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Roger Peyrefitte: Heimliche Freundschaften

Roger Peyrefitte: Heimliche Freundschaften

Dt. v. G. Vulpius. D 2004, 319 S., Pb,  14.95
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Inhalt
George wechselt von einem staatlichen Gymnasium an ein katholisches Internat und verliebt sich dort in seinen Klassenkameraden Lucien. Doch Lucien ist in den festen Händen des etwas älteren André. Alle Annäherungsversuche Georges scheitern. Gleichwohl gelingt es George, Luciens Freundschaft und Vertrauen zu gewinnen, das er jedoch missbraucht, als er sich unbemerkt eines Liebesbriefes Andrés bemächtigt und diesen der Schulleitung zuspielt. André gelingt es, Lucien zu decken, muss aber das Internat verlassen; die Beziehung Luciens zu André geht jedoch nur gefestigt aus dieser Krise hervor. Als George eines Tages den etwas jüngeren und bildschönen Alexandre entdeckt, ist er voll für diesen entflammt. Fortan ist Lucien sein bester Freund, doch seine ganze Liebe und Hingabe gilt Alexandre. Zärtliche Briefe werden gewechselt, heimlich treffen sich die beiden. Doch auch diese Beziehung fliegt auf. Weil jedoch auch ein pädophiler Lehrer durch Georges Denunziation das Internat belastet, bemüht sich die Schulleitung, alles zu vertuschen, und die beiden Freunde sollen durch katholischen Druck, Erpressung und Intrigen getrennt werden. Während George sich anzupassen versucht, trotzt Alexandre offen allen Anfechtungen. Roger Peyrefitte hat diesen Roman über die leidenschaftliche Liebe unter Schulkameraden 1944 geschrieben. Die Geschichte ist nicht nur spannend zu lesen, sie ist vor allem dadurch reizvoll, dass Peyrefitte die Entwicklung Georges und seiner beiden Liebesaffären mit den kirchlichen Liturgien und frömmelnden Texten verschränkt, denen die Jungs im Internat im Übermaß ausgesetzt sind. Dadurch erreicht er nicht nur ein einzigartiges Stimmungsbild, sondern er zeigt so zugleich auch die ganze Verlogenheit katholischer Erziehung auf. Der Roman ist über den Fortgang eines Kirchenjahres angelegt und endet mit dem Vorabend von Georges Geburtstag am 14. Juli – für George ein teuer erkämpfter Sieg der aufklärerischen Revolution über das dumpfe religiöse Gemüt. (Veit empfiehlt, Frühlings Katalog 2004)
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