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Birgit Utz: Smalltown Blues

Birgit Utz: Smalltown Blues

D 2012, 267 S., Broschur,  10.28
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Krug und Schadenberg
Inhalt
Wer von uns in der Kleinstadt Geborenen kennt ihn nicht, den Smalltown Blues? Dieser spießige Mief, dieses Jeder-kennt-Jeden, diese gähnende Langeweile und diese Sehnsucht nach der pulsierenden Großstadt. Und wer es nicht kennt und in einer Metropole groß geworden ist, erfährt eindringlich und dennoch subtil über die einengende Kontrolle und gleichzeitige Geborgenheit der Kleinstadtidylle. Die LeserIn wird nicht nur in die Provinz versetzt, sondern auch in eine fast schon wieder vergessene Zeit: die achtziger Jahre, in denen noch keine Handys existierten und Internet und Facebook noch keine Rolle im Leben junger Menschen spielten. Der Roman wird erzählt aus drei Perspektiven: Vera, berufstätige Mutter zweier Töchter, die gerade von ihrem Mann für eine jüngere Frau verlassen wird. Das bedeutet aber nicht, dass Vera depressiv ihrem Mann hinterher trauert. Sie macht sich eher Sorgen um ihre Töchter, da sie nicht genug Zeit für sie hat. Bettina, die ältere, die eine Ausbildung beim Friseur macht, hat sich ganz gut mit dem Kleinstadtleben arrangiert. Sie hält als einzige Kontakt zum Vater und kümmert sich auch um ihre kleinere Schwester Melanie. Melanie, die eigentliche Hauptperson der Geschichte, hasst Gummadingen und alles, was mit dem Dasein in diesem Kaff verbunden ist. Die meisten ihrer Mitschülerinnen findet sie blöd, weil sie sowieso nur noch Jungs im Kopf haben. Sie sitzt am liebsten in ihrem Baumhaus und raucht und kifft lieber mit Max, der auch vom Leben gelangweilt ist. Und sie malt und schreibt und verkriecht sich mit lauter Musik in ihrem Zimmer. Damit wäre sie schon genug Außenseiterin, aber ausgerechnet die Tochter von Bettinas Chef geht ihr nicht mehr aus dem Sinn. Sie ist irgendwie anders, schaut aus wie Annie Lennox und Melanies Sehnsucht nach einem anderen Leben wird immer größer. Bis sie eines Tages im Zug nach Hamburg sitzt....
Nach 265 Seiten fand ich schade, dass die Geschichte zu Ende war, zumal das Leben für Melanie erst richtig beginnt. Aber meine Freude ist groß, eine Autorin kennengelernt zu haben, deren Sprache so präzise und brillant ist, dass keine Zeile zu viel erscheint und der Roman zum kurzweiligen Lesevergnügen wurde. Weiter so Birgit Utz!

(Ilona Bubeck empfiehlt - Winter 2012)
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