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Andrew Wilson: Schöner Schatten - Das Leben von Patricia Highsmith

Andrew Wilson: Schöner Schatten - Das Leben von Patricia Highsmith

Dt.v. A. Grube & S. Röckel. D 2005, 748 S., Pb, € 15.32
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»Jeder Erwachsene hat seine Geheimnisse«, sagt eine der Figuren in Patricia Highsmiths 1952 erschienenen Roman »Carol«. Dieser Satz traf in hohem Maße auch auf die Autorin zu. Zeit ihres Lebens vermied sie Antworten auf Fragen nach ihrem Privatleben und nach den Vorbildern ihrer Romanfiguren. Nach ihrem Tod 1995 jedoch hinterließ sie ein großes Archiv von privaten Dokumenten: Tagebücher, Notizen und Briefe, die genauen Aufschluss geben über ihr Leben und Werk. Andrew Wilson erhielt als erster Zugang zu dieser einzigartigen Sammlung, die die Grundlage bildet für die erste Biographie dieser Autorin überhaupt.Ihr Leben lang fühlte sie sich zu Frauen hingezogen, von denen einige in diesem Buch zu Wort kommen. Ihr wahres Glück fand Patricia Highsmith letztlich in ihrer Fantasie, die sich in ihrer umfangreichen schriftstellerischen Arbeit verwirklichte. In ihren Romanen kommen immer wieder homoerotisch interpretierbare Figuren wie z.B. der chamäleonhafte Tom Ripley vor.
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Christine Fischer-Defoy (Hrsg.): Marlene Dietrich Adressbuch

Christine Fischer-Defoy (Hrsg.): Marlene Dietrich Adressbuch

D 2003, 319 S., geb., € 9.99
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Im ersten Moment wirkte es übertrieben, ein Adressbuch des Weltstars Marlene Dietrich herauszubringen, einzelne Blätter sorgsam faksimiliert und kommentiert: gibt es sonst nichts mehr zu berichten. Auf den zweiten Blick erweist sich das Gedenk-Buch, herausgegeben von der Filmemacherin Christine Fischer-Defoy, jedoch als originelle und detailgenaue Biografie. Die Autorin skizziert das Verhältnis der Dietrich zu den im Adressbuch erwähnten Personen und Orten. So erfährt man, dass Marlene bei ihrem ersten, sehr umstrittenen offiziellen Deutschland-Besuch das Hotel Hilton in Berlin wählte, weil es ihr »im Hinblick auf die angekündigten eierwerfenden Deutschen« als »sicheres Terrain« erschien. Über Stars wie Charles Chaplin liest man Abfälliges (»Im wirklichen Leben war er überhaupt nicht komisch. Eher langweilig mit all seinen Erzählungen über sexuelle Triumphe«), über manche ihrer Liebhaber Hymnisches. Die Dietrich konnte nicht genug kriegen vom Leben ­und ihre Fans nicht von ihr. Das ideale Geschenkbuch für Fans, die sonst schon alles von der Dietrich haben.
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Alexander Pechmann: Herman Melville - Leben und Werk

Alexander Pechmann: Herman Melville - Leben und Werk

Ö/D 2003, 336 S., geb., € 34.99
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»Moby Dick« und »Billy Budd« gehören heute zu den Klassikern der Weltliteratur. Ihr Autor Herman Melville hätte - wäre er zu seiner Zeit nicht missverstanden, verkannt, bzw. ignoriert worden - von Anfang an als einer der Begründer moderner Literatur gelten können. Umso erstaunlicher, dass nur wenig über diesen Autor bekannt ist. Unter Heranziehung zahlreicher Dokumente (darunter über seine Südseereisen und die dunklen Bürgerkriegsereignisse) entsteht in dieser Biografie jedoch ein anschauliches Bild. Eine Schwäche dieser ansonsten detailreichen Biografie von Alexander Pechmann ist die Tatsache, dass sie den in zentralen Romanen wie »Moby Dick« oder »Billy Budd« vorhandenen homoerotischen Faden nicht aufgreift, bzw. nur am Rande erwähnt. Auch die Vorliebe des Autors für Männer und Männergesellschaften im echten Leben wird komplett ausgeklammert. Dabei ist Melvilles Homoerotik längst kein Geheimnis mehr.
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Christopher Buchholz, Myriam Bru u.a.: Horst Buchholz - Sein Leben in Bildern

Christopher Buchholz, Myriam Bru u.a.: Horst Buchholz - Sein Leben in Bildern

D 2003, 192 S., geb., € 30.74
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Am 3.März 2003 starb Horst Buchholz als einer von wenigen international renommierten deutschen Schauspielern an Lungenentzündung. Im Jahr davor hatte er einer verblüfften Öffentlichkeit gestanden, dass er trotz Ehe und zwei Kindern sehr wohl auch Affären mit Männern hatte. 1933 in Berlin geboren - brach er 1950 die Schule ab und begann neben Schauspielunterricht erste Theaterengagements. 1956 begann seine Filmkarriere, die ihn bis nach Hollywood führte. Dem Publikum hat sich der Schauspieler als junger Wilder eingeprägt - schlank, makellos schön, getrieben von Unruhe - eine Art deutscher James Dean. Neben vielen Filmstills fanden unzählige Privatfotos aus dem Familienalbum Eingang in diesen Bildband, der die Erinnerung an diesen schönen Mann wach ruft.
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Lutz van Dijk und Günter Grau: Einsam war ich nie

