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Claire Waldoff: Weeste noch ...!

Claire Waldoff: Weeste noch ...!

Aus meinen Erinnerungen. D 2013, 191 S. mit zahlreichen Abb., geb., € 18.50
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Steidl
Mit der ihr typischen Berliner Schnauze erzählt Claire Waldoff vom Auf und Ab in ihrem bewegten Leben. Als Kabarettstar mit böser Zunge und kratziger Stimme gehörte sie zu den absoluten Ikonen der Goldenen Zwanziger. Obwohl sie ursprünglich aus dem Ruhrgebiet stammte, avancierte sie zum Inbegriff der Berliner Göre. Kaum in Berlin angekommen - wurde die junge Lesbe auch schon zur Zielscheibe der Zensur, die ihr das Tragen von Hosenanzügen und das Interpretieren von Scheerbart-Texten einfach nicht verzeihen wollte. Doch den Aufstieg der Waldoff konnten auch die Mächtigen nicht verhindern. Ein Leben lang war die Waldoff mit Olga von Roeder liiert. Als Avantgardistin der Lesbenkultur fand sie - stets in Schlips, Hemdbluse und mit Bubikopf - in der lesbischen Szene viele Anhängerinnen und Nachahmerinnen. Mit ihren Memoiren »Weeste noch ...!« bewahrte die Waldoff ein gutes Stück goldenes Berlin.
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Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin

Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin

Eine Klatsch- und Kulturgeschichte der Frauen. D 2013, 144 S. mit Abb., geb., € 16.24
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edition ebersbach
Berlins unvergleichliches Gesicht verdankt es zum Teil Frauen wie Anita Berber, Marlene Dietrich, Erika Mann, Vicki Baum, Helen Hessel, Else Lasker-Schüler oder Claire Waldoff und anderen. Sie fahren Auto, boxen, schreiben, malen, filmen. Sie alle trafen sich in zahlreichen Cafés, literarischen Salons, Cabaréts, im Tanzsaal und sogar im Boxring. Überaus selbstbewusst und lebenshungrig stürmten sie mit Bubikopf und Zigarette im Mund die letzten Männerdomänen und verfolgten unbeirrbar ihre künstlerischen Ziele. Abseits häufig begangener Pfade beschritten sie ein eigenes Stück weiblicher Kulturgeschichte. Zu Berlins weiblicher Topografie gehören auch die Lesbenclubs, in denen die Kabarettistin Claire Waldoff im sog. Etonboy-Anzug.
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Carmen Sánchez: Kunst und Erotik in der Antike

Carmen Sánchez: Kunst und Erotik in der Antike

Dt. v. A. Lutter u. K. Uhlig. D 2013, 165 S. mit S/W-Abb., geb., € 17.37
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Wagenbach
Die Antike - gemeint sind alte Griechen und Römer - ist mit Sexualität, Körperlichkeit und deren Darstellung überraschend scham- und tabufrei umgegangen. Gerade der nackte Mann galt als Inbegriff der Schönheit. Olympiaden wurden nackt ausgetragen. Homoerotik war bei den alten Griechen gang und gäbe. Ausgehend von diesen Grundsteinen bildete sich eine ikonografische Tradition heraus, die durch das Mittelalter unterbrochen und erst durch die Renaissance wiederbelebt wurde. Sie ist heute wieder wirksam. Und doch ist unser Blick auf Kunst und Erotik in der Antike idealisiert. Die vorkommenden, hochgradig sexualisierten, oft pornografischen Bilderwelten der Antike werden geflissentlich ausgeblendet, kommen sie uns heute doch oft fremd vor. Besonders interessant: was hat es mit den Bildern gleichgeschlechtlicher Liebe tatsächlich auf sich?
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Shereen El Feki : Sex und die Zitadelle

Shereen El Feki : Sex und die Zitadelle

Liebesleben in der sich wandelnden arabischen Welt. Dt. v. Thorsten Schmidt. D 2013, 415 S., geb., € 25.60
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Hanser
Sexualität ist als Thema in den arabischen Ländern in hohem Maße tabuisiert. Die Autorin hat Menschen dort zu deren tatsächlicher Sexualität und den dahinterstehenden Einstellungen befragt. Auch heiße Eisen wie Jungfräulichkeit, Prostitution, sexuelle Gewalt, Abtreibung, Verhütung oder Homosexualität hat sie dabei nicht ausgespart. Durch diese Auskünfte kommt sie zu spannenden Einblicken in die arabische Welt, deren Strukturen durch politische Umbrüche in Bewegung geraten sind. Dadurch wird deutlich, dass der Islam schon immer in weiten Teilen eine positive Haltung gegenüber der Sexualität bezogen hat. Homosexualität wird in einem Kapitel ausführlich als Thema behandelt. Dabei kommt die Autorin zu dem interessanten Schluss, dass homophobes Handeln der Polizei oft der Machtdemonstration dient und oft gar nicht durch antihomosexuelle Gesetze gedeckt ist. Allerdings resümiert sie auch, dass sich mit westlicher LGBT-Rhetorik in den traditionalistischen, oft rückständigen, arabischen Gesellschaften keine Veränderungen erzielen lassen.
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Susanne Regener und Katrin Köppert (Hg.): privat / öffentlich

