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John Burdett: Der Jadereiter

John Burdett: Der Jadereiter

Dt. v. Sonja Hauser. CH 2020, 400 S., Broschur,  14.34
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Inhalt
Dieser neu übersetzte Bangkok-Krimi aus dem Jahr 2003 mit dem schwulen Halb-Thai Sonchai Jitpleecheep als Polizeiermittler ist nicht nur für Krimiliebhaber fesselnd, sondern bietet sich auch für den erfahrenen Thailandreisenden als ergiebige Fundgrube an. Es gibt ein anderes dunkles Bangkok, das sich hinter der glitzernden Fassade, der prächtigen Kultur und dem stetigen Lächeln der Bewohner verbirgt. Die Mafia treibt ihr Unwesen, russische und chinesische Triaden kontrollieren ganze Wirtschaftszweige, die Korruption blüht, der Drogenhandel ebenfalls. Internationale Geheimdienste und Agenten operieren im Verborgenen. Die Armut treibt die Menschen in die Arme der Kriminellen. Und die Polizei schneidet bei all den kriminellen Machenschaften auch noch mit - anstatt sie zu verfolgen.
Sonchai und sein Boyfriend Pichai, der gleichzeitig sein Ermittlerkollege ist, sind wegen ihrer kritischen Aussagen behördenintern des Öfteren schon angeeckt und wären bestimmt schon kaltgestellt worden, wäre da nicht ein Vorgesetzter, der schützend seine Hand über die beiden gehalten hätte. Hinzu kommt, dass beide selbst Blut an den Händen kleben haben und mit dem Fangen von Verbrechern versuchen, ihr beflecktes Kharma zu reinigen. Im Auftakt zu »Der Jadereiter« bekommen Sonchai und Pichai einen Fall zugewiesen. Bevor sie sich’s versehen, finden sie sich in einer wilden Verfolgungsjagd mit einem schwarzen Marine der US-Botschaft quer durch Bangkok wieder. Doch vor der Verhaftung wird der Verfolgte in seinem Wagen von Kobras zu Tode gebissen. Beim besten Willen kein Zufall. Dummerweise beißt eine der Kobras auch Pichai, der gleich danach verstirbt.
Sonchai in seiner Trauer um den Geliebten kommt nicht umhin, die Nachforschungen in dem Fall voranzutreiben, der immer verworrener und undurchsichtiger zu werden scheint, je mehr Sonchai darin ermittelt. Da ein US-Bürger (noch dazu jemand aus der Botschaft) betroffen ist, kooperieren die US-Behörden mit der thailändischen Polizei. Es zeigt sich schnell, dass internationale Verwicklungen von Geheimdiensten, Jadehandel und Thai-Behörden im Hintergrund zu einer mächtigen lebensbedrohlichen Gefährdung geworden sind. Sonchai muss sein ganzes Geschick samt seines Underground-Wissens (er ist der Sohn einer Prosituierten und eines unbekannten Westlers) einsetzen, um in dem Fall, der ihn selbst betrifft, voranzukommen. Denn schon wird nach seinem Leben getrachtet, nachdem er wohl mächtigen Personen in die Quere gekommen ist.
Zuviel sei hier nicht verraten. Das Buch zu lesen macht auch dann Spaß, wenn man mit Krimis sonst nichts anzufangen weiß. Man bekommt so viel Interessantes über Thailand mitgeliefert, seine Kultur, seine Menschen, seine Märkte, so dass es auch aus dieser Perspektive absolut lesenswert ist. Im Falle des Gefallens gibt es auch schon die beiden Fortsetzungen mit neuen Fällen für Sonchai Jitpleecheep: »Bangkok Tattoo« und »Der buddhistische Mönch«.


Jürgen empfiehlt (Winter-Katalog 2021/22)
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