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Marlon James: Schwarzer Leopard, roter Wolf

Marlon James: Schwarzer Leopard, roter Wolf

Dt. v. Stephan Kleiner. D2019, 832 S., geb.,  28.78
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Heyne - Dark Star 1
Inhalt
Er ist so selbstvergessen, dass er sogar seinen Namen nicht mehr weiß: »Sucher« (im englischen Original »Tracker«) wird er von allen genannt, diese Bezeichnung ist ihm recht. Er ist schwul, lässt sich kaufen, wenn es sein muss, sind Bluttaten kein Problem, er glaubt nicht an die Götter und überhaupt scheint er keinen moralischen Kompass zu haben. Sein bester Freund ist der »Leopard«, ein Gestaltwandler, auch schwul, doch zu Suchers Leidwesen verfällt der Leopard immer wieder unangenehmen Jungs. Trinkfest und fluchend schwadronieren die beiden gerne an zwielichtigen Orten und es gelingt dem Leoparden immer wieder, Sucher auf ein abenteuerliches Projekt anzusetzen. Sucher hat eine außergewöhnliche Begabung, er kann auch auf hunderte Meilen die Fährte von Menschen riechen. Und so lässt er sich darauf ein, einen Jungen zu suchen, der vor einigen Jahren spurlos verschwunden ist. Die Suche führt ihn durch ein mythisches, vorkoloniales Afrika voller magischer Wesen, unterirdischer Städte, Festungsanlagen mit Hochhäusern und Siedlungen in Bäumen, die in den Himmel ragen. Oft wird Marlon James‘ Roman mit Tolkiens »Herr der Ringe« verglichen – doch zu Unrecht, denn hier haben wir es nicht mit einem schwarz-weiß angelegten Kampf guter gegen böser Mächte zu tun, Marlon James will auch nicht zeigen, dass überall von beiden etwas ist; Gut und Böse sind überhaupt keine Kategorien mehr in seiner Welt, in der es auch keine Liebe gibt - »Niemand liebt niemanden« ist ein Bekenntnissatz, den Sucher vom Leoparden gelernt hat. Es ist eine Gegenwelt voller Gewalt und schwulem Sex, in der zwar immer wieder wie Funken die Fragen nach Moral, Liebe und Sinn aufflackern – und nur neue Probleme hervorrufen, niemals aber eines lösen. Keine Gralssuche sondern eine atemberaubende Weltsicht, mehr eine schwule Utopie als ein leichter und unterhaltender Fantasy-Roman. Es ist ein Buch, das uns in Erklärungsnot über den Sinn unseres Lebens bringt – im besten Sinn: ein starkes Stück Literatur.
Veit empfiehlt (Frühling 2020)
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