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Kristof Magnusson: Zuhause

Kristof Magnusson: Zuhause

D 2005, 315 S., geb.,  8.17
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Goldmann
Inhalt
Eigentlich wollte Lárus Weihnachten in seiner isländischen Heimat gemeinsam mit seinem Lover, seiner besten Freundin Matilda und deren Freund verbringen. Doch weil sich Matilda gerade von ihrem Freund getrennt hat (»Er hat einfach zu gut zu mir gepasst, das war unerträglich.«) und Lárus von seinem Lover verlassen wurde, hängen die beiden im matschig-kalten Reykjavik fest. Da trifft Lárus Dagur wieder, einen ehemaligen Schulfreund – oder eher Schulfeind, denn Dagur wollte nie etwas mit Lárus zu tun haben. Doch jetzt interessiert er sich heftig für Lárus, ist über beide Ohren verliebt, und nachdem die beiden einige Nächte verbracht haben, hofft Dagur auf eine intensive Beziehung. Doch unmittelbar nach seiner Liebeserklärung an Lárus, die ebensogut auch eine Erpressung hätte sein können, rast Dagur mit seinem Auto gegen eine Wand und stirbt. Erst jetzt merkt Lárus, dass Dagur ihm mehr bedeutet hat, als ein paar schöne Nächte, und er beginnt, den Umständen von Dagurs Tod nachzugehen. Dagur war offenbar besessen von der Idee, dass seine Familie ein Geheimnis hat. Der immens reiche und mächtige isländischer Clan verfolgt seine Abstammung auf Egil Skallagrimsons Landnahme vor Jahrhunderten zurück und Dagur schien zu glauben, dass der Stolz seiner verhassten Verwandtschaft zugleich deren tödliche Schwäche sei. Immer tiefer verstrickt sich Lárus in Dagurs Obsession und gerät in den Strudel der intriganten Familienmachenschaften, und was als verunglückte Vorweihnachtszeit begann, entwickelt sich zu einer ebenso packenden wie skurrilen Geschichte. Scheinen Lárus‘ Missgeschicke am Beginn von »Heimat« eher lustige Nebensächlichkeiten zu sein (so erfährt er z.B. an der Kasse der Videothek, dass er eigentlich tot ist), nehmen seine Unfälle immer bizarrere Züge an, je wichtiger sie für Lárus‘ Geschichte werden. Bei Dagurs Begräbnis fällt er ins offene Grab, Matildas neuer Lover, der ihn noch wenige Tage zuvor verprügelte, schneidet ihm bei einem Besäufnis einen Finger ab. Schließlich sucht Lárus die offene Konfrontation mit Dagurs Familie, insbesondere mit Dagurs böser und abgebrühter Schwester. Doch was er als vermeintlich großes Familiengeheimnis enthüllt, entpuppt sich als die Wahrheit seiner eigenen Herkunft. »Heimat« beginnt als witziger, höchst geistreicher Poproman. Bösartige Oneliner machen das Buch zu einer amüsanten, ja lustigen Lektüre. Doch entwickelt sich der Roman immer mehr zu einer skurrilen, modernen Version einer isländischen Saga, mit all ihren Ungereimtheiten und schrecklichen Exzessen. (Veit empfiehlt, Winter Katalog 2005)
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