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Monica Nolan: Bobby Blanchard, Lesbian Gym Teacher

Monica Nolan: Bobby Blanchard, Lesbian Gym Teacher

USA 2010, 291 pp., brochure, € 14.95
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Welcome to Metamora Academy for Girls. Roberta »Bobby« Blanchard is crushed when an accident forces her to leave the glamorous world of professional field hockey. As Games Mistress at Metamora Academy, she's dismayed to learn that sports take a backseat to literary and artistic pursuits. But Bobby's arrival at the elite boarding school will unearth more than one girl's hidden abilities, and spur some ardent rivalry between pupils - and teachers - on and off the field, including Laura Burnham - the sultry, seductive, bohemian, and married Art Mistress, Enid Butler - the Math Mistress with a natural eye for figures, Carole Kerwin and Angela Cohen - the student body's most promising athletes who have nothing in common until they join Bobby's team.
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Sabine Brandl: Und täglich grüßt die Erinnerung

Sabine Brandl: Und täglich grüßt die Erinnerung

D 2010, 202 S., Broschur, € 17.42
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15 Jahre ist es her, als die stille Lisa und die feurige Carmen in die gleiche Klasse gegangen sind. Beim Klassentreffen sehen sich die beiden wieder. Für Lisa bedeutet es die Konfrontation mit fast in Vergessenheit geratenen Gefühlen. Was eigentlich nicht zu erwarten war, tritt nun ein: durch die Begegnung mit Carmen gerät die Ehefrau und Mutter in einen emotionalen Ausnahmezustand. Sie merkt, dass die Liebe zu Carmen noch immer nicht verklungen ist. Doch die Welt hat sich inzwischen weiter gedreht. Und nun muss Lisa um ihre Familienidylle fürchten, wenn sie irgendetwas mit der alten Liebe zulässt. Carmen merkt allerdings, dass mit ihrer Freundin etwas nicht stimmt. Und sie will dem auf den Grund gehen. Lisa wiederum verfängt sich in einem Gespinst aus Verdächtigungen und Lügen - es kommt zu Verwicklungen.
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Charlotte Mendelson: Meschugge

Charlotte Mendelson: Meschugge

Eine fast perfekte Familie. Dt. v. Barbara Schaden. D 2010, 383 S., Pb, € 9.20
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Heyne
Es ist der Hochzeitstag von Leo - dem erstgeborenen Sohn von Rabbi Rubin und seiner Frau Claudia. Diese weiß, wie sehr die Familie über ihre Verhältnisse lebt und im Grunde vom Erfolg ihres nächsten Buches abhängt. Vater Norman arbeitet an einem Buchprojekt, das eines Tages ihr Familienbuch in den Schatten stellen könnte. Dabei wollte sie sich mit ihrem Buch als Familiendiva wiederherstellen. Und überhaupt als Seele der ganzen Nation. Und so setzt am Hochzeitstag ihres Sohnes der Zerfall der Rubin-Familie ein: Sohn Simeon hat es faustdick hinter den Ohren. Die jüngste Tochter Emily hängt am Tropf der Eltern und geht mit einem Mann aus, der in Wirklichkeit gar kein Mann ist. Und die ältere Tochter - Frances - ist in einer öden Ehe festgefahren. Sie beginnt ihr Leben als Mutter und Hausfrau - zudem ihre ganze Sexualität - von Grund auf zu überdenken. Nun lässt auch noch Leo seine Braut am Hochzeitstag sitzen. (Also available in an English version »When We Were Bad« for € 13,30)
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Ulrike Karner: Allah und der Regenbogen

Ulrike Karner: Allah und der Regenbogen

D 2010, 348 S., Broschur, € 20.51
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Ulrike Helmer
Ebru ist Muslima und frisch verliebt: in eine andere Frau. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen für Mona und ihren religiösen Grundeinstellungen. Zunächst einmal ist es ihr wichtig, dass die Eltern und ihr Bruder Tarik nichts von ihren lesbischen Neigungen erfahren. Glücklicherweise gibt es im Leben von Tarik gerade nichts Anderes als die Beziehung zu seiner neuen Flamme Lena - und deren Familie entspricht nicht ganz den Vorstellungen von Tariks türkischer Familie: sie hat zwei Mütter, und die sind auch noch ein lesbisches Paar. Die Wiener Autorin Ulrike Karner erlaubt der Leserin mit dieser doppelten Liebesgeschichte zweier muslimischer Geschwister einen unverkrampften Blick über den Tellerrand von engen kulturellen Traditionen hinaus.
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Shamim Sarif: Das Leben, von dem sie träumten

