Wie verschieden sind wir wirklich, Herr Buschbaum? D 2013, 250 S., Pb, € 10.27 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Fischer Taschenbuch Selten ist ein Mensch in der Lage gleichzeitig beurteilen zu können, was es bedeutet (und wie es sich anfühlt), Mann zu sein und Frau zu sein. Balian Buschbaum, der bis 2008 Frauen war und dann durch eine Geschlechtsangleichung zum Mann wurde, kann das - und lässt an diesen seinen Erfahrungen den Leser teilhaben. Sind Männer und Frauen wirklich so verschieden? Oder sitzen wir überwiegend Klischees, Vorurteilen, Missverständnissen und Glaubenslehren auf? Buschbaum kennt beide Gefühlswelten wie kein zweiter und kommt in diesem seinem zweiten Buch zu der These, dass Frauen und Männer mehr verbindet als sie trennt. Worauf achten Männer, wenn sie Frauen sehen? Was suchen Frauen in Männern? Wie ticken Männer im Gegensatz zu Frauen? Balian Buschbaum versucht viele derartige Fragen zu beantworten.
USA 2011, 140 pp., hardbound, € 14.95 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. In June 1939 Annemarie Schwarzenbach and fellow writer Ella Maillart set out from Geneva in a Ford, heading for Afghanistan. The first women to travel Afghanistan’s Northern Road, they fled the storm brewing in Europe to seek a place untouched by what they considered to be Western neuroses. The Afghan journey documented in »All the Roads Are Open« is one of the most important episodes of Schwarzenbach’s turbulent life. Her incisive, lyrical essays offer a unique glimpse of an Afghanistan already touched by the »fateful laws known as progress«. In her writings, Schwarzenbach conjures up the desolate beauty of landscapes both internal and external, reflecting on the longings and loneliness of travel as well as its grace.
Ein Leben für die Berge. CH 2013, 271 S., Pb, € 13.26 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Lenos Lorenz Saladin war ein Abenteurer und Bergsteiger aus dem solothurnischen Schwarzbubenland. Er nahm an erfolgreichen Expeditionen in den Kaukasus, den Pamir und den Tienschan teil. Mit einer russischen Expedition wollte er 1936 den Khan Tengri in Zentralasien besteigen. Dort verstarb er an den Folgen erlittener Erfrierungen. Annemarie Schwarzenbach bewies bei ihrer Schilderung des Lebens und der Expeditionen von Lorenz Saladin große Sachkenntnis. Sie bewunderte Mut und Unternehmungsgeist des Extremalpinisten Saladin. Auch wenn sie keine Bergsteigerin war, sah sie darin doch die große Grenzerfahrung, die sie selbst in anderen Bereichen auch suchte. Sie beschrieb Saladins Leben daher mit großem Einfühlungsvermögen. Obwohl dieses Buch zu Lebzeiten ihr bestverkauftes war, ist es mit der Zeit in Vergessenheit geraten - ebenso wie das darin geschilderte, extreme Leben.
Ö 2012, 172 S. mit zahlreichen Abb., Broschur, € 17.50 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Bayer 8 Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage der »Linzer Stadtführerin« gibt es nun eine aktualisierte Neuauflage dieses immer noch einzigen Buches zur Linzer Frauengeschichte. Darin werden Frauen aus unterschiedlichen Bevölkerungs- und Berufsgruppen sichtbar und hörbar mit verschiedenen Lebensentwürfen, Interessen, Fähigkeiten und manchmal auch Schwierigkeiten. Die HerausgeberInnen folgen den Lebenswegen von Künstlerinnen, Arbeiterinnen, Ordensfrauen, Hebammen, Lehrerinnen und Politikerinnen. Weibliche Vielfalt wird dadurch Sichtbarkeit verliehen. Aber auch Unterschiede, Unvereinbarkeiten und Unstimmigkeiten werden nicht verschwiegen. Die »Frauengeschichten« folgen der Linzer Topografie - sie verbinden Linzer Frauengeschichte mit Stadtrundgängen.
