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Corinna Waffender: Ausgerechnet sie

Corinna Waffender: Ausgerechnet sie

D 2015, 192 S., Broschur, € 14.90
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Inhalt
Wie in fast allen Romanen Corinna Waffenders führt uns ein Teil der Geschichte nach Spanien. Ein Land, das die Autorin wohl nie ganz loslassen wird. Ebenso wie das große Thema der Weltliteratur: die Liebe. Wie weit darf Liebe gehen? Bis zum unerträglichen Schmerz? Bis zum Tod?
Wie geht man als dreißigjährige Tochter damit um, wenn man erfährt, dass der Mann, den man für seinen Vater gehalten hat und der kurz nach der Geburt gestorben ist, gar nicht der Vater ist, sondern angeblich der Mann, den man als Fernsehschauspieler kennt und der nun nach einem Suizidversuch in einem Berliner Krankenhaus liegt? Wie können Mutter und Tochter nach so einer Lüge überhaupt miteinander kommunizieren und sich begegnen? Gibt es einen größeren Vertrauensbruch?
Maite flüchtet vor ihrer Mutter von Barcelona nach Berlin und Hamburg, um ihre neue Familie kennenzulernen, von der sie soeben überhaupt erfahren hat. Das verändert nicht nur ihr komplettes Leben, sondern auch sie selbst. Hat sie bisher Sex mit Männern und Liebe sorgsam getrennt, erlebt sie eine neue Art von Begegnung und Begehren – zu einer Frau, Leo, die ausschaut wie ein Junge und die ihre Halbschwester sein soll. Die Suche nach ihren Wurzeln führt Maite in das Leben ihr bisher fremder Menschen, die plötzlich nahe werden, und zu einem großen Geheimnis ihrer Mutter, Elisa, die damals – schwanger – aus Deutschland vor ihrer großen Liebe geflohen ist und nach so vielen Jahren von der Vergangenheit eingeholt wird. Elisa arbeitet zwar als Therapeutin, ist dennoch ihren Gefühlen schutzlos ausgeliefert. Und am allerwenigsten kann sie ihre Tochter vor der Wahrheit bewahren. Als Maite ausgerechnet in Mannheim, dem Geburtsort ihres Vaters, den Schlüssel zur Auflösung des Geheimnisses findet, bleibt ihr nur Flucht vor der neugewonnenen Familie und Rückzug in ihr Innerstes.
Corinna Waffender spart wie immer mit unnötigen Beschreibungen und vermeidet vor allem Klischees, die sonst so leicht bei großen Gefühlen bemüht werden. Ihre präzise Sprache schafft dagegen nicht nur Lesevergnügen und Spannung, sondern vermag die Gratwanderung verbotenen Begehrens, unmöglicher Liebe und zerstörerischer Sehnsucht poetisch und eindringlich erleben zu lassen. Die Grenzen des Begehrens bleiben eine Quelle der Poesie und unerschöpflichen Leidens, das zumindest literarisch genussvoll sein kann, wie Frau Waffender bestens beweist.
(Ilona Bubeck empfiehlt - Herbst 2015)
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E-Book (epub), € 9.99
Taschenbuch, € 14.90

