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James Curtis: James Whale

James Curtis: James Whale

A New World of Gods and Monsters. USA 2003, 457 pp., brochure, € 24.59
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James Whale directed some of the most stylish movies of the 1930s, but he was most successful in a genre he virtually invented. Most famously in »Frankenstein«, Whale created a new type of horror film - sophisticated, tragic, and morbidly humorous. Whale made grim war dramas, light comedy, adventures, mysteries, and even a movie version of the musical »Show Boat«. However, his career faltered and, being openly gay, he found work increasingly hard to get. He quit filmmaking just ten years after the triumph of »Frankenstein«, and died as a result of suicide. The author of Whale's biography has written the definitive life of James Whale, taking him from poverty in rural England to the squalor of a German prison camp, to the excitement of London's West End, and ultimately to Hollywood, where he profoundly influenced several generations of filmmakers.
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Christine Fischer-Defoy (Hrsg.): Marlene Dietrich Adressbuch

Christine Fischer-Defoy (Hrsg.): Marlene Dietrich Adressbuch

D 2003, 319 S., geb., € 9.99
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Im ersten Moment wirkte es übertrieben, ein Adressbuch des Weltstars Marlene Dietrich herauszubringen, einzelne Blätter sorgsam faksimiliert und kommentiert: gibt es sonst nichts mehr zu berichten. Auf den zweiten Blick erweist sich das Gedenk-Buch, herausgegeben von der Filmemacherin Christine Fischer-Defoy, jedoch als originelle und detailgenaue Biografie. Die Autorin skizziert das Verhältnis der Dietrich zu den im Adressbuch erwähnten Personen und Orten. So erfährt man, dass Marlene bei ihrem ersten, sehr umstrittenen offiziellen Deutschland-Besuch das Hotel Hilton in Berlin wählte, weil es ihr »im Hinblick auf die angekündigten eierwerfenden Deutschen« als »sicheres Terrain« erschien. Über Stars wie Charles Chaplin liest man Abfälliges (»Im wirklichen Leben war er überhaupt nicht komisch. Eher langweilig mit all seinen Erzählungen über sexuelle Triumphe«), über manche ihrer Liebhaber Hymnisches. Die Dietrich konnte nicht genug kriegen vom Leben ­und ihre Fans nicht von ihr. Das ideale Geschenkbuch für Fans, die sonst schon alles von der Dietrich haben.
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Germaine Greer: Der Knabe

Germaine Greer: Der Knabe

Dt.v. Sylvia Strasser. D 2003, 256 S., geb., € 40.99
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Die Feministin Germaine Greer widmet sich in ihrem neuesten Buch einem der beherrschendsten Motive der Kunstgeschichte überhaupt, dem Knaben. Der Knabe befindet sich in der Übergangsphase vom Kind zum Mann, seine Sexualität ist noch nicht voll entwickelt, dafür umso experimentierfreudiger - alles erscheint offen. Sein Körper lässt zukünftige Vollkommenheit erst erahnen und erlaubt ein hohes Maß an Projektion, das die Fantasie anregt. Die Schönheit des Knaben ist dennoch vergänglich. Künstler haben auf verschiedene Weise versucht, die Faszination des Knaben greifbar zu machen, sie in Kunst zu fassen. Die Autorin geht das Thema aus mehreren Perspektiven an: der schöne Knabe, der erotische Knabe, der »passive« Knabe, der spielende Knabe, der untergebene Knabe, der Knabe beim Militär - allein schon wegen der schönen Aufmachung eine ideale Geschenkidee!
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Christopher Buchholz, Myriam Bru u.a.: Horst Buchholz - Sein Leben in Bildern

Christopher Buchholz, Myriam Bru u.a.: Horst Buchholz - Sein Leben in Bildern

D 2003, 192 S., geb., € 30.74
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Am 3.März 2003 starb Horst Buchholz als einer von wenigen international renommierten deutschen Schauspielern an Lungenentzündung. Im Jahr davor hatte er einer verblüfften Öffentlichkeit gestanden, dass er trotz Ehe und zwei Kindern sehr wohl auch Affären mit Männern hatte. 1933 in Berlin geboren - brach er 1950 die Schule ab und begann neben Schauspielunterricht erste Theaterengagements. 1956 begann seine Filmkarriere, die ihn bis nach Hollywood führte. Dem Publikum hat sich der Schauspieler als junger Wilder eingeprägt - schlank, makellos schön, getrieben von Unruhe - eine Art deutscher James Dean. Neben vielen Filmstills fanden unzählige Privatfotos aus dem Familienalbum Eingang in diesen Bildband, der die Erinnerung an diesen schönen Mann wach ruft.
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Eva-Monika Turck: Thomas Mann - Fotografie wird Literatur

