Markus Dullin: Schwarzlicht
D 2002, 231 S., geb., € 8.22Kostenloser Versand innerhalb Österreichs.QuerverlagEin Mord – der Täter gefaßt. Sechs Schule, die sich übers Wochenende auf dem Land erholen wollten, beschließen dennoch zu bleiben. Ihre Gespräche kreisen um die grausame Tat: Wer war der Hetero, der ihren Freund erschossen hat? Stecken Haß und Intoleranz dahinter? Doch plötzlich werden die Freunde mit ihren eigenen Vorurteilen konfrontiert, mit der Einsicht, daß sie, abgesehen von ihrer sexuellen Orientierung, wenig gemeinsam haben: Arnim, der Skinhead und mögliche Neonazi, Maik, der Schwarze, und Josef, der Trinker. Peter und Martin, die Berlin den Rücken gekehrt haben, und Ralf, der den Tod seines Freundes hinnimmt, als ginge er ihn nichts an. Markus Dullins Deputroman ist mehr als ein packender Krimi, er beleuchtet die schwule Szene in ihren verschiedenen Facetten und wirft Fragen auf nach den eigenen Klischees, der eigenen Intoleranz, vor denen die Zugehörigkeit zu einer Minderheit beileibe nicht schützt.