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Insa Eschebach (Hg.): Homophobie und Devianz

Insa Eschebach (Hg.): Homophobie und Devianz

Weibliche und männliche Homosexualität im Nationalsozialismus. D 2012, 208 S., Broschur, € 19.53
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Metropol
Wie intensiv verfolgte das »Dritte Reich« auch lesbische Frauen? Welche gesellschaftliche Funktion wies die NS-Geschlechterpolitik Frauen und Männern zu? Welchen Stellenwert maß sie weiblicher und männlicher Sexualität bei? Wie wurden Abweichungen und Verstöße gegen das heteronormative Dogma eingestuft? Susanne zur Nieden behandelt den »homosexuellen Staatsfeind«, Claudia Schoppmann lesbische Frauen im »Dritten Reich« zwischen strafrechtlicher Verfolgung und gesellschaftlicher Ächtung, Jens Dobler Lesbenverfolgung im Nationalsozialismus. Insa Eschebach untersucht die Situation von Lesben im KZ Ravensbrück, Alexander Zinn die Situation der Männer mit dem rosa Winkel, Stefanie Endlich die Debatte um das Berliner Homosexuellen-Denkmal.
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Claudia Schoppmann: Verbotene Verhältnisse - Frauenliebe 1938-1945

Claudia Schoppmann: Verbotene Verhältnisse - Frauenliebe 1938-1945

D 1999, 162 S., Broschur, € 8.22
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Querverlag
Der 1. April 1940 sollte kein guter Tag für Marie W. und Lilly R. werden. Plötzlich steht die Polizei vor ihrer Tür. Die Nachbarn haben sie verpfiffen oder - wie es auf wienerisch heißt - vernadert. Beide werden festgenommen, weil sie »in dringendem Verdachte stehen, widernatürlichen Verkehr gepflogen zu haben«. So steht es in einem Vermerk der Kriminalpolizeileitstelle Wien. Anders als in Deutschland, wo lesbische Liebe nicht strafrechtlich verfolgt wurde, gab es in Österreich seit 1852 den §129I, der schweren Kerker von einem bis fünf Jahren bei »Unzucht zwischen Personen gleichen Geschlechts« vorsah. Anhand zahlreicher Strafakten, Gerichtsprotokolle und Zeugenaussagen hat die Historikerin Claudia Schoppmann zehn Einzelschicksale herausgegriffen. In lebendig erzählten Porträts läßt sie Frauen zu Wort kommen, die bisher geschwiegen haben, und macht ein bis heute verdrängtes Kapitel der Homosexuellenverfolgung sichtbar.
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Mel Gordon: Sündiges Berlin

Mel Gordon: Sündiges Berlin

Die zwanziger Jahre: Sex, Rausch, Untergang. D 2011, 279 S. mit zahlreichen S/W- u. farb. Abb. + 1 Audio-CD, geb., € 41.11
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In den 20er Jahren galt das »sündige Berlin« als ein Eldorado der Sexualität - nicht nur für Schwule und Lesben, die dort mit ihren eigenen Subkulturen ein relativ freies Leben führen konnten, bis diese historische sexuelle »Unterwelt« durch den Nationalsozialismus und seine angebliche »Sauberkeit« zerstört wurde. Dieses Buch wirft einen Blick auf diese untergegangenen Subkulturen der Revuegirls, der warmen Brüder, der Transvestiten, der Lesben, der Prostituierten und Strichjungen, der Nudisten. Das zusammengetragene Material beeinhaltet den einen oder anderen überraschenden Fund, aus dem erotischen Nachtleben der Metropole. Ein eigenes Kapitel ist dem Institut für Sexualforschung von Magnus Hirschfeld gewidmet. Das Buch enthält auch eine AudioCD mit Originalaufnahmen aus der Zeit - darunter »Das Hirschfeld-Lied« von Otto Reutter.
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Affront (Hg.): Darum Feminismus!

Affront (Hg.): Darum Feminismus!

Diskussionen und Praxen. D 2011, 288 S., Broschur, € 20.35
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Unrast
Welche Perspektiven kann der Feminismus im Falle sozialer Konflikte, bzw. bei politischen Konflikten um mehr Freiraum eröffnen (z.B. in der Autonomen FrauenLesbenTrans-Organisierung)? Wie steht es mit (queer-)feministischen Raumnahmen? Was bedeutet feministischer Antimilitarismus, feministische Antifa? Wie können Feminismus und Rassismuskritik zusammengedacht werden? Wie wird Sexarbeit im Feminismus diskutiert? Was hat Feminismus mit Stadtkämpfen zu tun? Was machen Körperlichkeiten und Normierungen mit uns? Welche Bedeutung hat Definitionsmacht? Und was ist unter konsensualem Sex zu verstehen? Diese (und andere) Fragen versucht diese Textsammlung zu beantworten. Einerseits werden Vereinnahmungsversuche des Feminismus für Volk, Nation und Militarismus zurückgewiesen. Andererseits geht es um herrschaftskritische feministische Handlungsperspektiven.
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Frigga Haug (Hg.): Historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus. Bd.2: Hierarchie bis Köchin