Cristina Perincioli: Berlin wird feministisch

Cristina Perincioli: Berlin wird feministisch

Das Beste, was von der 68er Bewegung blieb. D 2015, 224 S., Broschur, € 18.00
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Inhalt
Nicht nur Berlin - jede europäische Metropole wurde 1968 feministisch! Aber, in jedem Beitrag oder Zeitungsartikel, der sich auf die 68er Bewegung und ihre Folgen bezieht, lese ich immer nur die Geschichte linker Männer. Wenn die Anfänge linker autonomer Bewegungen zitiert und erwähnt werden, oder wenn ein ehemals 68er Aktivist interviewt wird, sind es Männer. Und die Frauen seien angeblich nur die nette Garnierung, die Tippsen oder die Bettgefährtinnen gewesen. Aber es gab sie, die Vorkämpferinnen, die Frauen, die den Feminismus erstmal neu erfinden mussten, die das Politische mit dem Privaten verbanden und dabei ihr Lesbisch-Sein entdeckten und lebten, und die den Grundstein legten für alles das, was wir heute selbstverständlich in Anspruch nehmen. Und sie melden sich endlich zu Wort! Cristina Perincioli ist eine davon, und die erste, die autobiografisch anhand von Dokumenten, Interviews und Erinnerungen die Entstehung der zweiten Frauenbewegung lebendig schildert. Perincioli ist 1945 in Bern geboren und kam 1968 nach Berlin, um an der Deutschen Film- und Fernsehakademie zu studieren. Sie nennt das Kampfplatz Filmakademie, was sich spannend liest, denn als Filmemacherin schuf sie einige zentrale Werke für das Entstehen des feministischen Films. Hier sei nur daran erinnert, dass ein Filmtitel von ihr „Die Macht der Männer ist die Geduld der Frauen“ zu einem Slogan der Frauenbewegung wurde. Im ersten Teil des Buches beschreibt sie authentisch ihre Erfahrungen und Aktivitäten innerhalb der Linken, anderer antiautoritärer Bewegungen, den Beginn der Lesbenbewegung und die Entstehung des Frauenzentrums. Damals hat man vieles einfach gemacht, ohne zu befürchten, das könnte nicht legal sein, oder schwerwiegende Folgen haben, ganz gleich ob das Go-ins an den Unis waren oder Abtreibungsfahrten nach Holland. Die Autorin hat viele Aktivistinnen und Mitstreiterinnen aus der Zeit interviewt und lässt ihre Aussagen in den einzelnen Kapiteln in den Text mit einfließen. Nachzulesen ist auch die berühmte Rede von Helke Sander als Vertreterin des Aktionsrats zur Befreiung der Frauen auf der Delegiertenkonferenz des SDS in Frankfurt am Main 1968. Da der Vorsitzende nicht auf die Fragen Helke Sanders einging, kam es zu den legendären Tomatenwürfen, die bis heute als der Beginn der neuen Frauenbewegung gelten.

Ein Hauptaugenmerk legt Perincioli auf die damals sehr bestimmende Auseinandersetzung zwischen sozialistischen Frauen und autonomen Feministinnen, und lässt dabei die wichtigste Vertreterin der marxistischen Frauen, die Soziologin und Philosophin Frigga Haug ausführlich zu Wort kommen. Der Konflikt zwischen angeblich theoriefeindlicher autonomer Frauenbewegung und den sozialistisch organisierten Feministinnen zog sich bis weit in die achtziger Jahre und prägte unter anderem auch meine politischen Konflikte im Frauenzentrum. Von daher war es sehr aufschlussreich über die Anfänge dieser oft zermürbenden Auseinandersetzung zu lesen, die sie im 2. Teil des Buches anschaulich dokumentiert. Die anarchistische und aktionistische Politik der Lesben- und Frauenbewegung der siebziger- und achtziger Jahre hat in dieser Zeit ihren Ursprung: Medienhetze, Polizeirazzien, Berufsverbote, Verhaftungen - auf der einen Seite - undogmatische Gruppen, Frauenkommunen, Zeitungsprojekte wie Agit 883, Frauenselbstverlage, Frauenzeitungen, Frauenfeste und Frauenrockbands, und vieles mehr - auf der anderen Seite - und dies setzte sich viele Jahre fort und wurde immer vielfältiger. Alles das hat auch mein Leben über Jahrzehnte bestimmt und mit Freuden geprägt und lässt mich bis heute nicht wirklich los.
Da die Einschätzungen und Bewertungen dieser politisch bewegten Zeit und die radikal feminis­tischen Aktionen und ihre Auswirkungen von der Autorin sehr autobiografisch und subjektiv geschildert werden, gab es für mich an einigen Punkten große Fragezeichen. Und da mein Einstieg in die undogmatische Linke und Frauenbewegung kurz danach erfolgte, würde ich an manchen Stellen auch andere Aussagen treffen. Doch die Subjektivität schafft genau das Lesevergnügen, sich mit der Zeit zu beschäftigen.
(Ilona Bubeck empfiehlt - Sommer 2015)
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Taschenbuch, € 24.90