Susanne Regener und Katrin Köppert (Hg.): privat / öffentlich

Mediale Selbstentwürfe von Homosexualität. Ö 2012, 207 S. mit Abb., Broschur, € 20.00
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Turia + Kant
In Fotografien, Scrapbooks, Amateurfilmen, Grafiken, Skulpturen und digitalen Text-Bild-Collagen - obwohl höchst unterschiedliche Medien - sind Selbstentwürfe verborgen. In den Beiträgen dieses Sammelbandes wird die Kultur prägende Kraft von homosexuellen Selbstentwürfen deutlich gemacht, die sich in westeuropäischen und US-amerikanischen Gesellschaften entfalten kann. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das Verschieben der Grenze zwischen privaten und öffentlichen Bildern gelegt. Dies wird mit den Veränderungen der 70er Jahre offenbar, als Schwule, Lesben, Tunten und Transen sich erstmals massiv in die Öffentlichkeit trauten und sich sichtbare politische Bewegungen für ihre Interessen formierten. Welche neuen Bedeutungen erhalten dann die privaten, vormals heimlichen Bildpraktiken?
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Doris Guth u. Elisabeth Priedl (Hg.): Bilder der Liebe

Doris Guth u. Elisabeth Priedl (Hg.): Bilder der Liebe

Liebe, Begehren und Geschlechterverhältnisse in der Kunst der Frühen Neuzeit. D 2012, 336 S. mit Abb., Broschur, € 35.77
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transcript
In den literarischen und künstlerischen Werken nimmt der Liebesdiskurs seit der Frühen Neuzeit einen zunehmend wichtigen Stellenwert ein. Dabei geht es um zentrale gesellschaftliche Fragen: zum einen das Geschlechterverhältnis, zum anderen das Verhältnis zwischen privatem und öffentlichem Bereich. Die verschiedenen Liebesmodelle (wie Ehe, Konkubinat oder homoerotische Beziehung) schlagen sich auch in der Kunst in vielfältigen Repräsentationsformen nieder, die sich differenzieren lassen. Aus den Beiträgen in diesem Sammelband geht hervor, dass illegitimes Begehren oft in ambivalenten Ikonographien versteckt wird. Andreas Plackinger analysiert z.B. homoerotisches Begehren im Jünglingsporträt des Cinquecento. Doris Guth fasst die kunsthistorische Forschung zur Homoerotik unter Frauen zusammen.
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Rainer Metzger: Swinging London

Rainer Metzger: Swinging London

Kunst und Kultur in der Weltstadt der 60er Jahre. D 2012, 368 S. mit zahlreichen S/W- u. farb. Abb., Broschur, € 30.74
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DTV
Die Impulse, die die »Swinging Sixties« von London aus in die Welt sandten, waren Trends, die den Schwerpunkt zeitgenössischer Kultur von Paris nach London verschoben und die bis heute Bestand haben. Der Minirock oder Vidal Sassoons Bob, Pop Art und Op Art, Richard Hamilton und David Hockney mit seinen Jungs am Pool, Francis Bacon und Lucian Freud, die Beatles und die Rolling Stones, The Who und The Kinks, Emma Peel im körperbetonten Catsuit und James Bond, dazu innovative Architektur. Und dieser Take-off wurde von den damals groß gewordenen Jugendlichen in eine Zukunft getragen, die durch mehr Wohlstand und mehr Kommunikation geprägt war. Die Pop-Art fand erst im London dieser Zeit zu sich selbst und setzte zum großen Sprung in die Neue Welt und über den ganzen Globus an.
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Patricia Gozalbez Cantó: Fotografische Inszenierungen von Weiblichkeit

Patricia Gozalbez Cantó: Fotografische Inszenierungen von Weiblichkeit

D 2012, 414 S., Broschur, € 40.91
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transcript
In den deutschen und spanischen Zeitschriften der 1920er und 1930er Jahre wurden vermehrt neue Typologien von Weiblichkeit vorgestellt, die ganze Generationen prägen sollten. Welche waren das? Und wie reagierten damalige Künstlerinnen in ihren Produktionen auf diese massenmedialen Inszenierungen von Weiblichkeit? Aus einer genderspezifischen Perspektive heraus nimmt Patricia Gozalbez Cantó zahlreiche Bildanalysen vor und zeichnet die Reaktionen in den Selbstdarstellungen der deutschen und spanischen Künstlerinnen-Avantgarde der Zeit nach: eine Dokumentation des Übergangs von traditionellen zu modernen Weiblichkeitsbildern in einer historischen Phase großer Umbrüche und der damit verbundenen Ambivalenzen.
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