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Sandra Gugic: Zorn und Stille

Sandra Gugic: Zorn und Stille

D 2020, 240 S., geb.,  24.67
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Hoffmann und Campe
Inhalt
Biljana Banadinovi? ist eine erfolgreiche Fotografin. Mit 17 zog sie aus der elterlichen Substandardwohnung in Wien Favoriten aus und in der Kommune im ehemaligen Schlachthof ein. Dort hatte sie Ira kennengelernt, sich in sie verliebt. Die beiden bleiben ein Paar fürs Leben, gehen nach Berlin und als Galeristin und Agentin verpasst Ira ihrer Freundin den Künstlerinnennamen Billy Bana und verhilft ihr zum Durchbruch. Mit ihren Eltern versucht Billy keinen Kontakt zu haben, zu stark scheint ihr der Widerspruch ihrer Lebenshaltung als anpassungswillige Gastarbeiter zu ihren eigenen Ansprüchen zu sein. Als sie Jahre später in Wien ihre erste Ausstellung hat, kommt über ihren kleinen Bruder Jonas Neven, mit dem sie schon als Kind ein fast symbiotisches Verhältnis hatte, ein zaghafter Familienkontakt zustande. – All dies erzählt Sandra Gugi? als Rückblende, als sie die Nachricht vom Tod ihres Vaters erhält, der im heimatlichen Belgrad beerdigt werden soll. Doch es ist nicht nur eine zarte Familiengeschichte in der Erinnerung einer modernen Frau, der Roman zeichnet sich vor allem durch seine perspektivischen Wechsel aus. Der Ich-Perspektive des großen Eröffnungskapitels folgt die Sicht der Mutter, die vor allem an ihrem Sohn Jo verzweifelt. Dass die Mutter ihre Sicht gar nicht aus Ich-Perspektive erzählen kann, ist einer der erzählerischen Glanzstücke dieses über die Maßen schönen, dabei glasklaren und fesselnden Familienromans. Eine lesbische Weltsicht in beständigem Aufbegehren und traditioneller Verwurzelung, in »Zorn und Stille«.
Veit empfiehlt (Herbst-Katalog 2020)
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