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Christa Markom, Heidi Weinhäupl: Die Anderen im Schulbuch

Christa Markom, Heidi Weinhäupl: Die Anderen im Schulbuch

Ö 2007, 257 S., Broschur, € 24.90
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Der Kampf um die Schulformen ist derzeit in Österreich voll entbrannt. Dabei hat eine Untersuchung zu Schulbüchern in Österreich brisante Ergebnisse erbracht: österreichische Schulbücher strotzen nur so vor lauter Klischeevorstellungen, Stereotypen und Vorurteilen. Zwar werden offene Diskriminierungen vermieden, Rassismus an sich abgelehnt und die klassischen Rollenvorstellungen von Mann und Frau zunehmend hinterfragt. Aber dann hört es schon bald auf mit der »political correctness«: gern wird Homosexualität in Bausch und Bogen als exzessive Sexualität hingestellt. So etwas wie Intersexualität oder Transgenderpersonen werden als Marginalie kurzerhand ausgeblendet. Unterschwellig werden traditionelle Rollenmuster transportiert. Den Autorinnen geht es nun nicht darum, bedenkliche Beispiele an den Pranger zu stellen, sondern wollen vielmehr geläufige Wissenschaftsdiskurse für die Schulbildungsebene fruchtbar machen - von SchülerInnen über Eltern und Schulbuchverlage bis hin zu LehrerInnen.
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Michel Foucault: Die Anormalen

Michel Foucault: Die Anormalen

Dt.v. M.Ott & K.Honsel. D 2007, 476 S., Pb, € 16.45
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Suhrkamp
In dieser Vorlesung am Collège de France, die thematisch in engem Zusammenhang mit »Überwachen und Strafen - Die Geburt des Gefängnisses« steht, beschäftigt sich Foucault mit Personengruppen, die gesellschaftlich als anormal stigmatisiert worden sind. Dazu zählen - in der Reihenfolge ihres historischen Auftretens - die Monstren wie z.B. die Hermaphroditen oder siamesische Zwillinge, die Korrektionsbedürftigen wie z.B. Straftäter und schließlich die Onanisten. An diesen Personengruppen untersucht Foucault das Auftauchen von Normalisierungstechniken zusammen mit den neu entstehenden Formen gesellschaftlicher Machtausübung. Die Art und Weise, wie sie sich ausgebildet und installiert haben, ohne sich jemals auf eine einzige Institution zu stützen, und das Spiel, das sie zwischen verschiedenen Institutionen betreiben, haben lt. Foucault unsere Gesellschaft bis heute geprägt.
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Judith Butler: Kritik der ethischen Gewalt

Judith Butler: Kritik der ethischen Gewalt

Dt.v. R. Ansén & M. Adrian. D 2007, 180 S., Pb, € 10.28
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Suhrkamp
Welche Bedeutung hat es für einen selbst ein moralisches Leben zu führen? In der nunmehr erweiterten Ausgabe ihrer moralphilosophischen Vorlesungen aus dem Jahr 2002 präsentiert Judith Butler provokante Thesen für eine grundlegend zu ändernde ethische Praxis - eine, die auf die Notwendigkeit zu mehr kritischer Autonomie reagiert und sich gleichzeitig auf ein neues Gespür für das menschliche Subjekt stützt. In ihrer Auseinandersetzung mit Adorno, Foucault und der Psychoanalyse kann sie zeigen, dass sich immer Möglichkeiten für Verantwortung und persönliche Rechenschaft bewahren lassen. Selbst im moralischen Scheitern stecken ethische Wertigkeiten und Bedeutsamkeiten. Gerade an den Grenzen der Verständnissysteme werden ethische Probleme aufworfen. Judith Butler entwickelt hier ihren Begriff der ethischen Gewalt.
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Mai Ghoussoub, Emma Sinclair-Webb (eds.): Imagined Masculinities

