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Nora Eckert: Wie alle, nur anders

Nora Eckert: Wie alle, nur anders

Ein transsexuelles Leben in Berlin. D 2021, 208 S. mit Abb., geb.,  22.62
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Beck Verlag
Inhalt
Ein 19-jähriger zieht 1973 nach West-Berlin, um der Bundeswehr zu entgehen. Sofort verfällt er dem rauen Charme der heruntergekommenen Halbstadt. Vor allem aber begreift der vermeintlich schwule Mann, dass er transsexuell ist. Um die sein zu können, die sie ist, heuert er im Chez Romy Haag an, dem damals bekanntesten Travestieclub Europas. Nicht nur David Bowie geht dort ein und aus. Und alle, die diesen Club betreten, müssen nun an Nora Eckert vorbei, der Garderobiere in dem kleinen Etablissement in Berlin Schöneberg. Mit großer Selbstverständlichkeit, Witz und Lakonie erzählt Nora Eckert von ihrem Geschlechterwechsel: von schmerzhaften Enthaarungsprozeduren, dem anfänglichen Spießrutenlauf beim Schuh- und Kleiderkauf, der Selbstbehandlung mit Hormonen und dem Glücksgefühl, »eine dritte Möglichkeit« zu leben. Sie berichtet von dem demütigenden Begutachtungsprozess, dem sie sich unterziehen musste, um auch »offiziell« eine Frau zu sein. Vom Berliner Arbeitsamt zur Stenokontoristin umgeschult, kehrt Nora Eckert 1982 in die bürgerliche Welt zurück. Mitte der 1980er Jahre fängt sie an selbst zu schreiben und wird im Nebenberuf eine vielbeschäftigte Opernkritikerin.
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