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Martin Arz: Die Knochennäherin

Martin Arz: Die Knochennäherin

D 2015, 320 S., Broschur,  13.26
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Hirschkäfer Verlag - Max Pfeffer 3
Inhalt
Hauptkommissar Pfeffer ist vielen noch aus seinem letzten Fall bekannt, als er in »Reine Nervensache« nicht nur gegen Kardinal Radlkofer (unschwer als den mitlerweile beförderten Josef Ratzinger zu erkennen) ermitteln, sondern auch seinen Lover Tim aus den Klauen eiskalter Entführer retten musste. Der neue Fall scheint zunächst gemütlicher. In Zacherlkirchen, einem kleinen Wallfahrtsort in der Nähe von München gibt es einen Skelettfund im Garten einer abgetakelten Filmschauspielerin, der Diva Nives Marell, von dem nicht einmal sicher ist, aus welcher Zeit die Knochen stammen. Erst als just an dem Münchner Theater, an dem Nives Marell ihr Bühnen-Coming-Back vorbereitet, der Gewandmeister vergiftet wird, wird der Fall ebenso verwickelt wie mühsam. Alle Fäden scheinen bei Nives Marell oder doch zumindest in Zacherlkirchen zusammenzulaufen. Und damit hat Pfeffer nicht nur die gesamte Prominenz des Ortes gegen sich, denn Zacherlkirchen möchte mit seinem Wallfahrtsheiligen, dem heiligen Zachäus, dessen komplettes Gebein die kleine Dorfkirche als Reliquie ihr Eigen nennt, ganz groß ins Geschäft kommen. Pfarrer wie Bürgermeister entpuppen sich als ebenso schmierig wie unkooperativ. Auch in München ist man von Pfeffers hartnäckigen Ermittlungen am Theater nicht begeistert – auch hier gilt es, den eitlen Schein nicht zu gefährden. Und dann kriselt es in Pfeffers Privatleben auch noch, denn er kommt immer weniger an seine beiden halbwüchsigen Söhne heran, die er gemeinsam mit seinem Lover Tim großzieht. Als der jüngere sich eines nachts ins Koma säuft, versucht Pfeffers verhasste Mutter, ihrem Sohn das Sorgerecht zu entziehen – und nur Tims Charme verhindert Schlimmeres beim Jugendamt. Derweil entpuppt sich der Fall als packendes Changier- und Versteckspiel, denn alle Knochen scheinen vertauscht, keine Leiche echt. – Martin Arz ist mit der »Knochennäherin« nicht nur einer der brillantesten Krimi-Titel geglückt, denn welche Fertigkeit sich hinter dem Titel verbirgt, ist nur eine der vielen Geheimnisse dieses Krimis zwischen Schowbiz, Religionsvermarktung und Politiksumpf. Martin Arz hat aber vor allem einen Krimi geschrieben, der in seiner Mischung aus schwulem Fall (denn nicht nur eines der Opfer war schwul) und schwulem Ermittler den Leser mitreißt und nicht mehr loslässt. Echtes Klassiker-Potenzial.
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