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Augusten Burroughs: Krass!

Augusten Burroughs: Krass!

D 2004, 365 S., geb.,  9.20
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Rowohlt
Inhalt
Augusten wächst in einer typischen Kleinfamilie auf: Seine Eltern sind frustriert und streiten die meiste Zeit. Als sich die Eltern trennen, bleibt Augusten zwar zunächst bei seiner Mutter. Doch dieser ist er zunehmend im Weg, sie will sich vor allem mit sich selbst und ihrer Berufung zur Dichterin beschäftigen. Darum gibt sie den 13jährigen Augusten in die Familie ihres Psychiaters, Dr. Finch. In dessen völlig herunter gekommenen Haus sind die Kinder und Jugendlichen weit gehend sich selbst überlassen. Dr. Finchs Frau, Agnes, lässt so ziemlich alles geschehen. Zwischen Hundekuchen als Snacks, Kinderspielen mit dem Defibrilator und dem regelmäßigen Bibelstechen (man steche mit einem Messer zwischen die Seiten einer Bibel, schlage sie dort auf und nehme den erstbesten Satz dort zur Erklärung der gegenwärtigen Probleme) fragt sich Augusten, wie er endlich Bekanntschaft mit anderen Schwulen machen könnte. Dass er selber schwul ist, dessen ist sich Augusten sicher, in seinem Bewusstsein war er das schon immer. Da lernt er Neil Bookman, den 33jährigen Adoptivsohn von Dr. Finch, kennen. Der ist pädophil, steht voll auf den kleinen Augusten und zeigt ihm gleich, was schwuler Sex ist. Es beginnt neben all dem alltäglichen Wahnsinn in seiner Pflegefamilie eine Beziehung, die von Abstoßung, ja Ekel und Abhängigkeit, fast zärtlicher Liebe zu Neil Bookman geprägt ist. Nebenbei hat Augusten die Höhen und vor allem die immer häufiger werdenden Tiefen seiner Mutter zu ertragen. Einmal ist sie unsterblich in eine bigotte Pfarrersfrau verliebt, dann plagen sie Selbstmordgedanken. Als dann Bookman eines Tages verschwindet, bricht für Augusten eine Welt zusammen. Augusten Burroughs rechnet in seinem ersten autobiografischen Roman mit allem ab, was die Zeit seines Heranwachsens eher zu einem Überlebenstraining denn zu einer Kindheit machte. Dabei liegt der Reiz dieser Abrechnung gerade darin, dass Burroughs nicht anklagt, sondern spannend und temporeich ein unglaubliches Erlebnis an das nächste reiht. So entsteht ein tatsächlich krasser Coming-of-age-Roman, mit unglaublich komischen aber auch anrührend schönen Passagen. Doch das Entsetzen über das Gelesene kommt unweigerlich, immer wenn man das Buch zur Seite legt. Also available in the American paperback version »Running With Scissors« for 13,89. Also highly recommendable: »Dry«, the autobiographical sequel to »Running With Scissors« and »Sellevision«, Augusten Burroughs‘ hilarious insight into American shopping TV. (Veit empfiehlt, Herbst Katalog 2004)
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