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Hans Pleschinski: Am Götterbaum

Hans Pleschinski: Am Götterbaum

D 2021, 280 S., geb.,  23.70
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Beck Verlag
Inhalt
Harald Bradford, Experte für den weitgehend in Vergessenheit geratenen Paul Heyse, soll die Münchner Stadträtin Antonia Silberstein beraten – denn München will die verfallende Villa des Schriftstellers in ein internationales Kulturzentrum verwandeln. So erscheint Harald Bradford in Begleitung seines Mannes zum anberaumten Ortstermin. Mit von der Partie sind außerdem die Bibliothekarin Therese Flößer sowie die Schriftstellerin Ortrud Karen Vandervelt. Die fünf machen sich auf den Weg durch Münchens Innenstadt – und wie schon in seinen letzten beiden Romanen »Königsalle« und »Wiesenstein« lässt Hans Pleschinski in den spritzigen, ebenso scharfzüngigen wie feinsinnigen Gesprächen eine literarische Welt erstehen, diesmal die Paul Heyses. Doch was »Am Götterbaum« zu einem ungemein aktuellen Buch macht, sind die Gegenwartsbeobachtungen – zu gesellschaftlichen Verschiebungen, verschwindenden schwulen Lokalen, Städtetouristen, Homophobie und vermeintlicher Normalität. Zugleich hat das Setting des Romans etwas absolut künstliches, mitunter fast entrücktes, man vergisst zuweilen, dass es immer München ist, auf das sich alles bezieht. Das Buch lebt von einer erzählerischen Spannung, die die Lektüre absolut fesselnd macht, denn die vermeintliche Unwirklichkeit schärft geradezu die Wahrnehmung der Realität, die Realität wird als regelmäßig grotesk entlarvt. Dass es immer wieder Harald Bradfords Mann ist, dem Betreiber von Schönheitssalons, der die Truppe immer wieder erdet, ist nur eine der vielen schönen und feinen schwulen Pointen des Romans.

Veit empfiehlt (Sommer-Katalog 2021)
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