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Rolf Erdorf (Hg.), Chris Lambertsen (Fotos): Schwullesbische Sichtbarkeit

Rolf Erdorf (Hg.), Chris Lambertsen (Fotos): Schwullesbische Sichtbarkeit

30 Jahre CSD in Hamburg. D 2011, 185 S. mit zahlreichen S/W- u. Farbfotos, € 24.67
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Männerschwarm
30 Jahre CSD in Hamburg: dieser Bildband erinnert mit unzähligen Schwarzweiß- und Farbfotos an die Geschichte dieses traditionsträchtigen deutschen Pride-Events. Der Fotoband mischt persönliche Statements, Themen und Fotos zu einer ebenso bunten wie wichtigen Zeitreise durch die Bewegung. Die Demo an sich ist ja nur schwer in der Totale wahrnehmbar und auch kaum vermittelbar - drum dominieren hier die witzigen T-Shirt-Sprüche, die Forderungen auf Plakaten und Bannern, die kleinen, manchmal auch privaten, emotionalen Gesten, die Zufallsmomente - das, was eine Parade eben ausmacht. Bestimmten Themen wie der Polizei, den Fetischen und Aids werden eigene Kapitel gewidmet. Und so werden ganze Epochen mit ihren Konstanten und Entwicklungen sichtbar - ganz im Sinne einer »Visual History«.
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Judith Butler: Queere Bündnisse und Antikriegspolitik

Judith Butler: Queere Bündnisse und Antikriegspolitik

Queer Lectures 4.Jahrgang/ Heft 9. D 2011, 43 S., Broschur, € 6.17
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Männerschwarm - Queer Lectures 9
Im Juni 2010 hat Judith Butler den CSD-Preis für Zivilcourage mit einem eindeutigen Statement abgelehnt: die Veranstaltung sei inzwischen zu kommerziell, sie würde sich nicht ausreichend von Rassismus und Islamophobie distanzieren und somit den Kampf um die Rechte von Homosexuellen auf Kosten anderer Minderheiten führen. Der Vortrag, den die Philosophin und Gendertheoretikerin aus den USA zwei Tage davor in Berlin gehalten hat, macht klar, worum es ihr geht: Emanzipation muss global gedacht werden - einzelne Minderheiten sollen sich nicht auf ihre Identitäten versteifen, sondern vielmehr für neue Bündnisse gegen die klassischen »Institutionen« offen sein, die der allgemeinen Emanzipation entgegenstehen: Polizei, Nationalismus, Rechtsparteien, Patriarchat - ein spannendes, neues Heft aus der Queer Lectures-Reihe.
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Whitney Davis: Queer Beauty

Whitney Davis: Queer Beauty

Sexuality and Aesthetics from Winckelmann to Freud and Beyond. USA 2010, 354pp. with numerous b/w photographs, hardbound, € 48.95
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The pioneering work of Johann Winckelmann identified a homoerotic appreciation of male beauty in classical Greek sculpture, a fascination that endured in Western art since the Greeks. Yet after Winckelmann, the value (even the possibility) of art's queer beauty was often denied. Several theorists, notably the philosopher Immanuel Kant, broke sexual attraction and aesthetic appreciation into separate or duelling domains. In turn, sexual desire and aesthetic pleasure had to be profoundly rethought by later writers. The author follows how such innovative thinkers as John A. Symonds, Foucault, and Richard Wollheim rejoined these two domains, reclaiming earlier insights about the mutual implication of sexuality and aesthetics. Addressing texts by Schopenhauer, Darwin, Oscar Wilde, and Freud, the author criticizes modern approaches.
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Lewis C. Seifert: Manning the Margins

Lewis C. Seifert: Manning the Margins

Masculinity & Writing in Seventeenth-Century France. USA 2010, 339pp., brochure, € 38.20
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Over the past decades, a rich body of scholarship has uncovered the crucial roles women played in 17th-century France, a period often reduced to »classical« male authors and »absolutist« kings. But the clearer perspective we now have of women has exposed the need to take a fresh look at men and masculinity. Examining ideals of polite masculine conduct, the figure of the salon man, representations of male same-sex desire, and the case of a male cross-dresser, the book shows how elite men defined themselves in relation to women and other men and argues that dominant masculinity cannot always eclipse marginalized masculinities. The theoretical material and historical questions will also appeal to those interested in gender studies, sexuality studies, and transgender studies.
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Volkmar Sigusch: Auf der Suche nach der sexuellen Freiheit