Shamim Sarif: Das Leben, von dem sie träumten

Dt. v. Andrea Krug. D 2010, 357 S., geb., € 23.54
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Krug und Schadenberg
Alexander Iwanow will sich mit Ende 60 zur Ruhe setzen und sucht daher nach einem Käufer für seine Catering-Firma in Boston. Diesen findet er in der kühlen Businessfrau Melissa Johnson. Im Laufe der Verhandlungen lernt Alexander Melissas Mutter Estelle kennen. Sie scheint sich für Alexanders Lebensgeschichte zu interessieren. Also erzählt er ihr von seiner Karriere als Regierungsangestellter in der Sowjetunion des Kalten Krieges und seiner Flucht in die USA. Dabei kommt auch der tragische Tod seiner Frau Katja zur Sprache. Die näheren Umstände ihres Schicksals bleiben im Dunkeln. Nun versucht allerdings Alexanders Nichte Lauren, die Rätsel um Katjas Tod zu ergründen. Melissa, die endlich entdeckt, dass das Leben neben dem Beruf auch Anderes zu bieten hat, begleitet Lauren auf die Reise nach Moskau.
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Ellis Avery: Die Teemeisterin

Ellis Avery: Die Teemeisterin

Dt. v. B. Heller. D 2009, 575 S., € 10.28
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Im Jahr 1866 findet sich die 9jährige Aurelia verwaist im fremden Kyoto. Die uneheliche Tochter einer Französin war in New York aufgewachsen, versteht nur Bruchstücke Japanisch und kennt im fremden Land niemanden. Durch eine glückliche Fügung wird sie von der Familie Shin aufgenommen, die eine Schule betreibt, in der Adelssprösslinge die traditionelle japanische Tee-Zeremonie erlernen können. Yukako, die Tochter des Hauses setzt sich erfolgreich für die kleine Unbekannte ein, die fortan den japanischen Namen Urako trägt. Japan ist ein noch völlig feudal organisiertes jeglichen Neuerungen und ausländischen Einflüssen verschlossenes Land. Das ändert sich schlagartig mit der Inthronisation des neuen Kaisers. Aurelia, die sich mühevoll einlebt und die Sitten und die Sprache des Landes erlernt, erlebt, wie Japan von oben revolutioniert wird, der alte Landadel entmachtet wird und mit einem Mal Neureiche und Ausländer den Ton angeben. Damit ist auch den Teeschulen die Basis entzogen, denn die traditionelle Klientel verarmt. Yukako jedoch will die absehbare Verarmung nicht hinnehmen, gemeinsam mit Aurelia geht sie ins Geisha-Viertel der Stadt und lässt sich in den alten Unterhaltungstechniken unterweisen. Mit diesen Fertigkeiten und ihrem Familienwissen über japanischen Tee beginnt sie – natürlich gegen Geld – Fremden japanische Kultur zu zeigen. Yukako entwickelt sich zu einer emanzipierten Frau, die sich ein extravagantes Leben nun auch wirtschaftlich leisten kann. Aurelia erlebt dies aus der perspektive des erwachsen werdenden Mädchens, und aus anfänglicher Bewunderung und Anhänglichkeit entwickelt sich eine lebenslange Leidenschaft für Yukako. Doch Yukako erwidert diese Liebe nicht, die Beziehung der beiden Frauen endet in einer Katastrophe. Trost findet Aurelia bei anderen Frauen, vor allem bei Inko, einer Dienerin der Geisha, von denen sie und Yukako ihre ersten Unterweisungen erhalten. Aurelia erzählt ihre Lebensgeschichte rückblickend im hohen Alter, als sie bereits wieder in New York lebt und zusammen mit Inko, die ihre Gefährtin wurde, ein kleines Geschäft betreibt. »Die Teemeisterin« fesselt zunächst einmal durch die Schilderung Japans, die Veränderungen in einem Land, das in kürzester Zeit ein gewaltiges kulturelles Erbe hat untergehen lassen, und von dessen Geschichte wir auch heute noch wenig wissen. Doch es ist Aurelias Perspektive, die beim Lesen die ganze Dramatik kultureller Fremdheit erfahren lässt. Aurelia schafft es nämlich durchaus, sich Sprache und Kultur Japans anzueignen, es auch zu einem Teil ihrer selbst werden zu lassen; und sie ist auch in keiner Weise sentimental gegenüber ihrer westlichen Herkunft. Was aber Aurelia vor allem auch nach ihrer Rückkehr nach New York erfährt, ist, dass eine Entwurzelung überhaupt nicht ausgeglichen werden kann, dass zeitlebens ein Grundgefühl der Heimatlosigkeit bleibt, ein Moment, das Ersehnte nie erreichen zu können. Dies als Lesbe zu erleben, verstärkt zum einen diesen Eindruck noch, denn zum kulturellen kommt das individuelle Außenseitertum hinzu; zum anderen hat es auch Rückwirkungen auf Aurelias Leben unter Frauen, denn von Yukako zurück gewiesen zu werden, war offenbar nicht der einzige Grund, weshalb sie zwar stets Wärme und intensive Nähe suchte, jedoch immer eine letzte Distanz bewahrte.
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Elles Avery: Die Teemeisterin