Dt. v. Monika Schmalz. D 2013, 251 S., geb., € 19.43 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Hanser 1985 wurde Jeanette Wintersons erster Roman »Orangen sind nicht die einzige Frucht« veröffentlicht. Das war Jeanettes Version einer Geschichte über ein Haus mit Terrasse in Accrington, über ein adoptiertes Mädchen und über die verhinderte Gigantin Frau Winterson. Jeanettes Adoptivmutter wollte, dass Jeanette eines Tages Missionarin würde. Doch da durchkreuzt Jeanettes Lesbischsein diese Pläne. Mit 16 verliebt sie sich in eine Frau. Jeanette zieht zuhause aus, um mit ihrer Geliebten glücklich zu werden - ein Moment, in dem ihr die Mutter die Titel stiftende Frage stellt: »Warum glücklich statt einfach nur normal?« Jahre später begegnet Jeanette ihrer echten Mutter, die wie ein Gegenentwurf zu Frau Winterson erscheint. Mit der ihr eigenen Furchtlosigkeit und dem durch nichts zu erschütternden Witz, der typisch für sie ist, kehrt in diesem neuen Buch Jeanette Winterson zurück in die schrecklichen Tage ihrer Kindheit und Jugend.
Sarah Schulman: Israel / Palestine and the Queer International
USA 2012, 194 pp., brochure, € 20.99 Kostenloser Versand innerhalb Europas. Duke University Press In this chronicle of political awakening and queer solidarity, the activist and novelist Sarah Schulman describes her dawning consciousness of the Palestinian liberation struggle. Invited to Israel to give the keynote address at an LGBT studies conference at Tel Aviv University, Schulman declines, joining other activists and academics honoring the Palestinian call for an academic and cultural boycott of Israel. Anti-occupation activists in the U.S., Canada, Israel, and Palestine come together to help organize an alternative solidarity visit for the American activist. Schulman takes us to an anarchist, vegan café in Tel Aviv, where she meets anti-occupation queer Israelis, and through border checkpoints into the West Bank, where queer Palestinian activists welcome her into their spaces for conversations that will change the course of her life.
Sigmund Freuds berühmte Patientin. Ö 2012, 536 S., illustr., Broschur, € 19.95 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Zaglossus Ein 18jähriges, schönes und kluges Mädchen aus sozial hoch stehender Familie hat das Missfallen und die Sorge seiner Eltern durch die Zärtlichkeit erweckt, mit der sie eine etwa zehn Jahre ältere Dame »aus der Gesellschaft« verfolgt. Das Mädchen lässt sich durch die Verehrung der Dame nicht beirren, obwohl es ihr an Sinn für das Schickliche und Reinliche nicht gebricht. Kein Verbot und keine Überwachung hält sie ab, jede der spärlichen Gelegenheiten zum Beisammensein mit der Geliebten auszunützen, stundenlang vor ihrem Haustor auf sie zu warten, ihr Blumen zu schicken. So sah Sigmund Freud Sidonie C., die ihm von ihren Eltern zur Behandlung anvertraut worden war. Die Eigenwilligkeit Sidonies sollte sich durch ihr ganzes Leben ziehen. Dieses bewegte Leben schildern Ines Rieder und Diana Voigt, die Sidonie C. (so ihr Name im Buch) persönlich kannten und lange Gespräche mit ihr führten. Einfühlsam haben die beiden Autorinnen die Erinnerungen und Andeutungen mit recherchiertem Material aufbereitet und präsentieren ein anrührendes Bild einer bemerkenswerten Frau, deren Liebe zu schönen Frauen ihr ganzes Leben bestimmte. Das fesselnde Persönlichkeitsporträt wird dabei zugleich zu einem neuen Blick auf die österreichische Geschichte des 20.Jahrhunderts.
Sidonie C. über Sigmund Freud - aus einem Interview mit Ines Rieder Sidonie Csillag, die Patientin aus »Über die Psychogenese eines Falles von weiblicher Homosexualität«, spricht über ihre Erfahrungen mit Sigmund Freud.
Audre Lorde und die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland. D 2012, 240 S., Broschur, € 20.05 Kostenloser Versand innerhalb Europas. Orlanda Frauenverlag Das rückhaltlose Ausloten von Sexismus, Rassismus, Homophobie und Klasse machen Audre Lorde auch zwanzig Jahre nach ihrem Tod zu einer der einflussreichsten Kämpferinnen für die Rechte schwarzer Frauen. Ebenso entschlossen engagierte sie sich als lesbische Mutter. Ihre Essays, Gedichte, Vorträge und Erzählungen sind einschneidend und entschlossen, sie werfen einen schonungslosen Blick auf die Realität und transportieren dabei doch immer auch Hoffnung. Der vorliegende Band ist eine Sammlung von bereits erschienenen und bisher unveröffentlichten Texten Audre Lordes. Ergänzt werden diese durch Texte von Frauen, die gemeinsam mit der Autorin den Weg einer deutschen Schwarzen Frauenbewegung gingen und von Schwarzen Frauen der Nachfolgegenerationen aus Deutschland, die sich mit ihrem Erbe und den aktuellen Kämpfen auseinander setzen.