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Yael Inokai: Ein simpler Eingriff

Yael Inokai: Ein simpler Eingriff

D 2022, 192 S., geb.,  22.70
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Hanser
Inhalt
Meret arbeitet in einer Klinik, die Hirnoperationen durchführt und damit psychische Krankheiten behandelt. Nicht nur die Abläufe ihrer Arbeit sind streng geregelt, auch das Privatleben scheint unabänderlichen Normen zu folgen. Keine der Schwestern der Klinik, die alle in einem Wohnheim in 2er-Zimmern leben, kommt auf die Idee, an diesen Zwängen etwas ändern zu wollen, das ganze Land ist in ewigen Routinen gefangen. Frauen sind es, die Meret immer wieder aus diesen vorgegebenen Gleisen werfen. Das war zuhause schon so, als ihre kleine aufmüpfige Schwester Bibi sie an sich selbst und ihre eigenen Wünsche denken ließ. Als die Tochter einer der reichsten Familien der Stadt ins Krankenhaus kommt, um mit der neuartigen Therapie ihre Wutausbrüche wegoperieren zu lassen, ist Meret sofort von der großen Frau fasziniert. Doch dann zieht Sarah in ihr Schwesternzimmer und die zunächst zarte, dann leidenschaftliche Beziehung zu ihr wirft Meret völlig aus der Bahn. Der Titel »Ein simpler Eingriff« bezieht sich vordergründig auf die medizinische Operation, doch Yael Inokai erzählt vor allem, wie der simple Eingriff, zu einem Menschen Intimität aufzubauen, alles verändert, aus alltäglichem Trott ausbrechen und Freiheit gewinnen lässt. Dabei baut sie durch ihre fast schon unterkühlte Sprache und Erzählführung einen faszinierenden Rahmen auf, man meint in einer zukünftigen dystopischen Welt zu sein – bis klar wird, dass Meret schlicht im Hier und Jetzt gefangen ist, so wie womöglich wir alle.
Veit empfiehlt (Winter 2022/23)
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