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Olivier Ducastel, Jacques Martineau (R): Meeresfrüchte

Olivier Ducastel, Jacques Martineau (R): Meeresfrüchte

F 2004, frz. OF, dt. SF, dt.UT, 95 min,  12.99
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Inhalt
Die beiden Regisseure von »Felix« und »Mein wahres Leben in der Provinz«, Olivier Ducastel und Jacques Martineau, haben mit »Meeres­- früchte« (Crustacés & Coquillages) eine überaus erfrischende, schwule Komödie über eine etwas überraschende Sommerfrische an der französischen Mittelmeerküste geschaffen: eine auf den ersten Blick durchschnittliche Familie verbringt ihre Sommerferien in einem Häuschen an der Côte Azure. Doch Tochter Laura seilt sich gleich am ersten Tag mit ihrem Liebhaber auf dem Motorrad zwecks Sexurlaub nach Portugal ab. Mutter Béatrix und Vater Marc bleiben mit ihrem Sohn Charly zurück, der - da mitten in der Pubertät - gerade Probleme macht. Trotz Ermutigung der Mutter will der störrische Bursche mit den langen Haaren nicht über das reden, was ihn gerade bewegt. Insgeheim vermutet Béatrix, dass ihr Sohn schwul sein könnte, doch - aus welchen Gründen auch immer - sich mit seinem Coming-out schwertut. Sie hofft, dass er von sich aus zu ihr kommen wird. Dann würde sie die verständnisvolle, gute, progressive Mutter spielen, der es gar nichts ausmacht, einen schwulen Sohn zu haben. Aber Charly tut ihr den Gefallen einfach nicht. Überhaupt verzieht sich Charly lieber in die Dusche, um dort wer-weiß-was anzufangen. Er verbraucht das ganze warme Wasser und versetzt dem nur noch an der Fassade intakten Familienfrieden nun auch noch den letzten Schlag. Da bekommt Charly Besuch von seinem Freund Martin, der nicht nur offensichtlich schwul ist, sondern auch noch über beide Ohren in Charly verknallt zu sein scheint. Beide verbringen viel Zeit auf Charlys Zimmer. Als es zum Krach zwischen den beiden Burschen kommt, scheinen sich Béatrix‘ Vermutungen zu bestätigen. Nun drängt sie ihren Jungen, doch endlich mit einem Geständnis herauszurücken, will ihm auf die Sprünge helfen. Als sie mehr oder weniger beiläufig ihrem Mann von ihrer »Entdeckung« berichtet und es die Homosexualität des Sohnes wie ein Faktum hinstellt, reagiert dieser jedoch zunächst mürrisch auf diese Nachricht, kann offensichtlich nicht richtig damit umgehen. Sie ahnt nicht, dass sie sich auf sehr dünnem Eis bewegt. Als ob es nicht schon genug Zündstoff gäbe, taucht nun auch noch Mathieu auf - Beatrix‘ heimlicher Liebhaber, der am liebsten ständig Sex mit ihr haben möchte, was aber nicht möglich ist, weil ja auch noch Marc da ist. Charly outet sich als Hetero. Und Marc läuft dem schwulen, muskelbepackten Klempner Didier in die Arme, mit dem er vor Jahren als junger Mann eine heiße, ernste Affäre gehabt hat - etwas, das er lange zu vergessen bestrebt war. Nun spitzt sich die Situation aus Missverständnissen und Heimlichkeiten rasant zu. Ein Filmhöhepunkt voller Überraschungen. Einmal mehr sieht man hier, dass Meeresfrüchte die Libido anregen. Neben der Dusche spielen Frutti di mare also eine Hauptrolle in dieser erfrischenden Sommerkomödie des vergangenen Jahres. Der Film ist sehr französisch und trotz wirklich amüsanter Dialog von den Bildern her immer wieder sommerlich romantisch. Ein Feel-Good-Movie, das dennoch auch Tiefgang aufzuweisen hat. (Jürgen empfiehlt, Sommer Katalog 2006)
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