Jannis Plastargias: RotZSchwul

Jannis Plastargias: RotZSchwul

Der Beginn einer Bewegung 1971 - 1975. D 2015, 192 S. mit zahlreichen Fotos, E-Book, epub-Format, € 9.99
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Inhalt
Die Rote Zelle Schwul - kurz »RotZSchwul« genannt - war eine Gruppe homosexueller Männer in Frankfurt am Main, die in der ersten Hälfte der 1970er Jahre für die Sichtbarmachung von Homosexualität und die Emanzipation bzw. Gleichberechtigung von Schwulen in Deutschland, insbesondere in Frankfurt am Main, kämpfte. Die Gruppe um den Sexualwissenschaftler Martin Dannecker gründete sich nach dem Praunheim-Film »Nicht der Homosexuelle ist pervers ...« und traf sich regelmäßig von 1971 bis 1975. Die Aktivisten organisierten u.a. die erste Homo-Demo der Stadt Frankfurt und waren bei der ersten bundesweiten Kundgebung in Münster mit dabei. Der Autor begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, die er in Interviews und anhand zahlreicher Fotografien und Archivmaterial mit der Gegenwart verknüpft - ein subjektiver Bericht über eine revolutionäre Gruppe der westdeutschen Schwulenemanzipationsgeschichte.
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Taschenbuch, € 14.90

Uli Streib-Brzic und Stephanie Gerlach: Und was sagen die KInder dazu? Zehn Jahre später!

Uli Streib-Brzic und Stephanie Gerlach: Und was sagen die KInder dazu? Zehn Jahre später!

Neue Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer, schwuler und Transgender-Eltern. D 2015, 360 S., E-Book, epub-Format, € 9.99
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Inhalt
Ein zweites Mal kommen Töchter und Söhne lesbischer Mütter, schwuler Väter und - neu - von Eltern, die sich als Transgender identifizieren, zu Wort. Zehn Jahre nach den ersten Interviews wurden die 34 Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ein weiteres Mal zu ihrer Sicht auf ihre Familie befragt - Familien, die immer noch als »besonders« oder auch »erklärungsbedürftig« wahrgenommen werden. Was finden die Kinder an ihrer Familie großartig? Was mögen sie an ihren Eltern, was kritisieren sie? Welche Wünsche und Träume haben sie für ihr Leben? Mit welchen Befürchtungen oder Reaktionen setzen sie sich auseinander? Was erleben sie als unterstützend? All das vermitteln die Texte authentisch und anschaulich. Die Kinder erzählen ganz offen auch von Krisen und Trennungen und darüber, wie ihre Eltern für sie da sind. Und sie geben uns einen Einblick in ihre Familien, die »ganz normal« und manchmal so ganz anders sind.
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Taschenbuch, € 19.90

Katharina Müller: Rosie und die Suffragetten

Katharina Müller: Rosie und die Suffragetten

D 2015, 224 S., E-Book, epub-Format, € 9.99
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Inhalt
Als die junge Rosie 1906 Nordengland verlässt, um in London eine Anstellung als Dienstmädchen im Haushalt von Emmeline Pankhurst anzutreten, ahnt sie nicht, welchen Einfluss diese berühmte Frauenrechtlerin auf sie haben wird. Beflügelt durch zahlreiche Begegnungen mit schillernden Persönlichkeiten, die Pankhursts legendären Salon besuchen, beschließt Rosie, sich für das Frauenwahlrecht politisch zu engagieren. Seite an Seite mit anderen Gleichgesinnten plant das umtriebige Hausmädchen politische Aktionen und Anschläge und demonstriert nicht nur vor dem Frauengefängnis Holloway, in dem Emmeline Pankhurst in den Hungerstreik tritt. Trotz aller Aktivitäten bleibt aber doch ein wenig Zeit für die Liebe, und als Rosie den attraktiven Hafenarbeiter George trifft, glaubt sie, den Richtigen gefunden zu haben. Wenn da nur nicht plötzlich die hinreißende, sommersprossige Jane auftauchen würde, die Rosie magisch in den Bann zieht.
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Taschenbuch, € 14.90

