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Ulrike Wohler: Weiblicher Exhibitionismus

Ulrike Wohler: Weiblicher Exhibitionismus

Das postmoderne Frauenbild in Kunst und Alltagskultur. D 2009, 221 S. mit Abb., Broschur, € 29.61
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Weiblicher Exhibitionismus ist - in der westlichen Kultur verankert - im Gegensatz zu seinem strafrechtlich verfolgten, männlichen Pendant gesellschaftlich integriert. Die Zurschaustellung des weiblichen Körpers kann Ausdruck erotischer Macht sein und damit auch eines selbstbestimmten Sexualsubjekts. So nutzten Marilyn Monroe oder Madonna Nacktheit als Möglichkeit befreiender erotischer Selbstdarstellung und verwirklichten in diesen künstlerischen Provokationen progressive Stellungnahmen. Vor dem Hintergrund soziologischer, medizinischer, psychologischer und juristischer Diskurse und unter Zuhilfenahme persönlicher Erfahrungen als Tänzerin zeigt die Autorin die emanzipatorischen Ziele des weiblichen Exhibitionismus auf.
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Edda Ziegler: Verboten - verfemt - vertrieben

Edda Ziegler: Verboten - verfemt - vertrieben

Schriftstellerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. D 2010, 363 S., Broschur, € 13.26
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Erst Anfang des 20. Jahrhunderts begannen im deutschsprachigen Raum Frauen die literarische Szene zu erobern. Doch unter der Naziherrschaft sollte ihr Einfluss zurückgedrängt werden. Die Karrieren vieler deutschsprachiger Autorinnen fand ein jähes Ende. Ihre Werke wurden verboten. Viele wurden vertrieben, weil sie einer nicht genehmen politischen Überzeugung anhingen, weil ihre Art zu schreiben, den Nazis missfiel oder weil sie Jüdinnen waren. Für viele Autorinnen begann damit ein Kampf - sowohl um die literarische Existenz als auch um das nackte Überleben. Edda Ziegler stellt sieben solcher Autorinnen in Porträts vor - darunter Anna Seghers, Hilde Domin, Elke Lasker-Schüler, Erika Mann und Grete Weil. Sie erzählen von den Wegen dieser Frauen ins Exil, ihrem Leben, Schreiben und Publizieren in fremden Ländern.
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Judith Butler: Raster des Krieges

Judith Butler: Raster des Krieges

Warum wir nicht jedes Leid beklagen. Dt. v. Reiner Ansén. D 2010, 180 S., Broschur, € 20.46
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Die entmenschlichende Sprache des Krieges - insbesondere die des Irakkriegs - beleuchtet Judith Butler in diesem Buch. Sie fragt sich darin, wie es dazu kommen konnte, dass die US-Regierung und in deren Gefolge die US-Medien das Leben von Muslimen - insbesondere von Irakis - als weniger wert einstufen als das von US-Bürgern. Im Zeitalter der medienvermittelten Kriege gibt es benachteiligte Gruppen, die einfach durch das Raster fallen, weil ihre Leiden nicht im Scheinwerferlicht der Kameras stattfinden: die Flüchtlinge, Häftlinge ohne Rechtsgrundlage, Folteropfer - sie gelten als rettungslos verloren. Ihnen weint niemand eine Träne hinterher. Butler möchte in dieser Frage der Linken eine neue Ausrichtung vermitteln: der Zerbrechlichkeit des Lebens der einzelnen muss ein wirksamer Schutz vor Übergriffen der staatlichen Gewalt gegenüberstehen.
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Rosa Mayreder: Zivilisation und Geschlecht

Rosa Mayreder: Zivilisation und Geschlecht

Ö 2010, 200 S., Broschur, € 19.90
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Kaum eine andere Feministin stellte so radikal Fragen nach Machtverhältnissen, Gewaltformen und Sexualität wie Rosa Mayreder. Die Österreicherin war als Schriftstellerin, Frauenrechtlerin, Kulturphilosophin, Musikerin and Malerin tätig. Sie war angetreten, um das Frauen auferlegte Gebot der Zurückhaltung (gemeint war: ein Schweigen über sich selbst) zu durchbrechen. »Nichts muss den Frauen so angelegen sein, als gegen die Abstraktion zu kämpfen, in die sie beständig durch männliches Denken verwandelt werden. Gegen das Weib als Idol müssen sie kämpfen, wenn sie als reelle Personen ihr Recht in der Welt erobern wollen.« Rosa Mayreder stellte ihren Anspruch nach Veränderung der Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern auf eine differenzierte, theoretisch fundierte Grundlage und führte Geschlecht als soziale Kategorie ein.
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Heinz-Jürgen Voß: Making Sex Revisited

