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Hanna Hacker: Queer entwickeln

Hanna Hacker: Queer entwickeln

Feministische und postkoloniale Analysen. Ö 2012, 270 S., Broschur, € 19.90
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Mandelbaum - kritik u. utopie
Gewalt, Wissen und Sehnsüchte haben jeweils transkulturelle Dimensionen. Die Autorin analysiert in ihrem Buch globale Ungleichheit anhand von Schlüsselkonzepten aus den feministischen, queeren und postkolonialen Theorien. Auch Critical Whitness Studies, Border Studies und Kritische Geografie werden hierfür herangezogen und gleichzeitig hinsichtlich ihres Nutzens für das Verständnis internationaler Ungleichheitsverhältnisse überprüft. Die Aufsätze befassen sich damit, wie sich entwicklungs- und globalisierungskritische Interventionen queer umsetzen lassen. Auch geht es darum, wie sich die Kritik des Entwicklungsbegriffs in queere Theorie- und Praxisansätze einbringen lässt. Die Autorin zieht populäre westeuropäische Fiction ebenso wie universitäre Kämpfe in Österreich für ihre Analysen heran.
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Barbara Sichtermann: Was Frauen Sex bedeutet

Barbara Sichtermann: Was Frauen Sex bedeutet

D 2012, 183 S., Broschur, € 18.40
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Brandes und Apsel
Die weibliche Sexualität enthält eine gar nicht so kleine, geheime Sphäre, in der die konventionelle Moral nicht gilt. Diese weibliche »Geheimwelt« hält einige Überraschungen bereit. Die Gespräche, die Autorin Sichtermann im Rahmen ihrer Befragung mit vielen - überwiegend, aber nicht nur heterosexuellen - Frauen führte, haben zum Teil Unerwartetes zutage befördert. Die Zeiten, in denen sich Frauen veralteten Moralvorstellungen oder männlicher Dominanz gebeugt haben, sind unwiederbringlich vorbei. 50 Jahre nach Pille und Emanzipation sind Frauen durchweg entschlossen, ihre Freiheiten voll auszuschöpfen. Weit verbreitet ist die Anschauung, dass Frauen Erfüllung zusteht, sie aber auch selbst dafür zu sorgen haben.
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Rudolf Dekker und Lotte van de Pol: Frauen in Männerkleidern

Rudolf Dekker und Lotte van de Pol: Frauen in Männerkleidern

Mit einem Vorwort von Peter Burke. Dt. v. M.-T. Leuker. D 2012, 235 S. mit S/W-Abb., Broschur, € 14.29
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Wagenbach
»Frauen in Männerkleidern« gehört als Pionierarbeit auf ihrem Gebiet inzwischen zum Kanon der Gender Studies. In ihr konnten die beiden AutorInnen nachweisen, dass die Zuschreibung eines Geschlechts oft einzig und allein auf Äußerlichkeiten wie Kleidung und Gestik zurückzuführen ist. Anhand exemplarischer Biografien weiblicher Transvestiten in der frühen Neuzeit konnten die beiden verdeutlichen, wie unhaltbar eigentlich die landläufige Annahme von je einer männlichen, bzw. einer weiblichen »Natur« von Menschen im Grunde ist. Die AutorInnen beschrieben in ihrem Buch persönliche Lebensverhältnisse, die wirtschaftlichen und sozialen Beweggründe sowie die sexuellen Motive für ein Leben von Frauen in Männerrollen. Die Beispiele reichen von Frauen, die zur Armee oder in die Marine gingen, über Frauen, die typische Männerberufe ergriffen, bis hin zu Frauen, die andere Frauen heirateten.
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Cordelia Fine: Die Geschlechterlüge

Cordelia Fine: Die Geschlechterlüge

Dt. v. S. Held. D 2012, 476 S., Broschur, € 22.56
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Klett-Cotta
Viele populärwissenschaftliche Bestseller behaupten auf der Basis neurowissenschaftlicher Untersuchungen: Männer und Frauen haben unterschiedliche Gehirne und daher unterschiedliche Begabungen. Vermeintliche natürliche Unterschiede werden aufgebaut und dienen als Erklärung für gesellschaftliche Rollenstereotype. Die Neurowissenschaftlerin Cordelia Fine entlarvt, wie schlampige Untersuchungen, oberflächlich gedeutete Forschung und vage Beweise zu angeblichen Tatsachen gemacht wurden. Sie zeigt, wie unser Leben als Mann und Frau stark von geschlechtertypischen Erwartungen und Vorurteilen beeinflusst wird, selbst wenn wir sie nicht gut heißen und welch subtile Macht Stereotype immer noch ausüben. Wissenschaftlich einzig haltbar ist der Grundsatz: Für Männer und Frauen gilt gleichermaßen: Alles ist möglich!
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Renate Lorenz: Queer Art

