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Volkmar Sigusch: Auf der Suche nach der sexuellen Freiheit

Volkmar Sigusch: Auf der Suche nach der sexuellen Freiheit

Über Sexualforschung und Politik. D 2011, 294 S., Broschur, € 25.60
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Campus
Im 20. Jahrhundert haben drei sexuelle Revolutionen stattgefunden - doch die versprochene sexuelle Freiheit ist noch immer nicht Wirklichkeit geworden. Zwar gehört vieles von dem, was einmal tabu und verboten war, inzwischen zur Normalität. Trotzdem sind viele Aspekte sexuellen Elends noch längst nicht abgeschafft: Missbrauch und Sexismus, neue Süchte und pathologische Obsessionen, enttäuschte Liebe, Frustrationen, Impotenz, Lustlosigkeit prägen weiterhin vielerorts das Bild. Zwischen den hochfliegenden Ansprüchen, die die sexuelle Revolution von 1968 geweckt hat, und deren angenehmer Verwirklichung klafft meist ein Abgrund, der sich maximal provisorisch überbrücken lässt. Die kritische Sexualforschung zeigt, dass die Erforschung der Sexualität immer auch ein politischer Kampf war: sie will das sexuelle Elend mildern, Rechte für Verfolgte erkämpfen und Anerkennung für alle Sexualitäten und Geschlechter erreichen.
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Scott Herring: Another Country

Scott Herring: Another Country

Queer Anti-Urbanism. USA/UK 2010, 235 pp. with illustrations + photographs, brochure, € 31.30
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New York University Press
The metropolis has been the near exclusive focus of queer scholars and queer cultures in America. Asking us to look beyond the cities on the coasts, the author draws a new map, tracking how rural queers have responded to this myopic mindset. Interweaving a wide range of disciplines - art, media, literature, performance, and fashion studies - he develops an extended critique of how metronormativity saturates LGBTQ politics, artwork, and criticism. To counter this ideal, he offers a vibrant theory of queer anti-urbanism that refuses to dismiss the rural as a cultural backwater. The book expands the possibilities of queer studies beyond their city limits.
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Maja Figge, Konstanze Hanitzsch, Nadine Teuber (H: Scham und Schuld

Maja Figge, Konstanze Hanitzsch, Nadine Teuber (H: Scham und Schuld

Geschlechter(sub)texte der Shoah. D 2010, 324 S. mit Abb., Broschur, € 30.63
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transcript
»Scham« und »Schuld« sind die zentralen Narrationen, in denen die Verbrechen der Shoah verhandelt werden. Ihre geschlechtliche Codierung und strategisch-diskursive Verwendung in Bezug auf die nationalsozialistische Täterschaft steht im Zentrum des 11.Bandes aus der Reihe »GenderCodes« (Transkriptionen zwischen Wissen und Geschlecht). Aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven fragen die Autorinnen der Beiträge unter Anderem: welche Bedeutung kommt der Verschränkung von Geschlecht und Religion bei der Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Schuld zu? In welchem diskursiven Geflecht stehen juristische/moralische Schuld und weibliche Täterschaft? Welche Bedeutungen haben Schamgefühle für die Weitergabe von Schuld in familiären Zusammenhängen?
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Hanna Meißner: Jenseits des autonomen Subjekts

Hanna Meißner: Jenseits des autonomen Subjekts

D 2010, 303 S., Broschur, € 30.63
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transcript
Das autonome Subjekt ist in der Krise. Wie lässt sich Handlungsfähigkeit heute überhaupt noch denken, ohne auf eine unabhängige Instanz im Individuum zurückzugreifen? Aufbauend auf den Arbeiten von Judith Butler, Michel Foucault und Karl Marx stellt sich die Autorin dem Problem und rekonstruiert am Beispiel der Geschlechterdifferenz unterschiedliche strukturelle Dimensionen einer bestimmten historischen Konstellation, in der Autonomie eine Bedingung subjektiver Handlungsfähigkeit darstellt. Im gleichen Atemzug formuliert sie damit eine Kritikstrategie, die an den Dynamiken dieser spezifischen Form ansetzt und Handlungsfähigkeit als historisch bedingte Möglichkeit der Subjekte begreift, sich zu den Verhältnissen verhalten zu können.
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Gaby Temme, Christine Künzel (Hg.): Hat Strafrecht ein Geschlecht?

Gaby Temme, Christine Künzel (Hg.): Hat Strafrecht ein Geschlecht?

