den USA zum schwulen Kassenschlager und auf Festivals zum erklärten Liebling der Kritiker avancierte. Und das, obwohl »Latter Days« in Utah faktisch aus den Kinos verbannt wurde, weil Mormonen und andere fundamentalistische Christengruppen zum Boykott aufgerufen hatten. Christian ist etwas über 20, ein schwuler Partyboy, wie er im Buche steht, ein bisschen oberflächlich vielleicht, kann von Sex nicht genug kriegen und arbeitet - wenn er nicht gerade auf irgendwelchen Partys herumhängt - als Kellner in einem Lokal in West Hollywood. Dank seines perfekten Bodies und Aussehens kann er jeden Mann kriegen, den er will - und er weiß das. Seine besondere Spezialität ist es Heteros herumzukriegen. Eines Tages zieht eine Gruppe mormonischer Missionare in das leer stehende Haus neben dem von Christian ein. Christian reibt sich schon die Hände - in Erwartung all der Möglichkeiten. Dass es sich hierbei um Missionare handelt, deren negative Einstellung zur Homosexualität bekannt ist, scheint ihn dabei nicht zu stören. Immerhin hat er schon ganz andere Kaliber ins Bett bekommen und umgepolt. Und so wundert es nicht, dass Christian mit seinen Kellnerkollegen eine Wette abschließt, dass es ihm gelingen wird, einen der Jungs von nebenan herumzukriegen. Schnell hat er ein Opfer ausgewählt - den zurückhaltenden, scheinbar heterosexuellen Aaron. Mit der Selbstsicherheit eines schwulen Casanovas und dem gnadenlosen Einsatz enganliegender Workout-Shorts macht sich Christian an Aaron ran, der wacker versucht, auf Distanz zu bleiben. Anfänglich reiben sich die beiden konträren Charaktere aneinander. Sie sind zu verschieden. Doch die aufkeimenden Gefühle füreinander sind bald nicht mehr zu ignorieren, und es wird Liebe daraus. Gerade, als der entscheidende Funke ins Pulverfass fliegt und die beiden sich im Haus der Mormonen leidenschaftlich zu küssen beginnen, werden sie von Aarons »Missionarsfreunden« erwischt. Jetzt, da offensichtlich ist, dass Aaron schwul ist, gerät ein Räderwerk der Homophobie in Bewegung: Aaron wird zurück nach Idaho zu seiner bestürzten, empörten Familie geschickt. Ihm droht der Ausschluss aus seiner Religionsgemeinschaft, falls er sich nicht zu einer sexuellen Umerziehung bereit erklärt. Für Christian, der verzweifelt, aber erfolglos versucht, Kontakt mit Aaron aufzunehmen und ihn auf seine Seite zu ziehen, sieht es so aus, als habe Aaron Selbstmord begangen. Aarons Mutter, die jeden Kontakt zwischen den beiden unterbindet, lässt Christian in diesem Glauben nach L.A. zurückkehren. Christian ist wie ausgewechselt, verfällt in eine schwere Depression, aus der ihn seine Chefin und Freunde nur mit Mühe herausholen können. Werden die beiden wieder zusammenkommen? Eine wirklich schöne Liebesgeschichte mit wirklich großartigen Gefühlen, die in keiner schwulen DVD-Sammlung fehlen darf. (Jürgen empfiehlt, Frühlings Katalog 2006)
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