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Andrea Nagy: Welt statt Innsbruck

Andrea Nagy: Welt statt Innsbruck

Lesbische Subkultur und Stadtstruktur. D 2011, 155 S. mit z.T. farbigen Abb., Broschur, € 20.46
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Books on Demand
Nach einem lesbischen Veranstaltungskalender oder einem Wegweiser durch das lesbische Innsbruck und seine einschlägigen Lokalitäten kann frau lange suchen. Der Zugang zur dortigen Lesbenszene gestaltet sich über persönliche Beziehungen. Diese werden - das kann dieser Forschungsbericht zeigen - zum Teil andernorts geknüpft (z.B. in Wien oder Berlin) und ergeben sich aus anderen gemeinsamen, nicht explizit lesbischen Zusammenhängen und Interessen. Das Buch von Andrea Nagy versucht, auf einige Fragen Antwort zu geben: z.B. wer sind die Lesben Innsbrucks? Wo verbringen sie ihre Zeit? Wie stellen sie sich gegenüber ihrer Stadt und der Subkultur? Die Autorin stieß auf eine kompetente Gruppe lesbischer Frauen, die ein kreatives, gesellschaftskritisches Stadtpotenzial darstellen. Aber auch Diskriminierungen und Ausschlüsse blieben ihr nicht verborgen.
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Carolin Emcke: Wie wir begehren

Carolin Emcke: Wie wir begehren

D 2012, 254 S., geb., € 20.55
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S. Fischer Verlag
Carolin Emcke erzählt die Geschichte der Jugend in den 70er und 80er Jahre. An sich wurde über Sexualität nicht gesprochen. Für Bezeichnungen von Lust und Sex gab es keinen Raum. Noch weniger für Spielarten der Lust, die von der Norm abwichen. Und so formten Mechanismen der Ausgrenzung eine ganze Jugend. Not und Verzweiflung befällt einen Mitschüler, der ohne Grund an den Rand gedrängt wird und daran zerbricht. Sie selbst muss nach einer Form suchen, um ihr Anderssein zu artikulieren. Als sie eine Sprache des Begehrens schließlich findet, ist sie glücklich. Was haben Jugendliche in der BRD in den 80ern über Homosexualität gedacht, geschrieben? Und haben die dahinterstehenden Einstellungen bis heute ihre Wirkung behalten? Emcke entwirft dabei eine eigene Theorie des Begehrens.
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Martin J. Gössl: Von der Unzucht zum Menschenrecht

Martin J. Gössl: Von der Unzucht zum Menschenrecht

Eine Quellensammlung zu lesbisch-schwulen Themen in den Debatten des österreichischen Nationalrats von 1945 bis 2002, € 29.00
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Edition Regenbogen - Studienreihe Homosexualität 4
Martin Gössl erschließt in dieser umfangreichen Quellensammlung die Grundlagen für ein Gesamtbild der Geschichte der Lesben und Schwulen in Österreich. Die Sammlung fesselt – und das sicher nicht nur Historikerinnen und Historiker, sondern auch interessierte Laien. Ganz unterschiedliche Ansätze sind nämlich denkbar, wie dieses Buch gelesen und ausgewertet werden kann: Vom rein am Inhalt der Beiträge und jeweiligen Beschlüssen orientierten geschichtlichen Interesse bis hin zur rein an Sprache und Diktion interessierten Auswertung, wie im Hohen Haus von uns geredet wurde. Gerade Letzteres dürfte auch für ein breites Publikum sehr interessant sein, denn die Quellen lesen sich so spannend, weil sie wie Beiträge aus unvorstellbar lang vergangener Zeit klingen – und doch häufig noch ganz jungen Datums sind.
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Insa Eschebach (Hg.): Homophobie und Devianz

Insa Eschebach (Hg.): Homophobie und Devianz

Weibliche und männliche Homosexualität im Nationalsozialismus. D 2012, 208 S., Broschur, € 19.53
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Metropol
Wie intensiv verfolgte das »Dritte Reich« auch lesbische Frauen? Welche gesellschaftliche Funktion wies die NS-Geschlechterpolitik Frauen und Männern zu? Welchen Stellenwert maß sie weiblicher und männlicher Sexualität bei? Wie wurden Abweichungen und Verstöße gegen das heteronormative Dogma eingestuft? Susanne zur Nieden behandelt den »homosexuellen Staatsfeind«, Claudia Schoppmann lesbische Frauen im »Dritten Reich« zwischen strafrechtlicher Verfolgung und gesellschaftlicher Ächtung, Jens Dobler Lesbenverfolgung im Nationalsozialismus. Insa Eschebach untersucht die Situation von Lesben im KZ Ravensbrück, Alexander Zinn die Situation der Männer mit dem rosa Winkel, Stefanie Endlich die Debatte um das Berliner Homosexuellen-Denkmal.
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Claudia Schoppmann: Verbotene Verhältnisse - Frauenliebe 1938-1945

