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Paul Trynka: Iggy Pop

Paul Trynka: Iggy Pop

Open up and Bleed. Dt.v. C.Hahn & B. Joseph. D 2009, 527 S., Pb, € 14.39
Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert.
Heyne
Am Ende der 60er Jahre verließ ein charmanter, intelligenter, ambitionierter Junge namens Jim Osterberg die heimatliche Containersiedlung in US-Bundesstaat Michigan, gründete mit zwei misratenen Jungs die legendäre Band »The Stooges« und gab mit seiner Musik einen gewichtigen Anstoß für ganze Musikrichtungen wie Punk, New Wave, Metal und Alternative Rock. Das war die Geburtstunde seines Alter egos Iggy Pop - dem wohl ausgefallensten Bandfrontmann der Musikgeschichte. Iggy Pop reizt seitdem die Dichotomie der Geschlechter bis aufs Äußerste aus, avancierte zum androgynen Punkidol (irgendwo nur mit David Bowie vergleichbar). Doch dem Aufstieg folgte der tiefe Fall in einen Sumpf aus Alkohol und Drogen. Der schillernde Star musste herbe Rückschläge einstecken, stand plötzlich als schlechter Witz und als Loser da. Aber er erwies sich als Stehaufmännchen und gilt heute als »Godfather of Punk«. Diese Biografie, die kein dreckiges Detail ausspart, wirft auch ein Licht auf das eigenartige Verhältnis zwischen dem Mannkind Pop und seinem rätselhaften Freund und Mentor Bowie.
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James R. Gaines: Das musikalische Opfer

James R. Gaines: Das musikalische Opfer

Johann Sebastian Bach trifft Friedrich den Großen am Abend der Aufklärung. Dt.v. Reinhard Kaiser. D 2009, 382 S., geb., € 0.00
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Zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, Friedrich II. (der später so genannte Große) und Johann Sebastian Bach, treffen einander, historisch belegt, 1747 - Bachs »Musikalisches Opfer« ist das ebenso extravagante wie berühmte Resultat, und in Gaines' Interpretation zugleich das Ergebnis der gegenläufigen Biografien, die das eigentliche Thema dieses Buches sind. Friedrich litt zeitlebens unter dem gewaltsamen Tod des geliebten Kattes, und seine schwule Sexualität blieb ganz im Gegensatz zu der seines Bruders Heinrich verklemmt, er zettelte aggressiv einen Krieg nach dem anderen an und bleibt ein kalter, aufgeklärter Vernunftmensch. Einzig die Musik verbindet ihn mit Bach, dem tief religiösen Genie, der sich Friedrichs Ansinnen stellt und die Musik an die Grenzen des Denkmöglichen bringt. Dieser Titel ist leider vergriffen, wir versuchen aber gern, ihn bei Interesse antiquarisch zu besorgen.
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Petra Roek: Fragt nicht warum - Hildegard Knef

Petra Roek: Fragt nicht warum - Hildegard Knef

Die Biografie. D 2009, 333 S., geb., € 25.65
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Sie war ein Multitalent. Nach einer Ausbildung als Zeichnerin bei der UFA in den 40er Jahren wechselte sie ins Schauspielfach. Nachdem sie bereits mit einigen internationalen Filmen den Durchbruch geschafft hatte, schlug ihr in den 50er Jahren wegen ihres Nacktauftritts in »Die Sünderin« moralinsaurer Protest entgegen. Die Knef kehrte Deutschland den Rücken, ging an den Broadway und startete eine Karriere als Sängerin. Insgesamt konnte sie sich jedoch nicht in den USA etablieren. 1970 veröffentlichte sie mit »Der geschenkte Gaul« ihre Memoiren und wurde dadurch zur Bestsellerautorin. Weitere Veröffentlichungen folgten. Die Biografin kannte die Knef persönlich. Und so ist sie selbst Quelle für Knef'sche Erlebnisse im Krieg, in ihrer Kindheit, für die Knef'schen Ehen und Beziehungen zu Männern.
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Kimberly Calhoun (Hrsg.): Marlon Brando

Kimberly Calhoun (Hrsg.): Marlon Brando

Hollywood Collection. D 2009, 204 S., geb., € 30.74
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In der Rolle des düsteren Stanley Kowalski trat Marlon Brando 1951 in der Verfilmung des Tennessee Williams-Theaterstücks »Endstation Sehnsucht« zum ersten Mal in Erscheinung. Mit »Die Faust im Nacken« avancierte er zum Sexsymbol: er galt als die Verkörperung purer amerikanischer Männlichkeit, als das Idealbild des schönen Mannes. Dieser Bildband aus der Hollywood Collection zeigt anhand vieler Fotos den Werdegang des Schauspielers. Aber entgegen den PR-genehmen Stereotyp hatte Brando durchaus auch etwas für Männer übrig. Eventuell als feminin da zu stehen, störte ihn wenig. Im Gegenteil: die Liebäugelei mit der Bisexualität trug ihm offene Bewunderung durch homosexuelle Künstler wie Truman Capote ein - und das lange vor der sexuellen Revolution.
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Tricia Wright  (Hrsg.): Katharine Hepburn

