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Veit Dinkelaker / Martin Peilstöcker (Hg.): Gott w/m/d

Veit Dinkelaker / Martin Peilstöcker (Hg.): Gott w/m/d

Geschlechtervielfalt seit biblischer Zeit. D 2021, 192 S. illustriert, Broschur,  23.70
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Nünnerich-Asmus
Inhalt
In der Schöpfungserzählung erschafft Gott den Menschen »nach seinem Bilde, ... männlich und weiblich« (Gen 1,27) - ein androgyner Urmensch? Antike und spätere Autoren in Judentum und Christentum diskutieren diese Stelle und malen sie aus. In christlicher Literatur der Mystik gibt es Darstellungen, auf denen Mischwesen weibliche und männliche Merkmale tragen. Zu Beginn der Neuzeit entscheidet sich Martin Luther gegen diese Lesart und übersetzt die Bibelstelle anders. Auf deutsch heißt es jetzt: »Gott schuf den Menschen ... als Mann und Frau« (Gen 1,27 Lutherübersetzung 2017). Der Originaldruck des Genesiskommentars von Martin Luther ist eine Spur, die erklärt, warum der antike Gedanke des »androgynen Urmenschen« in Vergessenheit geraten ist. Ein männliches Gottesbild setzt sich durch, das den Schwerpunkt auf Gott-Vater setzt. Die Moderne legte Menschen lange biologisch auf ein Geschlecht fest: Mann oder Frau. Katalog und Ausstellung dokumentieren den Diskurs um den Wandel bis zur heutigen Rechtsprechung, die Geschlechtervielfalt, die auch Transidentität und Intersexualität umfasst, anerkennt. In das Verständnis der Diversität werden auch transidente Menschen einbezogen. Transidente Menschen erzählen virtuell aus ihrer Biographie und von ihrer Weise, die Bibel zu lesen.
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