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Spielfilm

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Olivier Ducastel, Jacques Martineau (R): Meeresfrüchte

Olivier Ducastel, Jacques Martineau (R): Meeresfrüchte

F 2004, frz. OF, dt. SF, dt.UT, 95 min., € 12.99
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Eurovideo
Béatrix verbringt mit ihrem Mann Marc, ihrer nach Unabhängigkeit von der Familie strebenden Tochter Laura und ihrem in den tiefsten Untiefen der Pubertät steckenden Sohn Charly die Sommerferien in einem Häuschen an der Côte Azure. Während sich Laura mit einem Freund schnell aus dem Staub macht, verstehen Béatrix und Marc ihren etwas wortkargen, störrischen Sohn überhaupt nicht mehr. Charly bekommt überraschend Besuch von seinem Schulfreund Martin, der schwul ist und sichtliches Interesse an Charly zeigt. Die zunehmenden Spannungen zwischen Charly und Martin, die sich auch Charlys Eltern gegenüber nicht im Verborgenen abspielen, rufen Béatrix auf den Plan. Sie ist felsenfest davon überzeugt, dass ihr Sohn auch schwul ist und will ihm bei seinem Coming-out auf die Sprünge helfen. Eine Situation voller Missverständnisse steuert auf einen temporeichen, extrem verwickelten Höhepunkt zu, als sich Charly als Hetero outet, Beatrix' Liebhaber Mathieu aufkreuzt und Marc dem schwule Klempner Didier über den Weg läuft, mit dem er vor Jahren eine heiße Affäre gehabt hat.

Eytan Fox (R): Walk on Water

Eytan Fox (R): Walk on Water

Israel 2004, hebräische OF, dt. SF, engl. SF, dt. UT, 99 min., € 10.99
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good!movies
Ein Fremdenführer zeigt einem Touristen, der seine Schwester in Israel besucht, Land und Leute. Axel und Pia sind Deutsche, und ihr Begleiter Eyal ist Auftragskiller beim israelischen Geheimdienst Mossad. Er soll die Enkel des Nazi-Verbrechers Alfred Himmelmann ausspionieren, um an deren verschwundenen Großvater heranzukommen. Die ernsthafte, nachdenkliche Art, mit der Axel die Fragen Eyals beantwortet, und die arglose Freundschaft, in die der junge Berliner ihn verstrickt, lassen den einsamen, sonst so machohaften Eyal am Lagerfeuer dichter an Axel heranrücken. Als Axel in einer Disco einen jungen Mann berührt, wird Eyal allerdings klar, dass er es mit einem Schwulen zu tun hat. Als er Axel nach Deutschland folgt, um dessen Nazi-Opa ausfindig zu machen, ist Eyals Interesse für Axels Homosexualität geweckt. Das Verhältnis zu Axel verrät Eyal einiges über sich selbst, was ihm bisher nicht bewusst war. Neuer Film des Regisseurs von »Yossi und Jagger«.

David Gleeson (R): Cowboys & Angels

David Gleeson (R): Cowboys & Angels

Irland 2004, engl. OF, dt.SF, 89 min., € 17.99
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Salzgeber
Shane kommt vom Land, hat einen öden Job und ist hetero. Es ist nichts Besonderes an ihm. Kein Wunder, dass er ständig das Gefühl hat, etwas im Leben zu verpassen. Als Vincent, ein gutaussehender, stylisher, schwuler Student, Shane anbietet, gemeinsam mit ihm eine WG zu gründen, ergreift Shane die Gunst der Stunde. Bietet ihm das doch Gelegenheit, um sein fades Leben noch einmal grundlegend umkrempeln zu können. Das Zusammensein und die aufkeimende Freundschaft mit Vincent befreit Shane allmählich aus seiner grauen Schale, und plötzlich kommen bei ihm ungeahnte Talente zum Vorschein. Doch die Situation läuft aus dem Ruder, als Shane in Drogengeschichten verwickelt wird und auf die schiefe Bahn gerät. Außerdem verliebt sich Shane auch ausgerechnet noch in Gemma, die dem Lesbischsein nicht ganz abgeneigte Freundin von Vincent. Nun muss Vincent ins Geschehen eingreifen.


Miguel Albaladejo: Cachorro – Club der Bären

Miguel Albaladejo: Cachorro – Club der Bären

ESP 2004, span. OF, dt. SF, 92 min., € 17.99
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Salzgeber - gay classics
Anfangs denkt sich Pedro nicht viel dabei, als ihm seine Schwester für kurze Zeit ihren Sohn Bernardo anvertrauen will. Sie hat einen neuen Liebhaber. Und mit dem will sie ein paar Wochen ungestört in Indien verbringen. Pedro – ein gestandener schwuler Bärensingle aus Überzeugung, Zahnarzt – kümmert sich liebevoll um den Zwölfjährigen, geht sogar einige Kompromisse ein, was sein ansonsten ausschweifendes Sexualleben anbelangt – es ist ja nur für kurze Zeit. Doch Bernardos Mutter wird wegen Drogenbesitzes in Indien inhaftiert. Nun – da ein Vater nicht zur Verfügung steht – muss Pedro gezwungenermaßen bei dem Buben in die Rolle von Vater und Mutter gleichzeitig schlüpfen. Es entwickelt sich ein inniges Verhältnis zwischen Onkel und Neffen, obwohl es Pedro – v.a. anfangs – schwer fällt, sein bewegtes Privatleben und die Sorge um den Jungen in Einklang zu bringen. Als gäbe es nicht schon genug Probleme für Pedro, bemüht sich nun auch die Großmutter väterlicherseits um das Sorgerecht für den Jungen. Sie glaubt, sie sei besser als ein schwuler – noch dazu HIV-positiver – Mann geeignet, Bernardo zu erziehen. Zwischen ihr und Pedro entbrennt ein Kampf um den Jungen. Der spanische Film, der sich auf realistischer Basis mit alternativen Familienformen auseinandersetzt, geht an die Substanz.


