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Anja Nordmann: Alltäglicher Feminismus

Anja Nordmann: Alltäglicher Feminismus

Geschlecht als soziale Erfahrung und reflexive Kategorie. D 2011, 296 S., Broschur, € 30.79
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Ulrike Helmer
Selbstbestimmung, Autonomie und Gleichberechtigung gehören zum zentralen Alltagswissen junger Frauen. Feminismus hat in Form des Bewusstseins über die Kategorie »Geschlecht« alltägliche Bedeutung erlangt und in seiner Funktion, Alltag zu beschreiben und zu deuten, eine abstrahierte Form angenommen. Die durch verschiedene feministischen Mädchen- und Frauenprojekte einschlägig mit dem Thema befasste Autorin dokumentiert in ihrem Buch, dass die geringe Komplexität gesellschaftlich etablierter, feministischer Normen zu einem Dilemma in der Alltagsbewältigung führt. Anhand des Theorems des alltäglichen Feminismus werden in dem Buch Alltagserzählungen ausgewertet, in den historischen Kontext eingeordnet und im Rahmen aktueller Genderdiskurse interpretiert.
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Thomas A. Herrig: ... wo noch nie eine Frau zuvor gewesen ist ...

Thomas A. Herrig: ... wo noch nie eine Frau zuvor gewesen ist ...

45 Jahre Star Trek und der Feminismus. D 2010, 206 S. mit S/W-Fotos, geb., € 25.60
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Star Trek ist einzigartig - in 45 Jahren mit mehr als 700 Episoden setzt sich das Phänomen mit den Problemen der jeweiligen Zeit unterhaltsam und gleichzeitig ernst auseinander. Kurioserweise spielen in der bisherigen Rezeption die Frauenrollen und die vielen weiblichen Fans der Star Trek-Serien eine nur untergeordnete Rolle. Serien-Schöpfer Gene Roddenberry brachte 1964 im Pilotfilm eine Frau in die Position des stellvertretenden Raumschiffcaptains - eine damals gewagte Vision. 1968 avancierte der TV-Kuss zwischen Captain Kirk und Lieutenant Uhura, einer Farbigen, zum Skandalon - damit wurde TV-Geschichte geschrieben. Im Serienableger »Raumschiff Voyager« übernahm erstmals eine Frau das Kommando auf einem TV-Raumschiff. Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Kultserie und Realität? Welchen Einfluss hat die Serie auf den Feminismus?
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Roswitha Hoffmann: Das Mädchen mit dem Jungenkopf

Roswitha Hoffmann: Das Mädchen mit dem Jungenkopf

Kindheit und Jugend der Schriftstellerin Fanny Lewald. D 2011, 155 S., Broschur, € 25.65
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Ulrike Helmer
Fanny Lewald war eine der bekanntesten deutschen Autorinnen des 19. Jahrhunderts. Die Biografin versucht zu zeigen, wie eine solch bemerkenswerte Biografie in einer Epoche nahezu ungebrochener männlicher Hegemonie in der Literaturwelt möglich sein konnte. Nicht einmal im Bürgertum wurde im 19. Jahrhundert Wert auf Erziehung und Bildung von Mädchen gelegt. Fanny Lewalds Erziehung liegt in den jüdischen Traditionen ihrer Familie begründet. Die kleine Fanny wurde von ihrem Vater gezielt gefördert und gefordert. Sie wird als Vorbild für die Geschwister aufgebaut. Sie kommt in eine koedukative Schule und avanciert zur besten Schülerin. Als selbstbewusste Persönlichkeit widersetzt sie sich später einer Vernunftehe. Sie bleibt selbstständig und setzt sich in ihrem weiteren beruflichen Wirken als vielgelesene sozialpolitische Autorin mit der Diskriminierung von Frauen und Juden auseinander.
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Nuala O'Faolain: A Radiant Life

Nuala O'Faolain: A Radiant Life

USA 2011, 302pp., brochure, € 15.95
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The selected journalism of Nuala O'Faolain presents an unequivocal voice - tackling a vast range of subjects - from Catholicism to Feminism - from Frank Sinatra to Africa - and from Irish American Culture to Islam and the West. Curious and funny, tender and scathing, O'Faolain's columns were never less than trenchant and always passionate. Through the prism of casual, everyday encounters, she presses her subject, reaching beyond the prompting of the moment to transcend topicality. The result is a cumulative historical narrative, an inadvertent chronicle of a transformed Ireland by one of its sharpest observers and canniest critics. Nuala O'Faolain was for two decades a columnist for the »Irish Times«. She died in Dublin in 2008.
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Barbara Eder, Felix Wemheuer (Hg.): Die Linke und der Sex