Zur Deutung und Bedeutung der Kategorie Geschlecht in strafrechtlichen Diskursen. D 2010, 275 S., Broschur, € 28.58
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transcript
Es gibt Indizien, dass das Strafrechtssystem bei allen strafbaren Handlungen Männer und Frauen unterschiedlich behandelt. In dieser Aufsatzsammlung wird die Relevanz der Kategorie Geschlecht im Zusammenhang mit dem Strafrecht, bzw. der Strafrechtspraxis analysiert. Die Beiträge stammen aus den Bereichen Soziologie, Geschichts-, Literatur- und Strafrechtswissenschaft sowie aus der Kriminologie und ermöglichen einen multiperspektivisch-interdisziplinären Blick auf die historischen Entwicklungen und auch auf ganz aktuelle Tendenzen. Die Beiträge behandeln u.a. die Themen Gender und Strafrecht, Kindsmord, Sexualstrafrecht, Strafvollzug, Geschlecht und Strafrecht im NS-Staat, Lesarten der amtlichen Kriminalstatistiken sowie Intersectionality und Strafrecht.
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Anke Drygala, Andrea Günter (Hg.): Paradigma Geschlechterdifferenz

Anke Drygala, Andrea Günter (Hg.): Paradigma Geschlechterdifferenz

Ein philosophisches Lesebuch. D 2010, 304 S., Broschur, € 30.79
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Ulrike Helmer
Was kann wohl ein »philosophisches Lesebuch« zur Geschlechterdifferenz in Zeiten der Genderdebatte erbringen? Die Herausgeberinnen hatten die Intention mit einem Kontrastprogramm aufzuwarten. Die ausgewählten Texte reichen von Simone de Beauvoir über Luce Irigaray bis hin zu Julia Kristeva. Im Mittelpunkt des Lesebuchs steht die Frage, wie das Geschlechterverhältnis nicht nur gesellschaftlich und sozial konstruiert, sondern auch in welchen Kategorisierungen von Frau und Mann es konstituiert wird. Damit kann nachgewiesen werden, dass das Denken von Geschlechterfragen nach wie vor lebendig und kreativ ist. Aus der Logik der Differenz wird gegen den positivistischen Impuls das Denken auf Subversion und Öffnung hin zugespitzt.
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Sebastian Scheele: Geschlecht, Gesundheit, Gouvernementalität

Sebastian Scheele: Geschlecht, Gesundheit, Gouvernementalität

Selbstverhältnisse und Geschlechterwissen in der Männergesundheitsförderung. D 2010, 139 S., Broschur, € 17.37
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Ulrike Helmer
Männer sind Gesundheitsmuffel - von dieser Einsicht muss in der Männergesundheitsförderung ausgegangen werden. Wie kann man Männlichkeitsvorstellungen mobilisieren, um bei der Zielgruppe überhaupt anzukommen? Der Autor zeichnet die Entstehung der Männergesundheitsförderung nach und kontextualisiert sie mit Foucaults Begriff der Gouvernementalität. Einzelne Kapitel befassen sich mit dem Gender Mainstreaming, dem Konnex zwischen Schwulenbewegung und HIV-Prävention sowie den Männerbewegungen. Der Autor kann zeigen, dass die Männergesundheitsförderung eng mit neoliberalen Arten des Regierens verwoben ist, zugleich auch, dass Gouvernementalitätsstudien nicht ohne Geschlechterperspektiven auskommen.
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Uta Schirmer: Geschlecht anders gestalten

Uta Schirmer: Geschlecht anders gestalten

Drag Kinging, geschlechtliche Selbstverhältnisse und Wirklichkeiten. D 2010, 434 S., Broschur, € 30.63
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In der sozialen Wirklichkeit ist die ausschließliche Zweigeschlechtlichkeit zwar theoretisch durchgesetzt, aber praktisch immer stärker umkämpft. Seit etwa 20 Jahren ist diese Ambivalenz zunehmend ins Bewusstsein der Geschlechterforschung gerückt. Gegenwärtig werden zunehmend alternative Lebensweisen der Geschlechtlichkeit möglich. Darüber existieren noch wenige systematische Untersuchungen. Auf der Basis von Interviews und Beobachtungen nimmt die Autorin Alltagspraxen, soziale Beziehungen und selbst gewählte Verhältnisse im Kontext der deutschen Drag King-Szene ins Visier. Sie macht dabei die anhaltende Wirkungsmacht zweigeschlechtlicher Strukturierungen ebenso deutlich wie das Potenzial kollektiv entwickelter subkultureller Praxen, Geschlecht anders zu gestalten.
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