Volkmar Sigusch: Auf der Suche nach der sexuellen Freiheit

Über Sexualforschung und Politik. D 2011, 294 S., Broschur, € 25.60
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Campus
Im 20. Jahrhundert haben drei sexuelle Revolutionen stattgefunden - doch die versprochene sexuelle Freiheit ist noch immer nicht Wirklichkeit geworden. Zwar gehört vieles von dem, was einmal tabu und verboten war, inzwischen zur Normalität. Trotzdem sind viele Aspekte sexuellen Elends noch längst nicht abgeschafft: Missbrauch und Sexismus, neue Süchte und pathologische Obsessionen, enttäuschte Liebe, Frustrationen, Impotenz, Lustlosigkeit prägen weiterhin vielerorts das Bild. Zwischen den hochfliegenden Ansprüchen, die die sexuelle Revolution von 1968 geweckt hat, und deren angenehmer Verwirklichung klafft meist ein Abgrund, der sich maximal provisorisch überbrücken lässt. Die kritische Sexualforschung zeigt, dass die Erforschung der Sexualität immer auch ein politischer Kampf war: sie will das sexuelle Elend mildern, Rechte für Verfolgte erkämpfen und Anerkennung für alle Sexualitäten und Geschlechter erreichen.
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Barbara Eder, Felix Wemheuer (Hg.): Die Linke und der Sex

Barbara Eder, Felix Wemheuer (Hg.): Die Linke und der Sex

Klassische Texte zum wichtigsten Thema. Ö 2011, 173 S., Broschur, € 12.90
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Können Projekte einer gesamtgesellschaftlichen politischen Emanzipation mit einer Kritik der Sexualität einhergehen? Dieser Frage geht die vorliegende Dokumentation nach, in der linkskommunistische, marxistische und (queer-)feministische Texte u.a. von Alexandra Kollontai, Clara Zetkin, Herbert Marcuse, Reimut Reiche und Michel Foucault zusammengetragen wurden. Hier kommen neue Beziehungsformen wie die »erotische Freundschaft«, die Sexualethik des Kommunismus, Praktiken zur Überwindung einer genitalfixierten Sexualität und die Frage zur Sprache, wie (Un-)Lust mit Lohnarbeit zusammenhängt. Über den Umweg einer historischen Spurensuche versucht dieses Buch, emanzipatorische Elemente freizulegen. Michel Foucault ist mit »Nein zum König Sex« und »Lesbischer Sadomasochismus als Praktik des Widerstands« vertreten.
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Joey L. Mogul, Andrea J. Ritchie, Kay Whitlock: Queer (In)Justice

Joey L. Mogul, Andrea J. Ritchie, Kay Whitlock: Queer (In)Justice

The Criminalization of LGBT People in the United States. USA 2011, 216pp., hardbound, € 22.99
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In March 2003 - more than three decades after Stonewall - police stormed the Power Plant, a private Detroit club frequented by African American LGBT people. Over 350 people were handcuffed and subjected to homophobic slurs. Some were hit on the head and back. Others were slammed into walls. Their supposed crime was later chalked up to a bizarre infraction: »loitering inside a building«. Three years earlier, Freddie Mason, a 31-year-old Black gay man was arrested after a verbal altercation with his landlord, and then anally raped with a billy club covered in cleaning liquid by a Chicago police officer. A Tennessee police officer's beating of Duanna Johnson, a Black transgender woman, was even caught on camera. Within a year, she was dead. Events such as these illuminate a long shadow of criminalization of LGBT people in America. This book turns a »queer eye« on the criminal legal system in which queer lives happen to be criminalized, policed, and punished.
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Heinz Heger: Die Männer mit dem rosa Winkel

Heinz Heger: Die Männer mit dem rosa Winkel

Der Bericht eines Homosexuellen über seine KZ-Haft von 1939 - 1945. D 2011 (5. überarbeitete Aufl.), 180 S., Broschur, € 12.13
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Merlin-Verlag
Diese »klassischen« Memoiren eines schwulen österreichischen KZ-Häftlings sind endlich wieder aufgelegt worden. Sicherlich gibt es inzwischen (anders als zur Zeit der Erstauflage) reichlich Literatur zum Thema Homosexualität und Nationalsozialismus. Doch stehen die von Heinz Heger aufgezeichneten Erinnerungen an die harte KZ-Haft eines österreichischen Schwulen exemplarisch für Verfolgung, Kriminalisierung, Erniedrigung und Misshandlung von Schwulen unter dem NS-Regime. Schnell zeigt sich welche »besondere Behandlung« die Träger der rosa Winkel in den Konzentrationslagern verfuhren - sowohl durch ihre Mitgefangenen mit andersfarbigen Winkeln als auch durch die Wachmannschaften der SS. Schwule standen in der Hierarchie der KZs auf der untersten Stufe. Trotzdem war ein Überleben (wenn auch bei weitem nicht für alle) möglich, wie der von Heinz Heger geschilderte Fall zeigt.
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