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Alan Hollinghurst: Die Sparsholt-Affäre

Alan Hollinghurst: Die Sparsholt-Affäre

Dt. v. Thomas Stegers. D 2019, 500 S., geb.,  24.67
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Blessing
Inhalt
Schwule Geschichte war lange Zeit nicht nur etwas, das im Verborgenen geschehen musste, sie wurde – und wird – auch immer wieder von der Mehrheitsgesellschaft vertuscht und vor allem umgedeutet. Wie dies geschieht, ist das wiederkehrende Motiv der Romane von Alan Hollinghurst. In »Des Fremden Kind« hatte er die wechselvolle Karriere eines schwulen Liebesgedichtes gezeigt, in dem ganz England nur ein patriotisches Blut-und-Boden-Epos sehen wollte. »Die Affäre Sparsholt« führt nun vor, wie auch in der bildenden Kunst das Offensichtliche nicht gesehen werden soll über mehr als ein halbes Jahrhundert zugleich die Folie einer Erzählung über die Veränderung unseres schwulen Lebens: Johnny Sparsholt wurde Anfang der 50er Jahre geboren; er hat das Glück, schon als junger Mann im schwulen Künstlerhaushalt von Evert Dax einen Zugang zu einem offenen Umgang mit der eigenen Homosexualität zu finden. Dies ganz im Gegensatz zu seinem Vater David, der am College der jugendliche Liebhaber Everts war und zeitlebens seine schwulen Begierden nicht aufrecht akzeptieren konnte. Dass Johnny schließlich sogar Vater in einer Regenbogenfamilie wird, entfremdet Vater und Sohn endgültig und es ist eine der besonderen Leistungen Alan Hollinghursts, diese besondere Form des Generationenkonflikts unter Schwulen so anschaulich zu machen: Für viele Schwule der Repressionszeit ist Emanzipation kein Fortschritt. Ein intimer Blick auf die Umbrüche schwulen Lebens der letzten 50 Jahre.
(Veit empfiehlt - Sommer 2019)
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