Elles Avery: Die Teemeisterin

Dt. v. B. Heller. D 2009, 575 S., geb., € 10.28
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Heyne
1866 kommt Aurelia als junges Mädchen aus New York nach Kyoto. Plötzlich verwaist, wird sie von der Shin-Familie, die eine Schule für die traditionelle Tee-Zeremonie des aristokratischen Japans betreibt, aufgrund der Fürsprache Yukakos, der einzigen Tochter des Hauses, adoptiert. Durch die kaiserlich verordnete Modernisierung erlebt Japan einen gewaltigen Umbruch und die Tee-Häuser verarmen. Yukako nimmt ihr Leben selbst in die Hand, gibt Neureichen und Ausländern Unterricht in der Tee-Zeremonie – immer zusammen mit Aurelia, deren anfänglich geschwisterliche Anhänglichkeit sich zur leidenschaftlichen Liebe entwickelt. Doch Yukako erwidert diese Liebe nicht, verfällt selbst immer wieder zweifelhaften Affairen. Halt und Liebe findet Aurelia schließlich bei Inko, die sie von den Streifzügen mit Yukako ins Geisha-Viertel der Stadt kennt. Ein großer historischer Roman über Japans Öffnung zum Westen aus der Perspektive einer ebenso ungewöhnlichen wie vereinnahmenden lesbischen Frau.
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Willa Cather: Sapphira und das Sklavenmädchen

Willa Cather: Sapphira und das Sklavenmädchen

Dt. v. Elisabeth Schnack. D 2010, 253 S., geb., € 20.51
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In ihrem letzten bedeutenden Roman zeichnete Willa Cather ein eindrucksvolles Porträt der amerikanischen Südstaaten vor Ausbruch des Bürgerkriegs. Bis in einzelne Familien hinein ist die Gesellschaft in der Frage - Sklaverei - ja oder nein? - tief gespalten. Willa Cather stellt in diesem Roman zwei ungleiche Frauen einander gegenüber: Sapphira ist die Frau des Mühlenbesitzers Henry Colbert in den Bergen von Virginia. Sie hält eisern an der alten Ordnung des Südens als Sklavenhaltergesellschaft fest. Schwarze Sklaven dienen wie selbstverständlich der Familie seit Generationen. Sapphiras Mann hat liberalere Ansichten. Und ihre Tochter empfindet wegen deren Einstellung nichts als Verachtung für die Mutter. Als die kranke Sapphira gerüchteweise vom Verhältnis ihres Mannes zum Sklavenmädchen Nancy erfährt, eskaliert die Situation in der Familie.
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