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Marty Huber: Queering Gay Pride

Marty Huber: Queering Gay Pride

Zwischen Assimilation und Widerstand. Ö 2013, 280 Seiten, Broschur, € 19.95
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Zaglossus
Anhand von Gay-Pride-Paraden in vier europäischen Städten – Wien, Amsterdam, Budapest und Belgrad – geht Marty Huber den komplexen Bedingungen und Ambivalenzen von queerem engagierten Aktivismus und Aktionismus nach. Das Hauptaugenmerk liegt vor allem auf den weniger argumentierenden als darstellenden Aktionen, die entlang verschiedener Themen – Raumpolitik, Spektakel, Normalisierung, Nationalismus – kritisch analysiert werden. Mittels zahlreicher Beispiele für solche Aktionen, auch abseits von Gay-Pride-Veranstaltungen, zeichnet Marty Huber queere Auseinandersetzungen mit den etablierten und uns beherrschenden Strukturen anschaulich nach und verdeutlicht die Möglichkeiten politische Demonstrationen, Proteste wie auch Feierlichkeiten miteinander zu verbinden und als Methode der Emanzipation zu verstehen.
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Carolin Emcke: Wie wir begehren

Carolin Emcke: Wie wir begehren

D 2013, 254 S., Pb, € 10.27
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Fischer Taschenbuch
Carolin Emcke erzählt die Geschichte der Jugend in den 70er und 80er Jahre. An sich wurde über Sexualität nicht gesprochen. Für Bezeichnungen von Lust und Sex gab es keinen Raum. Noch weniger für Spielarten der Lust, die von der Norm abwichen. Und so formten Mechanismen der Ausgrenzung eine ganze Jugend. Not und Verzweiflung befällt einen Mitschüler, der ohne Grund an den Rand gedrängt wird und daran zerbricht. Sie selbst muss nach einer Form suchen, um ihr Anderssein zu artikulieren. Als sie eine Sprache des Begehrens schließlich findet, ist sie glücklich. Was haben Jugendliche in der BRD in den 80ern über Homosexualität gedacht, geschrieben? Und haben die dahinterstehenden Einstellungen bis heute ihre Wirkung behalten? Emcke entwirft dabei eine eigene Theorie des Begehrens.
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Björn Klein: »First, unshackle ourselves from fear, for it alone is our omnipresent enemy«

Björn Klein: »First, unshackle ourselves from fear, for it alone is our omnipresent enemy«

Homosexualität in den USA 1948-1963. D 2012, 112 S., Broschur, € 20.46
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LIT Verlag
Die 1950er Jahre sind in den USA das Zeitalter der Angst. Die Angst vor kommunistischer Unterwanderung wird augenscheinlich nur noch übertroffen von der Angst vor Homosexuellen. Aber was macht diese Angst eigentlich aus? Ist Angst eine Emotion, ein Affekt oder eine Technologie des Selbst? Mit diesen Fragen analysiert die vorliegende Arbeit zum ersten Mal homophile Gruppen wie die »Mattachine Society« und die »Daughters of Bilitis«. Ansätzen von Michel Foucault und Jürgen Link folgend, wird die strukturelle Wirkmacht und Produktivität von Angst als zentrales regulierendes Moment sexueller - und somit gesellschaftlicher - Diskurse untersucht.
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Kate Bornstein: Ein schädlicher Einfluss

Kate Bornstein: Ein schädlicher Einfluss

Mein mutiges Leben. Dt. v. Nico Laubisch. D 2013, 351 S., Broschur, € 15.37
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Edel Germany
Jüdischer Junge, Scientologe, Ehemann und Vater, Transe, Flagschiffkapitän, SM-Sklavin, Theaterautorin, Lesbe und Gender Outlaw - im Leben von Kate Bornstein ist einiges zusammengekommen - ein Leben voller Kehrtwenden und Extremismen, die »sie« regelmäßig anecken ließ. Das ist die wahre Lebensgeschichte eines netten jüdischen Knaben, der auf dem Flagschiff von Scientology landete, aber nach 12 Jahren Scientology wieder verließ und zu der liebenswürdigen Lady wurde, die sie heute ist. »Bei meiner Geburt war ich männlichen Geschlechts, heute weisen medizinische Unterlagen und offizielle Dokumente mich als weiblich aus, obwohl ich mich selbst nicht als Frau bezeichne und weiß, dass ich kein Mann bin.« In den 90er Jahren nach ihrem Ausstieg bei Scientology avancierte Bornstein als Transsexuelle zum Aushängeschild der Lesbenszene von Seattle. Der Weg ihrer Selbstfindung ist gepflastert mit Ehefrauen, Liebhabern, Liebhaberinnen, Siegen und Niederlagen, Neuanfängen und Abschieden.
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Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin

Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin

Eine Klatsch- und Kulturgeschichte der Frauen. D 2013, 144 S. mit Abb., geb., € 16.24
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edition ebersbach
Berlins unvergleichliches Gesicht verdankt es zum Teil Frauen wie Anita Berber, Marlene Dietrich, Erika Mann, Vicki Baum, Helen Hessel, Else Lasker-Schüler oder Claire Waldoff und anderen. Sie fahren Auto, boxen, schreiben, malen, filmen. Sie alle trafen sich in zahlreichen Cafés, literarischen Salons, Cabaréts, im Tanzsaal und sogar im Boxring. Überaus selbstbewusst und lebenshungrig stürmten sie mit Bubikopf und Zigarette im Mund die letzten Männerdomänen und verfolgten unbeirrbar ihre künstlerischen Ziele. Abseits häufig begangener Pfade beschritten sie ein eigenes Stück weiblicher Kulturgeschichte. Zu Berlins weiblicher Topografie gehören auch die Lesbenclubs, in denen die Kabarettistin Claire Waldoff im sog. Etonboy-Anzug.
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Luise F. Pusch: Die dominante Kuh

Luise F. Pusch: Die dominante Kuh

Neue Glossen. D 2013, 144 S., Broschur, € 10.18
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Wallstein
Solche sprachlichen Entgleisungen gibt es immer wieder: ein Damenstudent wird zum Tanz gebeten. Die Caprese wird mit Büffelmilch-Mozzarella zubereitet. Oder: auf Facebook werden zwei Freundinnen zu »Freunde«. Da ist immer wieder die feministische Sprach- und Gesellschaftskritik gefordert. Welches Genus hat das Wort »Single«? Wie lautet das männliche Pendant zu »Entjungferung«? In dieser zweiten Glossensammlung beantwortet Luise F. Pusch diese und andere Fragen mit ebenso viel Ironie wie analytischer Schärfe. Sie entlarvt dabei alltäglichen, manchmal groben Sexismus und setzt die »Herrenkultur« dem verdienten, allgemeinen Gelächter aus. Langfristig möchte sie damit den Fokus von einem sog. »männlichen Universum« hin zum frauenzentrierten Denken verschoben wissen.
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Nora Sternfeld: Kontaktzonen der Geschichtsvermittlung

Nora Sternfeld: Kontaktzonen der Geschichtsvermittlung

Transnationales Lernen über den Holocaust in der postnazistischen Migrationsgesellschaft. Ö 2013, 258 S., Broschur, € 19.95
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Zaglossus
Die Autorin unternimmt in diesem Buch den Versuch, ein handhabbares Instrumentarium für eine zeitgemäße Geschichtsvermittlungspraxis zum Holocaust und den Massenverbrechen des NS-Regimes zu erstellen. Welche Perspektiven ergeben sich für die Geschichtsvermittlung, wenn die Tatsachen des Postnazismus und der Migrationsgesellschaft sowie deren Implikationen für die Erinnerungskulturen in der Gegenwart ernst genommen werden? Die Autorin plädiert für ein Überdenken bestehender Vermittlungshegemonien, überhaupt für eine multiperspektivische, dissensuelle Geschichtsvermittlung. Daraus lässt sich leicht ein Perspektivenwechsel bis hin zum Paradigmenwechsel sowohl im schulischen und außerschulischen Bereich als auch in den jeweiligen Wissenschaftsdiskursen ableiten.
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Carmen Sánchez: Kunst und Erotik in der Antike

Carmen Sánchez: Kunst und Erotik in der Antike

Dt. v. A. Lutter u. K. Uhlig. D 2013, 165 S. mit S/W-Abb., geb., € 17.37
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Wagenbach
Die Antike - gemeint sind alte Griechen und Römer - ist mit Sexualität, Körperlichkeit und deren Darstellung überraschend scham- und tabufrei umgegangen. Gerade der nackte Mann galt als Inbegriff der Schönheit. Olympiaden wurden nackt ausgetragen. Homoerotik war bei den alten Griechen gang und gäbe. Ausgehend von diesen Grundsteinen bildete sich eine ikonografische Tradition heraus, die durch das Mittelalter unterbrochen und erst durch die Renaissance wiederbelebt wurde. Sie ist heute wieder wirksam. Und doch ist unser Blick auf Kunst und Erotik in der Antike idealisiert. Die vorkommenden, hochgradig sexualisierten, oft pornografischen Bilderwelten der Antike werden geflissentlich ausgeblendet, kommen sie uns heute doch oft fremd vor. Besonders interessant: was hat es mit den Bildern gleichgeschlechtlicher Liebe tatsächlich auf sich?
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