Gaël Morel (R): Brüderliebe - Le clan

Gaël Morel (R): Brüderliebe - Le clan

F 2004, frz. OF mit dt. UT, 90 min. , € 9.99
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Pro-fun
Christophe, Marc und Olivier sind so verschieden, wie drei Brüder nur sein können, und doch verbindet sie ein starkes (homoerotisches) Band. Christophe – der Älteste (gespielt von Stephane Rideau) – sitzt gerade eine Haftstrafe ab, während der mittlere Bruder Marc – eine Art halbarabischer Jimmy Dean – den unverstandenen, unbeugsamen Rebell gibt. Und Olivier – der jüngste – trauert noch immer der toten Mutter hinterher. Die Clique, der die drei angehören, und v.a. Marc geraten immer wieder in Schwierigkeiten, weil sie bei ihren krummen Geschäften anecken und sich nichts sagen lassen wollen. Der einzige, den Marc respektiert, ist Christophe, zu dem Marc wie zu einem Idol emporblickt. Als Christophe jedoch einmal nicht zu Marc hält, als dieser sich an jemandem rächen will, kommt es zu einem heftigen Kampf zwischen den Brüdern. Olivier verkraftet diese Spannung in der Familie nicht. Er haut mit seinem Kumpel Hicham ab, der in ihn verliebt ist. Doch irgendwie hat diese Beziehung keine Überlebenschance. Realistische Vorstadttristesse mit schönen Jungmännerkörpern und wunderschönen Filmbildern.


Jörg Andreas (R): Gefangen

Jörg Andreas (R): Gefangen

D 2004, dt./engl. OF, engl./dt. OF, 95 min., , € 12.99
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Pro-fun
Pornolabel Cazzo hat jetzt auch einen Spielfilm produziert. Der Regisseur von »Gefangen« hat sich bisher auch eher durch Pornos einen Namen gemacht, was dem Film von der Machart her auch anzumerken ist. Dennis wird wegen Betrügereien eingesperrt. Von Anfang an macht er die üblichen schlimmen Erfahrungen mit dem inhumanen Häftlingsalltag. Es geht rau zu im Gefägnis. Das Wachpersonal drückt für Bestechungen schon mal ein Auge zu. Die Zellennachbarn sind brutal und im Drogenhandel involviert. Lediglich der farbige Mithäftling Mike macht Dennis den Gefängnisaufenthalt erträglicher. Die beiden freunden sich an und beginnen heimlich eine Affäre miteinander. Leider werden sie erwischt. Eine als ungerecht empfundene Bestrafung folgt auf den Fuß. Sie werden voneinander getrennt. Eine Liebesgeschichte mit durchaus expliziten Sexszenen und einer realistisch harten, spannenden Story.


Ian Iqbal Rashid (R): Touch of Pink

Ian Iqbal Rashid (R): Touch of Pink

CAN 2004, engl. OF, dt. SF, 86 min., € 0.00
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Alim - ein in Kenia geborener, in Kanada aufgewachsener und nun mit seinem britischen Lover in London lebender Inder - soll zur Hochzeit seines besten Freundes nach Toronto kommen. Alims Mutter - eine Art indische Doris Day - ahnt nichts von der Homosexualität ihres Sohnes, geschweige denn von ihrem Schwiegersohn, den sie für Alims freundlichen Vermieter hält, auch nichts von dem Geist von Cary Grant, der Alim immer wieder gute Ratschläge für ein erfolgreiches Doppelleben gibt. Alims Mutter reist nun an, um sicher zu stellen, dass Alim auch ja zur Familienhochzeit erscheint - gleichzeitig: um ihm wegen einer allmählich anstehenden Verheiratung auf den Zahn zu fühlen. Dann kommt es zum Showdown, weil sich Alims Coming out einfach nicht mehr länger hinauszögern lässt. Derzeit nicht lieferbar.

Sébastien Lifshitz (R): Wild Side

Sébastien Lifshitz (R): Wild Side

F/Belgien 2004, franz. OF, dt. UT, 91 min., € 19.99
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Eines Tages ereilt Stéphanie ein schlimmer Anruf. Ihre Mutter liegt im Sterben. Also reist die Prostituierte, einst als Pierre in der Provinz aufgewachsen, mit dem bisexuellen Gelegenheitsstricher Djamel und dem Tschetschenien-Veteranen Mikhail in ihre ungeliebte Heimat. Dort, im unwirtlichen Norden Frankreichs, durchlebt das vom Dasein gebeutelte Trio noch einmal die Schrecken seiner Existenz. Jeder für sich, und doch gemeinsam. Im Angesicht des Todes nutzt Stéphanie noch einmal die Möglichkeit, mit ihrer Mutter zu reden. Nach dem beschwingten Überraschungshit "Sommer wie Winter..." präsentiert Sébastien Lifshitz eine weitere Arbeit um Akzeptanz und Loyalität gegenüber Homosexuellen. 2004 in Berlin mit dem schwulen Filmpreis "Teddy" ausgezeichnet.



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