Eva-Monika Turck: Thomas Mann - Fotografie wird Literatur

D 2003, 112 S., geb., € 30.79
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Die Autorin kann nachweisen, dass es Querverbindungen zwischen bestimmten Fotomaterialien und bestimmten Passagen im Werk Thomas Manns gab. Thomas Mann war mit Fotografien förmlich aufgewachsen, war an Fotos rege interessiert. Daher wundert es nicht, dass seine Kunst, mittels Beschreibungen kleinste menschliche Regungen sprachlich zu fassen, an fotografische Präzision grenzte. Episoden in Romanen und Novellen verdichten sich für den Leser zu fotografischen Bildern. »Joseph und seine Brüder« ist ohne Fotos ägyptischer Altertümer nicht zu denken. Er selbst war wohl einer der meistfotografierten Künstler des 20. Jahrhunderts. Der gegenseitigen Beeinflussung von Fotokunst und Literatur geht die Autorin unkonventionell nach.
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Merlin Holland: Oscar Wilde im Kreuzverhör

Merlin Holland: Oscar Wilde im Kreuzverhör

Dt.v. Henning Thies. D 2003, 461 S., geb., € 22.62
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Der Queensberry-Prozess zwischen Oscar Wilde und dem Vater von Wildes Geliebtem Bosie war der Anfang vom Ende der steilen literarischen Karriere Oscar Wildes und einer der größten Skandale seiner Zeit. Wilde hatte diesen Prozess gegen den Marquess of Queensberry auf Betreiben von Bosie angestrengt, weil Queensberry Wilde als Homosexuellen beschimpft hatte. Obwohl ihm Freunde dringend davon abrieten, klagte Wilde Queensberry auf Verleumdung - ein Prozess wurde in Gang gesetzt, der wie eine Komödie begann und vor den Augen einer fassungslosen Öffentlichkeit in eine Tragödie ausartete. Am Ende war Wildes soziale Existenz vernichtet. Er musste ins Gefängnis und war zur gesellschaftlichen Unperson abgestiegen. Bislang fand der Prozessverlauf nur in Auszügen Eingang in Wildes Biografien. Wildes Enkel gibt nun die erste vollständige Niederschrift des Prozesses mit einer ausführlichen Einleitung heraus. (Also available in the original UK cloth edition »Irish Peacock & Scarlet Marquess« for € 32,29)
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Quinn Brockton: Never Tear Us Apart

Quinn Brockton: Never Tear Us Apart

USA 2003, 293 pp., brochure, € 11.95
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Brian and Michael are apart for the first time since grade school. Brian's soccer scholarship takes him to Carnegie-Mellon where he finds that he's a fresh - if not a small - fish in a big new pond. Meanwhile Michael, Deb, and Uncle Vic embark on the annual Novotny family vacation in the Poconos, where Michael makes some »new« friends. When the trip is cut short because Vic doesn't feel well, Michael learns that his uncle has AIDS and that their family must come together more closely than ever. Soon classes begin for both boys, and new passions and adventures put their friendship to the test. Lindsay, a pretty, talented art major at Carnegie-Mellon, is quickly becoming a fixture in Brian's life, and Emmett, whom Michael met at Babylon, becomes a good friend outsidethe club too. As sex becomes more than experimentation for both, Brian and Michael struggle with jealousy, homophobia, the realities of HIV, and finding a place of their own as they find their way back to each other.
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Oscar Wilde: Oscar Wilde im Kreuzverhör - Die erste vollständige Niederschrift des Queensberry-Prozesses

Oscar Wilde: Oscar Wilde im Kreuzverhör - Die erste vollständige Niederschrift des Queensberry-Prozesses

D 2003, geb., 455 S., € 22.62
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Am 18.2.1895 hinterließ der Marquis von Queensberry, der Vater von Lord Douglas, in Wildes Club eine Karte "Für Oscar Wilde, den posierenden Homosexuellen". Gegen den Rat seiner Freunde entschloss sich Wilde, den Marquis wegen Verleumdung zu verklagen - und setzte damit einen Prozess in Gang, der wie eine Komödie begann und sich vor den Augen einer fassungslosen Öffentlichkeit unaufhaltsam in eine Tragödie verwandelte. Wilde befand sich im Zenit seines Ruhms, als er so sein Schicksal herausforderte und damit den größten Skandal seiner Zeit auslöste. Entsprechend tief war sein Fall - er verlor und wurde anschließend zu zwei Jahren Zuchthaus und Zwangsarbeit verurteilt. Aus der Niederschrift dieser dreitägigen Gerichtsverhandlung ist ein Buch entstanden, das über die reine Dokumentation weit hinausgeht. Wir erleben darin einen siegessicheren Helden, der souverän seinen Witz einsetzt, um selbst im Gerichtssaal das Publikum für sich zu gewinnen. Und wir erleben, wie diesem Helden der Prozess gemacht wird - nicht nur aufgrund seines teils fragwürdigen Verhaltens, sondern auch aufgrund seines literarischen Werkes. Es ist ein verzweifelter Kampf, den der "Herr der Sprache" hier führt, und er muss erkennen, dass ironische Überlegenheit als Waffe nicht taugt. Eine unglaubliche Waffe ist auch die Lüge - auf sie hatte Oscar Wilde vergeblich gesetzt.
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