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Howard Roffman: The Perfect Boy

Howard Roffman: The Perfect Boy

D 2003, 176 S., geb.,  0.00
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Inhalt
Howard Roffman - einer der wichtigsten schwulen Männerfotografen unserer Zeit - schien mir in den vergangenen Jahren sein schöpferisches Potenzial ein wenig aufgebraucht zu haben. »The Edge of Desire« (1995) und »Three« (1996) bildeten die exemplarischen Eckpfeiler seiner fotografischen Arbeit, die sein internationales Renommee begründet haben. Weitere Bildbände folgten - insbesondere der Personality-Band »Pictures of Fred«, dessen Anlage ebenso innovativ wie genial war. Doch Howard Roffman schien mir seine einmal bewährte Art zu fotografieren nur noch mit neuen Modellen variieren zu wollen, bzw. seinen Stil letztendlich zu Tode reiten zu wollen. Im ersten Moment erschien mir der neue Bildband »The Perfect Boy« in das genannte Schema zu passen. Wie vorausgegangene Werke enthält auch »The Perfect Boy« altbekannte Ingredenzien: junge, jugendliche, schöne, schlanke Burschen - und auf den zweiten Blick ging mir ein Licht auf: die Jungs sind hier absolut austauschbar, sie verkörpern alle gleichermaßen den Typus des perfekten Jungen. Licht und Anlage seiner Schwarzweißfotografie lassen die Boys aus der Realität ebenso sehr wie aus der Individualität entrückt wirken. Und das finde ich einen starken Ansatz. Sonst ist die Fotografie von jungen Männern bemüht, deren Schönheit als etwas Besonderes hervorzuheben, hier versinkt sie in gleichmäßiger - wenn auch perfekter - Uniformität. Alle haben den gleichen, perfekt knabenhaften Körperbau, die gleichen Haare, die gleiche Gesichtsform, denselben Ausdruck. Sie wirken wie Abgüsse des Modells vom perfekten Boy. Ich weiß nicht, ob Howard Roffman das im Sinn hatte, als er »The Perfect Boy« fotografierte, aber ich hielte das für einen gangbaren Ansatz, um zu neuen Ufern aufzubrechen, anstatt auf ausgetretenen Pfaden weiter zu marschieren. (Jürgen empfiehlt, Winter Katalog 2003, Titel nicht mehr lieferbar)
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