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Josef Winkler: Mutter und der Bleistift

Josef Winkler: Mutter und der Bleistift

D 2013, 91 S., Broschur, € 15.32
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Suhrkamp
Nach dem Requiem für den Vater folgt nun das auf die Mutter. Es beginnt im indischen Ellora, wo der Erzähler stundenlang durch die buddhistischen, aus dem Fels gehauenen Tempel geht. In den Ruhepausen schlägt er Ilse Aichingers »Kleist, Moos, Fasane« auf. Durch einen bestimmten Satz sieht er sich ins Jahr 1943 versetzt, in dem der Großvater einen Brief ausgehändigt bekommt, worin steht, dass nun auch Adam, sein dritter Sohn, im Krieg gefallen ist. Seine Tochter, die spätere Mutter des Erzählers, wird über den Tod des Bruders mit den Worten »Der Adam kommt auch heim, aber anders …« in Kenntnis gesetzt. Daraufhin kehrt Schweigen in den Bauernhof ein. Ihr Leben lang wird die Mutter, die kürzlich gestorben ist, eine Schweigende sein. »Mutter und der Bleistift« schildert Szenen aus ihrem Leben.
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Josef Winkler: Wortschatz der Nacht

Josef Winkler: Wortschatz der Nacht

D 2013, 110 S., geb., € 15.42
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Suhrkamp
1979 - direkt nach der Niederschrift von »Menschenkind« aus »Das wilde Kärnten« - brachte Josef Winkler in einem wenige Nächte andauernden Wortwirbelsturm hundert Seiten rauschhafter Prosa zu Papier. Darin setzt er sich - obwohl noch sehr jung - mit dem Sterben auseinander und kommt zu der überraschenden Erkenntnis, dass Todesfurcht - Sehnsucht, Schrecken und Faszination zugleich - lebendig machen kann. Ihn jedenfalls treibt es in seinem Werk voran - der Todesgedanke beflügelt Winklers Schreiben. Dieses Jugendwerk Winklers wird nun - über dreißig Jahre, nachdem es verfasst wurde - erstmals als Buch veröffentlicht. Und so steht nun eine Begegnung mit dem Autor an, die ebenso neu ist wie sie zentrale Momente seines frühen Schreibens wiederholt.
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Josef Winkler und Gerhard Maurer: Wenn wir den Himmel sehen wollen, müssen wir donnern helfen / Saualm reflux

Josef Winkler und Gerhard Maurer: Wenn wir den Himmel sehen wollen, müssen wir donnern helfen / Saualm reflux

Die Salzburger Rede. Ö 2013, 60 S., Broschur, € 7.50
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Wieser
Josef Winkler ärgert sich ganz gewaltig über das, was das freiheitliche System um den Landeshauptmann Haider in Kärnten angerichtet hat - einen »Saustall« könnte man es verniedlichend nennen. Und inzwischen ist Winkler der Kragen geplatzt. Sein neues Werk ist anders als früher explizit politisch und versucht Gegenwart und Vergangenheit des Landes Kärnten mit künstlerischen Mitteln zu bewältigen. In seiner Salzburger Rede rechnete er mit dem System Haider ab, an dessen Spitze der Kärntner Landeshauptmann Haider selbst stand. Für Winkler ist Haider der größte Bankräuber der Zweiten Republik. Er hat Schaltstellen im Land mit seinen Strichbuben besetzt und dabei im wahrsten Sinne des Wortes Kadavergehorsam von ihnen erhalten. Doch anstatt Politik für den kleinen Mann zu machen - hat Haider in seiner Unverfrorenheit die Zukunft ganzer Generationen verzockt. Nun ist es Zeit unangenehme Fragen zu stellen.
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Josef Winkler: Die Realität so sagen, als ob sie trotzdem nicht wär

Josef Winkler: Die Realität so sagen, als ob sie trotzdem nicht wär

D 2011, 163 S., geb., € 18.40
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Suhrkamp
Josef Winkler erzählt die Geschichte eines Schriftstellers, der als Bauernsohn und Ministrant mit einer Sehnsucht nach Büchern und Kunst in Kärnten aufwächst und es später zu einem weit gereisten, international anerkannten Autor bringt. In diesem Bildungsroman steht der Doppelselbstmord zweier schwuler Jungen am Anfang der Schriftstellerkarriere. Der weitere Werdegang wird stets von den großen Vorbildern geprägt wie Genet, Hemingway, Camus und Sartre. Gleichzeitig inspiriert ihn auch die Kunst von Picasso, Michelangelo und Rembrandt. Von den Aufenthalten des Schriftstellers in Italien, Indien, Mexiko und Japan ist die Rede und auch von der Heimkehr des verlorenen Sohns auf den väterlichen Bauernhof. Den Anfang macht »Das wilde Kärnten« - und man ahnt es schon: es ist die Geschichte von Josef Winkler selbst.
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Josef Winkler: Die Wetterhähne des Glücks und Die Totenkulterer von Kärnten