Claudia Schoppmann: Verbotene Verhältnisse - Frauenliebe 1938-1945

D 1999, 162 S., Broschur, € 8.22
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Querverlag
Der 1. April 1940 sollte kein guter Tag für Marie W. und Lilly R. werden. Plötzlich steht die Polizei vor ihrer Tür. Die Nachbarn haben sie verpfiffen oder - wie es auf wienerisch heißt - vernadert. Beide werden festgenommen, weil sie »in dringendem Verdachte stehen, widernatürlichen Verkehr gepflogen zu haben«. So steht es in einem Vermerk der Kriminalpolizeileitstelle Wien. Anders als in Deutschland, wo lesbische Liebe nicht strafrechtlich verfolgt wurde, gab es in Österreich seit 1852 den §129I, der schweren Kerker von einem bis fünf Jahren bei »Unzucht zwischen Personen gleichen Geschlechts« vorsah. Anhand zahlreicher Strafakten, Gerichtsprotokolle und Zeugenaussagen hat die Historikerin Claudia Schoppmann zehn Einzelschicksale herausgegriffen. In lebendig erzählten Porträts läßt sie Frauen zu Wort kommen, die bisher geschwiegen haben, und macht ein bis heute verdrängtes Kapitel der Homosexuellenverfolgung sichtbar.
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Mel Gordon: Sündiges Berlin

Mel Gordon: Sündiges Berlin

Die zwanziger Jahre: Sex, Rausch, Untergang. D 2011, 279 S. mit zahlreichen S/W- u. farb. Abb. + 1 Audio-CD, geb., € 41.11
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In den 20er Jahren galt das »sündige Berlin« als ein Eldorado der Sexualität - nicht nur für Schwule und Lesben, die dort mit ihren eigenen Subkulturen ein relativ freies Leben führen konnten, bis diese historische sexuelle »Unterwelt« durch den Nationalsozialismus und seine angebliche »Sauberkeit« zerstört wurde. Dieses Buch wirft einen Blick auf diese untergegangenen Subkulturen der Revuegirls, der warmen Brüder, der Transvestiten, der Lesben, der Prostituierten und Strichjungen, der Nudisten. Das zusammengetragene Material beeinhaltet den einen oder anderen überraschenden Fund, aus dem erotischen Nachtleben der Metropole. Ein eigenes Kapitel ist dem Institut für Sexualforschung von Magnus Hirschfeld gewidmet. Das Buch enthält auch eine AudioCD mit Originalaufnahmen aus der Zeit - darunter »Das Hirschfeld-Lied« von Otto Reutter.
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Affront (Hg.): Darum Feminismus!

Affront (Hg.): Darum Feminismus!

Diskussionen und Praxen. D 2011, 288 S., Broschur, € 20.35
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Unrast
Welche Perspektiven kann der Feminismus im Falle sozialer Konflikte, bzw. bei politischen Konflikten um mehr Freiraum eröffnen (z.B. in der Autonomen FrauenLesbenTrans-Organisierung)? Wie steht es mit (queer-)feministischen Raumnahmen? Was bedeutet feministischer Antimilitarismus, feministische Antifa? Wie können Feminismus und Rassismuskritik zusammengedacht werden? Wie wird Sexarbeit im Feminismus diskutiert? Was hat Feminismus mit Stadtkämpfen zu tun? Was machen Körperlichkeiten und Normierungen mit uns? Welche Bedeutung hat Definitionsmacht? Und was ist unter konsensualem Sex zu verstehen? Diese (und andere) Fragen versucht diese Textsammlung zu beantworten. Einerseits werden Vereinnahmungsversuche des Feminismus für Volk, Nation und Militarismus zurückgewiesen. Andererseits geht es um herrschaftskritische feministische Handlungsperspektiven.
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Frigga Haug (Hg.): Historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus. Bd.2: Hierarchie bis Köchin

Frigga Haug (Hg.): Historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus. Bd.2: Hierarchie bis Köchin

D 2011, 619 S. mit Anhang, Broschur , € 23.66
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Argument Verlag
Die Herausgeberin des Historisch-kritischen Wörterbuchs des Feminismus hat auch mit Hilfe zahlreicher Autorinnen und Autoren aus allen Kontinenten äußerst brauchbares Material zu einschlägigen Themen zusammengetragen. Die Artikel des Wörterbuches reflektieren aber auch die unterschiedlichen, vertretenen Positionen. Das Wörterbuch soll dem historischen Gedächtnis zum Thema Feminismus auf die Sprünge helfen. Darüber hinaus soll es auch der Leserin als aktuelles Arbeitsinstrument zur Seite stehen, wenn es darum geht, Wissensprobleme zum Feminismus zu lösen. Es wurde versucht, dabei die Stichworte möglichst weit zu fassen. Es bietet eine Einführung in die Geschichte feministischer Diskussionen, Auseinandersetzung mit spezielleren Themen, Vertiefungsmöglichkeiten durch Bibliografien zu jedem Stichwort und Verweise auf verwandte Themen.
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