Frigga Haug (Hg.): Historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus. Bd.2: Hierarchie bis Köchin

D 2011, 619 S. mit Anhang, Broschur , € 23.66
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Argument Verlag
Die Herausgeberin des Historisch-kritischen Wörterbuchs des Feminismus hat auch mit Hilfe zahlreicher Autorinnen und Autoren aus allen Kontinenten äußerst brauchbares Material zu einschlägigen Themen zusammengetragen. Die Artikel des Wörterbuches reflektieren aber auch die unterschiedlichen, vertretenen Positionen. Das Wörterbuch soll dem historischen Gedächtnis zum Thema Feminismus auf die Sprünge helfen. Darüber hinaus soll es auch der Leserin als aktuelles Arbeitsinstrument zur Seite stehen, wenn es darum geht, Wissensprobleme zum Feminismus zu lösen. Es wurde versucht, dabei die Stichworte möglichst weit zu fassen. Es bietet eine Einführung in die Geschichte feministischer Diskussionen, Auseinandersetzung mit spezielleren Themen, Vertiefungsmöglichkeiten durch Bibliografien zu jedem Stichwort und Verweise auf verwandte Themen.
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Queen of the Neighbourhood Collective: Revolutionäre Frauen

Queen of the Neighbourhood Collective: Revolutionäre Frauen

Biografien und Stencils. Dt. v. Sebastian Kalicha. D 2011, 127 S., Broschur, € 13.16
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edition assemblage
Das Queen of the Neighbourhood Collective ist ein Kollektiv aus SchriftstellerInnen, ForscherInnen, RedakteurInnen und GrafikdesignerInnen, das die nach revolutionären Stencils hungrigen Straßen mit neuem feministischen Glanz versorgt und sich über die Che-Effekte in der westlichen Kulturindustrie lustig macht. Mit Text und Bild werden 30 AktivistInnen, AnarchistInnen, FeministInnen, FreiheitskämpferInnen und VisionärInnen porträtiert - unter ihnen Qiu Jin, Nora Connolly O'Brien, Rosa Luxemburg, Olive Morris und Assata Shakur. Dieses Projekt war ursprünglich ein neuseeländisches feministisches Zine, das sich aber rasch über die Grenzen Neuseelands hinaus verbreitete - absolut Anticopyright, endlos austauschbar und verbreitet durch die unendliche menschliche Interaktion.
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Katharina Rutschky: Im Gegenteil

Katharina Rutschky: Im Gegenteil

Politisch unkorrekte Ansichten über Frauen. D 2011, 143 S., Pb, € 11.21
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Wagenbach - WAT 675
Die Aufsätze aus über drei Jahrzehnten zeigen Katharina Rutschkys nimmermüden Kampf gegen männliche Vorurteile, aber auch gegen weibliche Ressentiments und Selbstmitleid. Ganz besonders scharf kritisiert die 2010 verstorbene, unbestechliche Berlinerin darin immer wieder ihre Lieblingsgegnerin Alice Schwarzer. Sie beschäftigt sich in ihren Essays mit klassischen Frauenfragen wie der Frauenquote ebenso wie mit Mutterschaft, Körperbildern, Mode und dem alltäglichen Wahnsinn der Partnerschaftsproblematiken. Auch zeichnet sie in ihren Essays Portraits von beeindruckenden Frauen. Sie denkt in Debatten gegen den Strich und schreckt in ihrem Schreiben auch vor Tabubrüchen nicht zurück. Sicherlich gehörte sie zu den herausragenden Stimmen des deutschen Feminismus.
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Nichi Vendola: Es gibt ein besseres Italien

Nichi Vendola: Es gibt ein besseres Italien

Manifest für eine neue Politik. Dt. v. F. Hausmann & P. Kaiser. D 2011, 173 S., Broschur, € 17.37
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Kunstmann
Bürgerbeteiligung, Schutz der Umwelt und gezielte Investitionen in Bildung und erneuerbare Energien - lange haben solche Themen in der Politik Italiens keine Rolle gespielt. Nichi Vendola, der Shooting Star unter den italienischen Politikern, ist dabei, das zu ändern. Die fulminante Karriere des bekennenden Homosexuellen (Sprecher von Arcigay), Kommunisten und Katholiken zum 2010 im Amt bestätigten Präsidenten der Region Apulien hat ihn zur Leitfigur eines »anderen Italiens« nach Berlusconi gemacht. Der mittlerweile beliebteste Politiker des Landes überzeugt nicht nur durch sein Charisma, sondern auch durch konkrete Politik: durch seine Erfolge im Kampf gegen die Mafia, den Ausbau von Windkraft und Solarenergie, die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe und aktiver Bürgerbeteiligung, für die er Aktionsplattformen in ganz Italien geschaffen hat.
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