Tricia Wright (Hrsg.): Katharine Hepburn

Hollywood Collection. D 2009, 204 S., geb., € 30.74
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Sie wurde berühmt mit spritzigen Wortgefechten in Screwballkomödien an der Seite von Spencer Tracy, mit dem sie 20 Jahre lang heimlich liiert war. In ihrer 73jährigen Leinwandkarriere gewann sie 4 Oscars und war insgesamt 12 Mal für diese Auszeichnung nominiert. Dieser Bildband aus der Hollywood Collection gewährt einen Einblick in das eigenwillige Leben und die filmischen Auftritte der energischen, unbeugsamen Hollywooddiva. Zeit ihres Lebens gab es Gerüchte, Katharine Hepburn sei lesbisch oder bisexuell. Sie wusste ihr Privatleben gut abzuschirmen. »Was meine Beziehungen angeht, weiß ich, dass ich Eigenschaften habe, durch die andere, insbesondere Männer, sich angegriffen fühlen«, sagte sie 1975. Bis zu ihrem Tod galt sie als Verkörperung der souveränen Frau im Leben wie auf der Leinwand und fungierte insofern als Vorreiterin des Feminismus.
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Oliver Hilmes: Cosimas Kinder

Oliver Hilmes: Cosimas Kinder

Triumph und Tragödie der Wagner-Dynastie. D 2009, 320 S., geb., € 23.59
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Siedler
Ähnlich wie die Kinder aus der Familie Thomas Mann hatten Cosimas Kinder schwer unter der Last ihrer Herkunft zu tragen. Ihr Leben wurde der Pflege des Denkmals Richard Wagner untergeordnet. Gleichzeitig ging es - neben viel Geld im Spiel - immer wieder um die Vorherrschaft auf dem Grünen Hügel in Bayreuth. Cosimas einziger Sohn Siegfried war von Anfang an als »Thronfolger« auf dem Grünen Hügel vorgesehen und sollte in die Fußstapfen des titanenhaften Vaters treten. Er war schwul, musste sich jedoch dem Familiendruck beugen und heiraten. Er ehelichte jene Winifred, die später als enge Vertraute und brennende Verehrerin Hitlers Bayreuth in Verruf brachte. In dieser Familiensaga - fast wie in einer Wagnerschen Oper - prallen seelische Qualen und Größenwahn, Genie und Verfall aufeinander.
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Sebastian Horsley: Dandy in der Unterwelt

Sebastian Horsley: Dandy in der Unterwelt

Dt.v. Andreas L. Hofbauer. D 2009, 427 S., geb., € 20.46
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Als der Verlag Sebastian Horsley mitteilte, dass »Dandy in der Unterwelt« erst Mitte 2009 auf deutsch erscheinen würde, antwortete er mit der Sentenz: »Ob ich da noch am Leben bin?« Doch Horsley, einer der letzten aufrechten Dandies, hat es geschafft, das Erscheinen des Buches zu überleben. Seine Autobiografie erzählt vom Aufwachsen mit einer alkoholabhängigen Mutter und einem sexsüchtigen Vater und von der Suche nach Bedeutung und teuren Anzügen. Horsley, der sich bei seiner bisher spektakulärsten Aktion auf den Philippinen kreuzigen ließ, war Punk, Callboy, Börsenspekulant, Heroin- und Cracksüchtiger. Zu seinen Helden gehören neben Lord Byron, Oscar Wilde, Rimbaud und Johnny Rotten auch Marc Bolan, dessen letzte Platte den Titel »Dandy in the Underworld« trug. Laut einer obskuren Vorschrift wurde ihm 2007 die Einreise in die USA wegen moralischer Verkommenheit verwehrt.
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Jürgen Ritte / Reiner Speck (Hg.): Cher ami - Votre Marcel Proust.

Jürgen Ritte / Reiner Speck (Hg.): Cher ami - Votre Marcel Proust.

Marcel Proust im Spiegel seiner Korrespondenz. D 2009, 390 S., geb., € 51.20
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Marcel Proust war ein überaus eifriger Briefschreiber; nachdem er sich aus der Gesellschaft in sein korkgetäfeltes Zimmer zurückgezogen hatte, scheint die Korrespondenz einziges Bindeglied zwischen äußerer und innerer Welt zu sein. Vieles aus den Briefen finden sich als Keim in zum Teil wörtlich übernommenen Zitaten in der »Recherche« wieder. Ein internationales Autorenteam hat viel Neues herausgefunden über die Adressaten und ihre Beteiligung an der Publikations- und Rezeptionsgeschichte, über das literarische Leben in Paris, über Proust als Zeichner, über das Verhältnis zu seiner Mutter, seinen Briefstil. Zudem bietet der Band bietet eine Chronik, eine Kommentierung von mehr als 80 abgebildeten Originalbriefen und zahlreiche Abbildungen. Ein besonders schöner Band.
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