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Sebastian Barry: Tage ohne Ende

Sebastian Barry: Tage ohne Ende

Dt. v. Hans-Christian Oeser. D 2018, 226 S., geb.,  22.70
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Steidl
Inhalt
Mitte des 19. Jahrhunderts ist der irische Einwandererjunge Thomas McNulty auf sich selbst gestellt, als er den gleichaltrigen John Cole kennenlernt. Im Saloon einer Bergarbeitersiedlung werden sie angeheuert, in Frauenkleidern für Unterhaltung zu sorgen. Nach ihrer Pubertät ist diese Maskerade freilich nicht mehr glaubhaft; sie werden entlassen und gehen – mittlerweile ein festes Paar – zur Armee. Sie erleben mehrere Feldzüge, bis sie sich mit einem kleinen Mädchen, das sie an Kindesstatt aufgenommen haben, auf einer Farm im Süden niederlassen. Doch Thomas muss sich wegen eines Vergehens aus der Militärzeit stellen, sodass das schwule Paar vorerst nicht zur Ruhe kommt. - »Tage ohne Ende« ist einer der intensivsten und ergreifendsten Leseerlebnisse, und das liegt vor allem daran, dass Romantik vordergründig keinen Raum darin hat: Für Thomas und seinen Lover John geht es meist ums nackte Überleben. »Liebe« oder ihre Beteuerung haben weder sprachlich noch gedanklich im Horizont der beiden Jungs einen hohen Stellenwert. Für sie sind Sex, Beistand, Verantwortung und Notwendigkeit die Raster ihrer Paarbeziehung. Umso intensiver die Funken, die immer wieder die Innigkeit beleuchten, in der sich die beiden zugetan sind. Das Ganze lässt Autor Sebastian Barry seinen Thomas McNulty als Bericht in einer ungeschliffenen Sprache verfassen – und gerade diese Schlichtheit gibt dem Roman eine Dichte und Unmittelbarkeit, die einen beim Lesen mit kribbelnder Gändsehaut immer wieder den Atem anhalten lässt.
(Veit empfiehlt – Winter 2018/19)
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