Mai Ghoussoub, Emma Sinclair-Webb (eds.): Imagined Masculinities

Male Identity and Culture in the Modern Middle East. UK 2006, 294 pp., brochure, € 27.99
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Writings on gender in the Middle East have tended to focus on the status of women. Issues of Male identity, in a region which has seen enormous social change over the past decades, have been somewhat neglected. This book redresses this balance by examining masculinity as a social construct as diverse in its forms as femininity. Initiation rites, ritualised violence and impotence anxiety are explored, as well as images of virility and male sexuality in popular culture and politics. There are firsthand accounts too: a son's recollection of his relationship with his father, a meditation on what it means to have a moustache, and a vivid recollection of visiting women's Turkish baths as a young boy.
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Glenn Wilson, Qazi Rahman: Born Gay

Glenn Wilson, Qazi Rahman: Born Gay

UK 2005, 176 pp., brochure, € 26.39
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Are people born gay, or does upbringing or even personal choice play a part? The row between activists and the conservative lobby over this burning question has now raged for many years. But how much does the non-scientific community really know about this research or understand its far-reaching implications? This is the first book for the general reader to provide a summary of this new research. The authors provide compelling new evidence that sexual orientation is largely innate and demystify much of the confusion about such frequently misused term as »the gay brain« and »the gay gene«. They show that attempts to find a sociological cause for homosexuality have little foundation and argue that popular efforts to »blame« parents or teachers for a child's homosexuality are futile and unjust.
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Perry N. Halkitis: Barebacking

Perry N. Halkitis: Barebacking

USA 2005, 176 pp., brochure, € 28.50
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In this dark age of politically selective science and simple-minded approaches to sex education, this book comes as a welcome relief. Barebacking is a complex and increasingly common phenomenon. These studies address important sociological psychosexual elements that cause men to take part in unsafe sex. Internet porn sites, party drugs, AIDS fatigue, need for intimacy, and low self-esteem are only some of the factors that affect the way men negotiate safety during sex with their partners. While most government health agencies cling to a gravely inadequate »abstinence only« message, these prominent scientists take a good look at issues that make a real difference. Although these studies are geared toward scientists and clinical workers, this book is also targeting any sexually active individual.
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Brian Whitaker: Unspeakable Love

Brian Whitaker: Unspeakable Love

UK 2006, 264 pp., brochure, € 27.20
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Homosexuality is still taboo in the Arab countries. While clerics denounce it as a heinous sin, newspapers, reluctant to address it directly, talk cryptically of »shameful acts« and »deviant behaviour«. Despite growing acceptance of sexual diversity in many parts of the world, attitudes in the Middle East have been hardening against it. In this absorbing account, journalist Brian Whitaker paints a disturbing picture of people who live secretive, often fearful lives, of daughters and sons beaten and ostracised by their families or sent to be »cured« by psychatrics, of men imprisoned and flogged for »behaving like women«, of others who have been jailed simply for trying to find love on the internet. Amid all the talk of reform in the Middle East, homosexuality is one issue that almost everyone in the region would prefer to ignore, and yet there are pockets of change and tolerance.
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Ruth M. Karras: Sexualität im Mittelalter

Ruth M. Karras: Sexualität im Mittelalter

Dt.v. Wolfgang Hartung. D 2006, 350 S., geb., € 28.79
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In der Interpretation des Mittelalters als dem dunklen Zeitalter werden Keuschheitsideale und Sexualfeindlichkeit bis hin zur totalen Unterdrückung sexueller Impulse hervorgehoben. So weit das Papier. Tatsächlich hatte das Mittelalter sehr wohl auch lüsterne Seiten zu bieten, die sich nur schwer mit dem Bild vom dunklen Zeitalter in Einklang bringen lassen: Mönche verführen Ehefrauen, haben Sex untereinander. Adlige vergnügen sich mit Geliebten und Lustknaben. Bürger nutzen Badstuben zum Kontakt mit Prostituierten. An vielen Stellen lässt sich nachweisen, dass Menschen in großer Zahl sich über kirchliche Verbote hinweggesetzt haben. In zwei ausführlichen Kapiteln widmet sich die Autorin auch der homosexuellen Liebe (»lesbisch« wie »schwul«), zeigt, dass sie sich trotz massiver Strafen an vielen Stellen manifestieren konnte.
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