Renate Lorenz: Queer Art

A Freak Theory, € 20.35
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transcript - Queer Studies
This is a queer theory of visual art - based on extensive readings of art works. »Queer Art« traces the question of how strategies of denormalization initiated by visual arts can be continued through writing. Art theoretical debates are combined with queer theory, postcolonial theory, and (dis)ability studies, proposing the three terms »radical drag«, »transtemporal drag«, and »abstract drag«. The works discussed include those by Zoe Leonard, Shinique Smith, Jack Smith, Wu Ingrid Tsang, Ron Vawter, Bob Flanagan, Henrik Olesen, Felix Gonzalez-Torres, Sharon Hayes, and Pauline Boudry/ Renate Lorenz. Images are increasingly appearing in the field of queer art that undermine the established categories of radicalized or gender categories, or that show no bodies at all.
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Hanna Meißner: Butler

Hanna Meißner: Butler

D 2012, 130 S., Broschur, € 10.18
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Reclam
Judith Butlers Buch »Gender Trouble« markierte einen echten Wendepunkt in der feministischen Theorie. Die bis dahin für nicht sonderlich erklärungsbedürftig angesehene, quasi als natürlich angesehene Zweigeschlechtlichkeit wurde erstmals auf breiter Front in Frage gestellt. Allerdings ist diese zentrale These nur in einem breiteren Zusammenhang von Butlers Gesamtwerk zu verstehen und muss unbedingt im Rahmen ihrer Überlegungen zu Subjektivität, Handlungsfähigkeit und Ethik gelesen werden. Darum liegt der Schwerpunkt dieser problemorientierten Einführung auf dem konstituitiven Verhältnis von Normen und Subjektivität, bzw. von Unterwerfung und Handlungsfähigkeit. Hanna Meißner lehrt am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin.
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Helene von Oldenburg, Claudia Reiche : Gründe gab es genug / causalities

Helene von Oldenburg, Claudia Reiche : Gründe gab es genug / causalities

D 2011, 96 S., Broschur, € 12.34
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thealit - queer lab
Ist queer ein Gefühl, ein Bekenntnis, eine Tarnung? Jedenfalls ist queer eine Frage – nach Identität und der Unmöglichkeit von Identität, zum Beispiel in einer Erzählung mit Bildern, die zwei ungewisse Versionen von Wahrnehmungen in einer Suche miteinander verschränkt, die vielleicht einsam und glücklich genannt werden kann, wenn sie so gelesen wird. Das wäre ziemlich queer und wüsste von einer Heimat in der Unmöglichkeit. Wenn queer ein Raum wäre, eine Suche oder eine Inszenierung? Immer wäre es eine Begegnung, vorübergehend und flüchtig, mit der Frage nach Identität, Orientierung und Spin. Eine Kompassnadel, die die Welt aus den Angeln hebt. Zum Test gebracht im schriftlichen und bildlichen Erzählen, mit gemeinsam entwickelten roten Faden, schrittweisem parallelen Schreiben, reißverschlussartigem Zusammenfügen – Brüche, Wiederholungen, Ergänzungen, Widersprüche herausfordernd.
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Sabine Hark: Grenzen lesbischer Identitäten

Sabine Hark: Grenzen lesbischer Identitäten

Aufsätze. D 1996, 194 S., Broschur, € 15.93
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Querverlag
Der Traum einer LesbenNation, einer Schwesterlichkeit, die von einer gemeinsamen Identität getragen wird, sollte die pulsierendste und sichtbarste lesbische Kultur dieses Jahrhunderts hervorbringen. Aber seit Mitte der Achtziger ist die Vision einer LesbenNation in weite Ferne gerückt. Die erste Welle lesbisch-feministischen Selbstbewußtseins führte nicht zu einer einheitlichen Gemeinschaft, sie ebnete vielmehr den Weg für eine weit komplexere Vorstellung dessen, was lesbische Identität und Kultur ist. Mit Vehemenz wird nach der »eigenen« Identität gesucht, die das Eigene vom Fremden scheidet und darüber Fragen der Zughörigkeit regelt. Ungeklärt bleibt meist, was mit Identität gemeint ist: Muß sie erst entwickelt werden? Gibt es sie noch nicht? Muß sie erst gefunden werden? Ist sie irgendwo schon vorhanden? Warum ist sie für politisches Handeln relevant? Übrig bleibt dagegen oft nur deren Auspolsterung, die Überwachung der Identitätsgrenze. Daher bergen identitätspolitische Strategien oft die Gefahr, daß »lesbisch« aufhört, eine Frage zu sein, und Identität als normatives Ideal fungiert. Identitätspolitik kann insofern dazu dienen, diejenigen auszuschließen, die die Identitätsanforderungen und -bedingungen nicht erfüllen. So wird sie Teil des Problems, das sie angetreten war zu lösen.
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