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Paul Haller / Luan Pertl / Tinou Ponzer: Inter* Pride

Paul Haller / Luan Pertl / Tinou Ponzer: Inter* Pride

Perspektiven aus einer weltweiten Menschenrechtsbewegung. D 2022, 280 S., Broschur,  14.40
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Inhalt
In den 1990ern begann sich an mehreren Stellen des Globus ein Bewusstsein zu formieren, das die rechtliche Zurücksetzung, »Unsichtbarkeit« und die Diskriminierung von intergeschlechtlichen Menschen als unhaltbaren Zustand erkannte und anfing gleiche Rechte, mehr Selbstbestimmung und - überhaupt - Sichtbarkeit zu thematisieren, einzufordern und zu erstreiten. Die daraus entstandene internationale Emanzipationsbewegung hat für intergeschlechtliche Menschen in vielen Regionen der Welt einiges erreicht, auch wenn Scham, Gewalterfahrungen und traumatisierend erlebte Erfahrungen nach wie vor an vielen Stellen das Leben von intergeschlechtlichen Menschen bestimmen.
»Inter*Pride« unternimmt erstmals im deutschsprachigen Bereich den Versuch, einen Überblick über diese Emanzipationsbewegung mit einer Bestandsaufnahme des aktuell Erreichten und einem Ausblick auf wünschenswerte Verbesserungen für die Zukunft zu verbinden - und nimmt dabei einen Perspektivwechsel vor: Es sind Stimmen, die aus der Inter-Bewegung heraus kommen, die Zustände formulieren, Position beziehen - nicht Mediziner, Psychologen, Sexualwissenschaftler reden hier über intergeschlechtliche Menschen, sondern diese von sich selbst. Die AutorInnen bringen eigene Erfahrungen und Vorstellungen ein. Dadurch entsteht für interessierte Leserinnen und Leser ein ebenso informatives wie facettenreiches Bild der Bewegung, das nicht jeder Person von sich aus erklärlich, beziehungsweise ansonsten womöglich sogar verborgen geblieben wäre.
Die HerausgeberInnen von »Inter*Pride« haben aktivistische Texte, sachliche Analysen, Interviews, autobiografische und fiktional-künstlerische Beiträge zusammengetragen, die ein möglichst umfassendes Bild einer dynamischen, auf ihr Selbstbewusstsein als Community hinarbeitenden, weltweiten Bewegung abbilden. Besonders hilfreich sind die begrifflichen Abgrenzungen zu anderen verwandten Themen wie Transgender, Non-Binarität, Cisgender. Spannend ist der Textkomplex, der sich mit den sprachlichen Anforderungen auseinandersetzt, die intergeschlechtliche Menschen an die Gesellschaft herantragen - entgegen der Konvention formulieren hier »Betroffene« selbst ihre Vorstellungen - nicht umgekehrt. Das hat kontroversielles Potenzial, wie schon »Dead Names« oder der Begriff der »Intersexualität« zeigen.
Insgesamt regt das Buch zum Nachdenken an - auch zum Infragestellen eigener Vorurteile - und vor allem soll es als eine Art des Empowerment jungen intergeschlechtlichen Menschen helfen, zu sich selbst zu stehen und eigenen Pride zu entwickeln.

(Jürgen empfiehlt - Sommer-Katalog 2022)
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