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Freiheit ist keine Metapher – Emanzipation kontrovers

Buchpräsentation und Diskussion am 24. Oktober 2018


Die Literaturwissenschaftlerin Silvia Bovenschen hat einmal bemerkt, dass vermutlich jede Bewegung irgendwann ihre eigene Karikatur hervorbringt. Der Genderfeminismus, der Antirassismus und der Queerfeminismus sind in der Diagnose dieses Debattenbandes ebendies: Karikaturen geschlechter-, migrations- und sexualpolitischer Emanzipationsregungen. Der Sammelband nimmt diesen pessimistischen Befund zum Ausgangspunkt, um über den Verrat an der Mündigkeit nachzudenken, der sich in den letzten zehn Jahren besonders in den vorgenannten Bereichen kenntlich gemacht hat. Am Beispiel von Antisemitismus, Migration, Rassismus und Religionskritik zeigen rund dreißig Beiträge, wie fatal die Konsequenzen einer Haltung sind, die nur noch in Kollektiven zu denken vermag, die dann entweder als Gruppenidentität eingefordert oder aber ressentimentbeladen bekämpft wird; der als politische Organisationsformen nur noch »Koalitionen« und »Verbündete« einfallen und die zudem längst vergessen hat, dass Kritik ein Mittel dazu ist, um schlechte Verhältnisse nicht hinzunehmen.

Der Herausgeber Vojin Saša Vukadinović präsentiert zusammen mit den Autorinnen Yasemin Makineci und Ljiljana Radonic und dem Autor Sama Maani den neuen Debattenband des Querverlags, der seine Reihe selbst (in Umkehrung eines hysterischen Zurufs) liebevoll die »Kreischreihe« nennt.

Vojin Saša Vukadinović (Hg.): Freiheit ist keine Metapher Über das Buch
Genderfeminismus, Antirassismus und Queerfeminismus sehen sich zunehmend dem Vorhalt ausgesetzt, nur noch als Karikaturen einer Emanzipationsbewegungen aufzutreten. Dieser Sammelband nimmt diesen pessimistischen Befund zum Ausgangspunkt, um über den Verrat an der Mündigkeit nachzudenken, der in jüngster Zeit gerade in lesbisch-schwulen Debatten zu beobachten ist. Am Beispiel von Antisemitismus, Migration, Rassismus und Religionskritik zeigen rund dreißig Beiträge, wie fatal die Konsequenzen einer Haltung sind, die nur noch in Kollektiven zu denken vermag. Eine Haltung, die dann als Bekenntnis eingefordert oder aber ressentimentbeladen bekämpft wird – anstatt für eine Verbesserung schlechter Verhältnisse zu kämpfen.
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Vojin Saša Vukadinović © Marcus Witte Über den Herausgeber
Vojin Saša Vukadinović studierte Geschichte, Germanistik und Geschlechterforschung in Freiburg und Basel. Er promovierte mit einer mehrbändigen Arbeit zur Geschlechtergeschichte des deutschen Linksterrorismus am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen erscheinen seine Artikel u.a. in Ästhetik und Kommunikation, EMMA, Jungle World, NZZ, Siegessäule und Texte zur Kunst. Er arbeitet gegenwärtig an einer Studie zur Geschichte des kapitalistischen Bewusstseins im 20. Jahrhundert.

Über die Beitragenden auf dem Podium
Sama Maani ist Schriftsteller und Psychoanalytiker in Wien. 2015 erschien »Respektverweigerung: Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten. Und die eigene auch nicht« (Essayband), 2016 »Der Heiligenscheinorgasmus und andere Erzählungen«, 2018 »Teheran Wunderland« (Roman).

Yasemin Makineci, geboren 1990 in Berlin, lebend in Wien, arbeitet im Sozialbereich. Beschäftigt sich mit Staatskritik, Psychoanalyse und Kritischer Theorie der Medizin. Vorträge und Publikationen zu Antisemitismus und Islamkritik, islamisches Geschlechterverhältnis sowie Psychoanalyse des Suicide Bombing.

Ljiljana Radonic lehrt über Kritische Theorie, Antisemitismus und (ostmittel-)europäische Erinnerungskonflikte am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und verfasst ihre Habilitation über den Zweiten Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Sie ist Redakteurin und Autorin der sans phrase – Zeitschrift für Ideologiekritik. 2018 erschien Die friedfertige Antisemitin reloaded. Weibliche Opfermythen und geschlechtsspezifische antisemitische »Schiefheilung« im Clio-Verlag, eine Aktualisierung ihrer 2004 bei Peter Lang veröffentlichen Studie Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus.

Vojin Saša Vukadinović präsentiert zusammen mit Sama Maani, Yasemin Makineci und Ljiljana Radonic »Freiheit ist keine Metapher«
Mittwoch, 24. Oktober 2018, 19.30 Uhr
ORT: Buchhandlung Löwenherz, Berggasse 8, 1090 Wien
Eintritt frei

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