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Kim Hye-jin: Die Tochter

Kim Hye-jin: Die Tochter

Dt. v. Ki-Hyang Lee. D 2022, 176 S., geb.,  20.60
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Hanser
Inhalt
Die Lebenshaltungskosten sind in Südkorea hoch und so muss die verwitwete Mutter der erwachsenen Green als Pflegerin in einem Altersheim hart arbeiten. Eigentlich erwartet sie von ihrer Tochter Heirat, Familiengründung und Unterstützung – doch Green hat eine völlig andere Lebensauffassung. Sie ist lesbisch, lebt mit einer Frau zusammen und Karriere und ein hohes Einkommen sind nicht ihre Leitlinien. Und als ihr das Geld ausgeht, bleibt ihr nichts anderes übrig, als mit ihrer Lebensgefährtin bei ihrer einigermaßen homophoben Mutter einzuziehen – Spannungen, Verachtung und Schmähungen sind vorprogrammiert. Das Beeindruckende des Romans »Die Tochter« ist freilich, dass dies alles konsequent aus der Sicht der Mutter, in Ich-Perspektive erzählt wird. Inhaltlich fast tagebuchartig hält die Mutter ihren Alltag mit der dementen Frau Tsen im Altersheim, die sie betreut, den Einzug ihrer Tochter und der ihr bislang unbekannten Lebensgefährtin fest; dabei ist die Sprache fein und literarisch, gefangen in diesem Stil denkt man beim Lesen eher an Bekenntnisliteratur der französischen Tradition. Mit aller Härte schildert die Mutter ihre Abneigung gegen den Lebensstil der Tochter im Allgemeinen und lesbische Liebe und Lebensgefährtin der Tochter im Besonderen, fast ungebrochen ihre Abscheu. Und doch: Klarer als die intime Sicht der Mutter entsteht beim Lesen das Bild der Tochter, durch den Roman dreht sich die Wahrnehmung und man liest die Geschichte Greens, die unter den Vorurteilen und Gemeinheiten ihrer Mutter leidet. Große lesbische Erzählkunst.
(Veit empfiehlt - Frühlings-Katalog 2022)
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