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Hubert Fichte: Homosexualität und Literatur 1

Hubert Fichte: Homosexualität und Literatur 1

D 1987,502 S., geb.,  24.67
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S. Fischer - Die Geschichte der Empfindlichkeit
Inhalt
Von Hubert Fichte selbst stammt der Titel dieses Bandes, der dennoch auf die falsche Fährte locken könnte. Zwar spielt die Homosexualität bei Lohenstein und de Sade eine große Rolle, aber Fichtes Anliegen ist ein zusätzliches, ein umfassenderes: »Müßte nicht ein Avantgardist danach beurteilt werden, wie er sich mit den Grundbedingungen seiner Gesellschaft sprachlich neu auseinandersetzt?« fragt er im Rimbaud-Aufsatz. Dabei kritisiert er die Wandlung des literarischen Revolutionärs zum geschäftstüchtigen Kaufmann der Restauration. Fichtes Texte betreffen Wahlverwandtschaften und Wahlfeindschaften. So rettet er die Literatur Lohensteins vor dem alten Verdikt des »Schwulstes« und entdeckt in den Stücken des Barocktheaters die Utopie einer »Republik ohne rassische Diskriminierung, bei Gleichberechtigung der Frau und ohne sexuelle Einschränkungen«. Andererseits kritisiert er heftig Lévi-Strauss und dessen eurozentrische »Traurige Tropen«. Fichtes seltene Stärke liegt in der Genauigkeit seiner Lektüre und in der Fähigkeit, Korrespondenzen quer durch Zeiten und Räume aufzuspüren. So begegnet man in Lohensteins Texten afroamerikanischen Riten, so wird Herodot zum Urvater moderner NonFiction-Prosa. In den Analysen fand Fichte einen Ort, eigene poetische Prämissen theoretisch auszuformulieren. Mit Kapiteln über Herodot, Henry James, Claude Lévi-Strauss, Lohenstein, Pier Paolo Pasolini, Arthur Rimbaud, Marquis de Sade Pater A. de Sandoval, Jakob Spieth.
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