Heinz-Jürgen Voß: Making Sex Revisited

Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive. D 2010, 463 S., Broschur, € 35.77
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Geschlecht als Gender ist ein gesellschaftliches Produkt - eine Ansicht, die heute allgemeinhin akzeptiert wird. Dass aber auch das biologische Geschlecht »sex« gesellschaftlich gemacht ist, war bislang nur ein Postulat queer-feministischer Theorien. In »Making Sex Revisited« soll diese These anhand biologischer Theorien erstmals ausführlich untersucht werden. Die naturphilosophischen und biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien verschiedener Epochen (Antike, Frühneuzeit, Gegenwart) werden hier dargestellt und mit den jeweiligen gesellschaftlichen Geschlchterordnungen in Verbindung gesetzt. Der Autor differenziert die einzelnen Positionen aus. Durch prozessorientierte Betrachtungsweisen sind in biologischen Theorien eigentlich viele Geschlechter denkbar - statt nur zwei.
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Mechthild Bereswill, Michael Meuser, Sylka Scholz: Dimensionen der Kategorie Geschlecht: Der Fall Männlichkeit

Mechthild Bereswill, Michael Meuser, Sylka Scholz: Dimensionen der Kategorie Geschlecht: Der Fall Männlichkeit

Forum Frauen- u. Geschlechterforschung. Bd. 22. D 2009 (Neuaufl.), 258 S., Broschur, € 25.60
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Westfälisches Dampfboot
Männlichkeit und männliche Lebenslagen werden - ausgehend vom angelsächsischen Raum - seit gut zwanzig Jahren in den Sozialwissenschaften zunehmend thematisiert. Der vorliegende 22. Band aus der Reihe »Forum Frauen- und Geschlechterforschung« rekapituliert diese junge Entwicklung und beleuchtet die aktuellen Theorieansätze und Forschungsfelder einer Soziologie der Männlichkeit. Dabei wird der Kontext einer sich immer stärker ausdifferenzierenden Geschlechterforschung durchaus berücksichtigt. Relevante Aspekte wie Sozialisation, Arbeit, Familie, Vaterschaft, aber auch wohlfahrtsstaatliche Geschlechterpolitik, Gesundheit, Körper, Sexualität sowie Migration, homosexuelles Begehren versus Homophobie, Gewalt und Militär werden hier eingehend aufgefächert.
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Brigitte Aulenbacher, Mechthild Bereswill, Martina: FrauenMännerGeschlechterforschung - State of the Art

Brigitte Aulenbacher, Mechthild Bereswill, Martina: FrauenMännerGeschlechterforschung - State of the Art

Forum Frauen- u. Geschlechterforschung. Bd. 19. D 2009 (Neuaufl.), 349 S., Broschur, € 30.74
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Westfälisches Dampfboot
FrauenMännerGeschlechterforschung ist aufgrund einer expliziten Einladung zu einem »Dialog der Gegensätze« entstanden. Die eingegangenen Beiträge geben einen guten Einblick in aktuelle Entwicklungen und Debatten der Erkenntnistheorie und des wissenschaftspolitischen Bereichs. Es stehen dabei kontroversielle Positionen einander gegenüber. Es zeigt sich dabei, wie stark die Sozialwissenschaften durch feministische Diskurse geprägt sind. Aber auch Erkenntnisse der Geschlechtersoziologie und die Konturierungen der Gender Studies fließen zunehmend in den Pool der Sichtweisen ein und ermöglichen eine fortlaufende Reflexion der eigenen Forschungsgegenstände. Das Projekt bewegt sich zwischen feministischer Gesellschaftskritik und wissenschaftlichen Neutralitätsansprüchen, zwischen erfolgreicher Professionalisierung und ständiger Marginalisierung.
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Myrthe Hilkens: McSex

Myrthe Hilkens: McSex

Die Pornofizierung unserer Gesellschaft. D 2010, 207 S., Broschur, € 18.50
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Orlanda Frauenverlag
Die sexuelle Revolution hat vieles freigesetzt - u.a. auch die Pornos. Heute gehören sie zur Freizeitgestaltung wie Kino oder Discobesuch. Dabei haben sie ihre ursprüngliche gesellschaftliche Sprengkraft verloren und sind zu einer Art sexuellem Fastfood geworden. Also solches haben Pornos wie ihre Entsprechung auf Seiten der Ernährung eine mitunter schädliche Wirkung auf die junge Generation. Die zunehmende Verbreitung von Pornos entspricht - so die Autorin von »McSex« - dem fortgeschrittenen Sexualisierungsprozess in unseren westlichen Gesellschaften. Sex ist dadurch zu einem medial inszenierten Konsumartikel geworden. Diese kritische Sicht zielt jedoch nicht auf eine Rückkehr in prüde, sexfeindliche Zeiten ab, sondern will eine neue Befreiung vom Diktat des Sex- und Schönheitsindustrie.
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