Felix Haß: Angst ist stärker als der Tod

Felix Haß: Angst ist stärker als der Tod

Quer Criminal. Bd.18. D 2015, 224 S., E-Book, epub-Format, € 9.99
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Querverlag - Quer Criminal18
Inhalt
Kommissar Steffen Lenz, Mitte 30, nimmt seinen Job nicht zwanghaft genau. Er hat eine Schwäche für körperliche Genüsse und einen Hang zu dem, was manche »Laster« nennen würden. Schade, dass er ausgerechnet in seiner Lieblingsbar auf eine Leiche stößt, und schade, dass er am Abend der Tat selbst dort Gast war, den Toten kannte und dann auch noch jemanden kennengelernt hat, der ihn verwirrt und emotional berührt. Und zwar Kasper, einen jungen Mann aus Polen, der in einem Hostel jobbt, in das dann auch noch eine Spur des Mordfalls führt. Bedrohliche Dinge gehen dort vor, die Kasper in immer größere Angst versetzen. Und Steffen läuft immer stärker Gefahr, Dienstliches und Privates zu vermischen. Es fällt schon seinem Chef auf. Nach einem Unfall im Hostel erscheinen Kaspers Ängste berechtigt. Die Dinge drohen, außer Kontrolle zu geraten und Steffen über den Kopf zu wachsen.
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Taschenbuch, € 12.90

Markus Dullin: Im letzten Licht der Dämmerung

Markus Dullin: Im letzten Licht der Dämmerung

D 2015, 240 S., E-Book, epub-Format, € 9.99
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Inhalt
1984: im selben Jahr, in dem Hollywood mit den Dreharbeiten zum Film »Jenseits von Afrika« beginnt, zieht Alexander Gerlach von Berlin nach Nairobi, um als Lehrer an der Deutschen Schule in Kenia zu unterrichten. Inmitten eines privilegierten Lebens in einer konservativ geprägten Enklave deutscher Auswanderer wird er schon bald mit den dortigen gesellschaftlichen Zwängen konfrontiert. Seine Vergangenheit, vor der er aus Deutschland geflohen war, und seine Liebe zu einem jungen Kenianer behält er aus Angst vor Ausgrenzung für sich. Als ein folgenschweres Missverständnis die Fassade jedoch zum Einsturz bringt, gerät Alexanders Hoffnung auf ein anderes Leben fernab der Heimat aus den Fugen. Vor dem Hintergrund der afrikanischen Landschaft und gegen die romantisierenden Bilder, die der Hollywood-Film geprägt hat, entwirft Markus Dullin ein eigenes Bild von schwuler Liebe, Misstrauen und Schicksal in einem von Gegensätzen gezeichneten Land.
Dieser Querverlag-Titel ist auch erhältlich als:
Taschenbuch, € 16.90

Corinna Waffender: Ausgerechnet sie

Corinna Waffender: Ausgerechnet sie

D 2015, 192 S., E-Book, epub-Format, € 9.99
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Inhalt
Leo und Maite, Elisa und Christian - drei Frauen und ein Mann, deren Schicksale stärker ineinander greifen, als ihnen bewusst gewesen wäre. Was verheimlichen zwei von ihnen, die sich mehr als dreißig Jahre nicht gesehen haben? Warum kommt es zu einem Selbstmordversuch? Und wie weit darf Liebe gehen? Berlin, Sevilla, Hamburg, Mannheim - vier Städte, die allmählich zu einem Punkt verschmelzen. Die Sehnsucht nach dem einen Menschen, der notwendig ist, um sich zu finden, treibt die Protagonisten bis an ihre Grenzen: Lieben und Sterben liegen bedrohlich dicht beieinander. Die Autorin wagt einmal mehr den Blick auf ein gesellschaftliches Tabu. Die Liebe zwischen Frauen ist hier nicht das Besondere, sondern Teil einer einfühlsam beschriebenen Welt, die auch gewagten Gefühlen Raum lässt. Unerschrocken und gewohnt stilsicher erzählt Waffender vom Begehren des Unmöglichen, von der Lust auf Verbotenes und dem Schmerz, wenn alles zusammenbricht.
Dieser Querverlag-Titel ist auch erhältlich als:
Taschenbuch, € 14.90
Taschenbuch, € 14.90


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