Lutz van Dijk und Günter Grau: Einsam war ich nie

D 2012 (Neuaufl.), 175 S., Broschur, € 13.26
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Querverlag
Aktualisierte Neuauflage eines längere Zeit nicht lieferbaren, dokumentarischen Titels über Schwule in der Nazizeit zwischen 1933 und 1945. Sicherlich steht die massive Verfolgung Schwuler nach dem »Roehmputsch« 1934 im Vordergrund der Betrachtung. Dass die Lebenswelten von Schwulen im »Dritten Reich« wesentlich facettenreicher waren, als landläufige Ansichten nahelegen würden, zeigen die elf Männer (alle geboren zwischen 1906 und 1925), die in diesem Buch zu Wort kommen und über ihr Leben unter dem Hakenkreuz berichten - darunter so bekannte Namen wie Albrecht Becker, Gad Beck und Erich Lifka. Die Erfahrungen reichen von Wehrmacht und Anpassung über Inhaftierung und KZ bis zu Widerstand. Es beinhaltet auch eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung zum misslungenen Versuch der deutschen Bundesregierung, die homosexuellen Opfer des NS-Regimes zu rehabilitieren.
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Eva-Monika Turck: Thomas Mann - Fotografie wird Literatur

Eva-Monika Turck: Thomas Mann - Fotografie wird Literatur

D 2003, 112 S., geb., € 30.79
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Die Autorin kann nachweisen, dass es Querverbindungen zwischen bestimmten Fotomaterialien und bestimmten Passagen im Werk Thomas Manns gab. Thomas Mann war mit Fotografien förmlich aufgewachsen, war an Fotos rege interessiert. Daher wundert es nicht, dass seine Kunst, mittels Beschreibungen kleinste menschliche Regungen sprachlich zu fassen, an fotografische Präzision grenzte. Episoden in Romanen und Novellen verdichten sich für den Leser zu fotografischen Bildern. »Joseph und seine Brüder« ist ohne Fotos ägyptischer Altertümer nicht zu denken. Er selbst war wohl einer der meistfotografierten Künstler des 20. Jahrhunderts. Der gegenseitigen Beeinflussung von Fotokunst und Literatur geht die Autorin unkonventionell nach.
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Vera Freyberg: Manns genug, Frau zu sein

Vera Freyberg: Manns genug, Frau zu sein

D 2003, 256 S., geb., € 20.56
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Im Alter von 55 Jahren verwirklichte Werner Freyberg seinen Traum und ließ die Geschlechtsumwandlung zur Frau Vera Freyberg durchführen - einen Schritt, den er/sie laut eigenen Angaben nicht bereuen musste. Vielmehr hat er bereut, so lange als Frau im Körper eines Mannes zu gesteckt zu haben. »Eine aus der Nullserie« - so bezeichnet sich Vera Freyberg heute, weil sie 1981, als in der BRD ein erstes Transsexuellengesetz in Kraft trat, sofort die lang ersehnte Chance ergriff, um sich umoperieren zu lassen und ihren Namen zu ändern. Anders als viele Schicksalsgenossinnen arbeitete sie in ihrem ursprünglichen Job auch nach ihrer Umwandlung weiter und musste kein Leben im gesellschaftlichen Abseits führen. Mit Humor und Selbstironie blickt Vera auf ein bewegtes Leben zurück.
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Georgia Illetschko: Ich, Michelangelo

Georgia Illetschko: Ich, Michelangelo

D 2003, 159 S., geb., € 51.35
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Michelangelo Buonarroti war schwul und einer der größten Künstler seit Menschengedenken. 160 Seiten mit 214 Abbildungen machen seine geniale Kunst greifbar. Michelangelo berichtet in Briefen, Gedichten und Aufzeichnungen von vermeintlichen Niederlagen, Schwierigkeiten und Konflikten, die er überwiegend seinen Auftraggebern, v.a. aber Papst Julius II., anlastet. Tatsächlich konnte er bei seiner Arbeit wie kein anderer auf nahezu unerschöpfliche Ressourcen zurückgreifen, konnte sich bei seinen Entwürfen und der Wahl seiner Themen fast jede Freiheit herausnehmen. Die Autorin leitet nach einer kurzen Einführung in Biografie und Werk Michelangelos in den prächtig gestalteten Hauptteil ihres Buches über, der allen Aspekten des Schaffens von Michelangelo gerecht wird (Skulptur, Malerei, Zeichnungen, Architektur). Sicherlich ein perfektes Weihnachtsgeschenk für Kunstinteressierte.
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