Barbara Eder, Felix Wemheuer (Hg.): Die Linke und der Sex

Klassische Texte zum wichtigsten Thema. Ö 2011, 173 S., Broschur, € 12.90
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Können Projekte einer gesamtgesellschaftlichen politischen Emanzipation mit einer Kritik der Sexualität einhergehen? Dieser Frage geht die vorliegende Dokumentation nach, in der linkskommunistische, marxistische und (queer-)feministische Texte u.a. von Alexandra Kollontai, Clara Zetkin, Herbert Marcuse, Reimut Reiche und Michel Foucault zusammengetragen wurden. Hier kommen neue Beziehungsformen wie die »erotische Freundschaft«, die Sexualethik des Kommunismus, Praktiken zur Überwindung einer genitalfixierten Sexualität und die Frage zur Sprache, wie (Un-)Lust mit Lohnarbeit zusammenhängt. Über den Umweg einer historischen Spurensuche versucht dieses Buch, emanzipatorische Elemente freizulegen. Michel Foucault ist mit »Nein zum König Sex« und »Lesbischer Sadomasochismus als Praktik des Widerstands« vertreten.
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Michaela Karl: Die Geschichte der Frauenbewegung

Michaela Karl: Die Geschichte der Frauenbewegung

D 2011, 264 S., Pb, € 6.17
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Reclam
Die heutige Töchtergeneration sieht sich nicht mehr benachteiligt. Im Gegenteil: sie denkt, dass die Diskriminierungen und Benachteiligungen von Frauen längst Geschichte sind und sie längst nicht nur gleiche Chancen haben, sondern auch durch Frauenquoten besser gestellt sind. Tatsächlich geht dieser Generation wieder viel Geld und Ruhm durch die Lappen. Da war doch mal was? Vor diesem »Backlash«, der glücklicherweise nicht den ganzen Feminismus hinwegfegen konnte, gab es seit der Französischen Revolution eine Frauenbewegung, die sich dem kurzsichtigen Blick neuer Mädels auf ihren Bauchnabel zunehmend zu entziehen scheint. Dadurch haben sich die Frauen überhaupt erst das Menschenrecht erstritten. Und in einigen Ländern der Erde hat es auch heute noch keine Gültigkeit. Da gibt es viel zu tun.
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Helena Whitbread (ed.): The Secret Diaries of Miss Anne Lister

Helena Whitbread (ed.): The Secret Diaries of Miss Anne Lister

UK 2010, 422pp., brochure, € 15.95
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Anne Lister defied the role of 19th-century womanhood: she was bold, fiercely independent, a landowner, industrialist, traveller - and lesbian. She kept intimate diaries of her life and loves, much of which were written in code. These diaries are a piece of lost lesbian history - they have been edited by Helena Whitbread, who spent years decoding and transcribing them. Anne Lister's sense of self and self-awareness is what makes her modern to us. She was a woman exercising conscious choice. She controlled her cash and her body. At a time when this was total exception, she not only dodged the traps of being female, she set up a liaison with another woman who enhanced her own wealth and left both of them free to live as they wished.
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Valerie Solanas: SCUM - Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer

Valerie Solanas: SCUM - Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer

Dt. v. Jörg Schröder. D 2010, 111 S., Broschur, € 10.28
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Im Juni 1968 borgte sich Valerie Solanas etwas Geld, kaufte sich davon eine Pistole, warf sich in schwarze Klamotten und begab sich in die Factory, um dort Andy Warhol zu erschießen. Sie feuerte drei Schüsse auf ihn ab, der letzte traf Warhol in der Lunge. »Es geschieht nicht oft, dass ich jemanden erschieße«, sagte sie in ihrer Verhandlung. »Lest mein Manifest, das erklärt euch, wer ich bin«. SCUM - das Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer - liest sich so, als würde die Autorin einem Adler gleich über der Gesellschaft kreisen und nur darauf warten, endlich ihre Klauen ins Fleisch des prächtigsten Zuchtbullen auf der Weide schlagen zu können. Und nach und nach erledigt sie ein Rindvieh nach dem anderen. Schließlich bleibt nur noch ein mickriges Exemplar mit dem winzigsten Pimmel übrig. Nur so glaubt sie, dem Patriarchat Herr werden zu können.
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