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Étienne Faure (R): Bis an die Grenzen - In extremis

Étienne Faure (R): Bis an die Grenzen - In extremis

F 2005, OF, dt. UT, 118 Min,  0.00
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Salzgeber - gay classics
Inhalt
Thomas, ein bisexueller Mann Mitte zwanzig, kann sich ein angenehmes Leben voller Parties, Drogen und Sex leisten. In jungen Jahren hat er seine Eltern bei einem Unfall verloren. Und die haben ihm eine Menge (v.a. Geld) hinterlassen, so dass er sich wirklich um viele Dinge des Alltags keinerlei Sorgen machen muss. Dieses leichfertige, unbeschwerte Leben kommt Thomas sehr zu Pass. Einerseits geriert er sich bei seiner Freundin Caroline, die nebenan als alleinerziehende Mutter mit ihrem 13jährigen Sohn Gregoire wohnt, wie ein Ehemann, geht bei ihr ein und aus, lässt sich bekochen. Der 13jährige Greg schaut zu Thomas schon wie zu einem Ersatzvater auf - etwas, wodurch sich Thomas durchaus geschmeichelt fühlt. Caroline hätte gern, dass Thomas in die Lücke springt, die Gregs Vater hinterlassen hat. Andererseits hat er nämlich auch eine geile Affäre mit dem hübschen Gymnasiasten Vincent. Es ist offensichtlich, dass Thomas sich seine Freiheit bewahren möchte und versucht deshalb, jeder Situation, die ihm zu eng werden könnte, zu entschlüpfen. Thomas hat sich in diesem hedonistischen Leben wunderbar eingerichtet. Alle spielen im Grunde zu seinen Regeln mit - angefangen bei Caroline, die froh ist, jemanden in ihrem Leben zu haben. Vincent ist noch jung und offen für alles. Er will sich ebenso wenig binden wie Thomas. Alles ist im Gleichgewicht. Alles könnte so schön sein - bis zu dem Tag, an dem eine andere Nachbarsfrau vor Thomas‘ Tür steht und ihm mitteilt, dass Caroline verunglückt sei. Er möge doch bitte in die Schule fahren und Greg die schlimme Nachricht vom Tod der Mutter überbringen. Noch bevor er die Konsequenzen des plötzlichen Verlusts für sich selbst realisieren kann, begibt er sich auf den schweren Weg und teilt dem Jungen die Hiobsbotschaft mit. Greg ist am Boden zerstört. Als er die Idee äußert, Thomas könne sich doch um das Sorgerecht für Gregoire bemühen, trifft er damit bei Thomas voll ins Schwarze. Aber wie soll jemand, der sich im Grunde stets vor jeder Form von persönlicher Bindung gedrückt und zudem auch noch ein eher unstetes Leben geführt hat, plötzlich für einen 13jährigen Jungen die volle Verantwortung übernehmen? Diese Fragen stellen sich auch die Behörden, als sie Thomas‘ Antrag auf Übertragung des Sorgerechts prüfen. Der Antrag wird abgeschlägig beschieden, und Gregoire muss in ein Heim außerhalb von Paris. Schon, seitdem Thomas seine Eltern vor vielen Jahren bei dem Unfall verloren hat, quälen ihn surreale Albträume, in denen er diesen Verlust und sein Alleinsein immer wieder durchlebt. Bislang konnte er diese Erinnerungen immer erfolgreich beiseite drängen. Doch nun - bedingt durch den Tod seiner Freundin Caroline - werden diese Albträume wieder neu angefacht und ufern zu wahren fiebrigen Horrorvisionen aus. Thomas fasst nun den folgenschweren Entschluss, Greg das Aufwachsen ohne Eltern ersparen zu wollen. Er entführt Greg kurzerhand und versteckt ihn bei Freunden. Kurzfristig entsteht eine Art Normalität. Doch dieses Arrangement kann auf Dauer keinen Bestand haben - das spürt auch Thomas. Die Polizei ist ihm und Gregoire auf der Spur. Und um nicht erwischt zu werden, setzen sich die beiden ins sonnige Südfrankreich ab. Auch dort kommen die beiden nicht zur Ruhe. Die Schlinge zieht sich zu - mit dramatischen Folgen … Auch wenn Homosexualität in diesem Film von nur sekundärer Bedeutung ist, sind dem Regisseur dennoch meisterhaft homoerotische Szenen gelungen (zwischen dem engelhaft schönen Vincent und dem attraktiven Bisexuellen Thomas). (Jürgen empfiehlt, Winter Katalog 2007)
Dieser Titel ist derzeit leider nicht mehr in einer deutschsprachigen Version lieferbar.


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