Josef Winkler: Die Wetterhähne des Glücks und Die Totenkulterer von Kärnten

Zwei Litaneien. Ö 2011, 47 S., Broschur, € 7.50
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Wieser
Laut Josef Winkler gehört die Urne des tödlich verunglückten Kärntner Landeshauptmanns Haider eigentlich hinter Gitter. Denn zu seinen Lebzeiten habe sich immer wieder gezeigt, dass Haider wie ein Phönix aus der Asche steigen konnte. »Ich bin weg!« - »Ich bin wieder da!« - »Ich bin wieder weg!« Er kokettierte immer wieder beleidigt mit politischem Rückzug und mindestens ebenso oft mit seiner politischen Wiederkehr. Und so - laut Winkler - ist ja wohl mit seiner Auferstehung zu rechnen. Aber auch so mancher Lebende bekommt hier sein Fett ab - von Thilo Sarrazin über Erwin Pröll bis zu Joseph Kardinal Ratzinger (heute bekannt unter dem Pseudonym Papst Benedikt XVI.). Alles sind im Grunde Früchte eines gerechten Zorns, die sich beim Autor lange angesammelt haben.
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Josef Winkler: Das Zöglingsheft des Jean Genet

Josef Winkler: Das Zöglingsheft des Jean Genet

D 2010, 117 S., Pb, € 6.17
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Suhrkamp
Anfang der 90er Jahre begab sich der Kärntner Autor Josef Winkler auf die Spuren des von ihm hoch geschätzten Jean Genet. Er besuchte dabei Orte, die mit dem verstorbenen französischen Autor in Verbindung standen. Das erste Kapitel zeigt einen Josef Winkler, der das Hotel aufsucht, in dem Genet gestorben ist. In der Folge besuchte Winkler Stationen von Genets Kindheit und Jugend - Institutionen, die ihn als Zögling sahen. Diese Stationen sind von essenzieller Wichtigkeit für Genets späteres Schreiben. Und schließlich suchte Winkler nach Genets Grab in Marokko. Mit dieser Hommage an einen toten Schriftsteller und Dramaturgen griff Winkler eine Tradition wieder auf, die nahezu in Vergessenheit geraten ist: ein Schriftsteller erweist seinem literarischen Vorbild posthum in seinem eigenen Werk Reverenz.
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Josef Winkler: Roppongi - Requiem für einen Vater Audiobook

Josef Winkler: Roppongi - Requiem für einen Vater Audiobook

Gelesen v. Josef Winkler. 4 CDs, 282 min. Ungekürzte Lesung, € 24.90
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Besondere Reiz dieses Hörbuchs: vom Kärntner Autor und Büchner-Preisträger 2008 Josef Winkler selbst gelesen! In »Roppongi« verarbeitet Josef Winkler den Tod des tyrannischen Vaters, einer patriarchalen Horrorfigur, die sich wie ein roter Faden durch Winklers Werk zieht. Wie in früheren Romanen beschäftigt ihn dabei noch immer seine Kindheit als ungeliebter Bauernsohn in einem streng katholischen Kärntner Umfeld. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist seit geraumer Zeit auf dem absoluten Nullpunkt angelangt. Der schreibende Sohn solle bloß keine Schande über die Familie bringen. Und als er es in den Augen des Vaters tut, kommt es unweigerlich zum Bruch. Winklers Vater stirbt im hohen Alter. Währenddessen befindet sich der Sohn samt Familie gerade in Tokio. Wie ein Fluch steht der Befehl des Vaters, nach dessen Tod nicht zum Begräbnis erscheinen zu sollen, im Raum. Das »Requiem« gerät überaus ambivalent, wird der Vater doch nicht verdammt, vielmehr soll ihm Gerechtigkeit widerfahren.
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Josef Winkler: Roppongi

Josef Winkler: Roppongi

Requiem für einen Vater. D 2009, 164 S., Pb, € 7.20
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Suhrkamp
In »Roppongi« verarbeitet Josef Winkler den Tod des tyrannischen Vaters, einer patriarchalen Horrorfigur, die sich wie ein roter Faden durch Winklers Werk zieht. Wie in früheren Romanen beschäftigt ihn dabei noch immer seine Kindheit als ungeliebter Bauernsohn in einem streng katholischen Kärntner Umfeld. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist seit geraumer Zeit auf dem absoluten Nullpunkt angelangt. Der schreibende Sohn solle bloß keine Schande über die Familie bringen. Und als er es in den Augen des Vaters tut, kommt es unweigerlich zum Bruch. Winklers Vater stirbt im hohen Alter. Währenddessen befindet sich der Sohn samt Familie gerade in Tokio. Wie ein Fluch steht der Befehl des Vaters, nach dessen Tod nicht zum Begräbnis erscheinen zu sollen, im Raum. Das »Requiem« gerät überaus ambivalent, wird der Vater doch nicht verdammt, vielmehr soll ihm Gerechtigkeit widerfahren.
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Josef Winkler: Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot

Josef Winkler: Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot

D 2008, 127 S., Pb, € 9.25
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Suhrkamp
Während Josef Winkler seine Kärntenromane schrieb, reiste er zwischendruch immer wieder nach Italien. Später zog es ihn sogar nach Indien und Mexiko. Im Reisegepäck hatte er u.a. Annemarie Schwarzenbach und Peter Handke. Kleine Zitate setzt er in seine Reportagen wie Intarsien ein. Ein verstörendes Bild kehrt in immer neuen Variationen zurück: als Junge steht Winkler in seinem Heimatdorf Kamering vor der mit Packpapier abgedeckten Leiche eines überfahrenen Kindes. Ähnliche Unglücke scheinen Winkler - egal wo er hinfährt - zu verfolgen. Verkehrsunfälle mit jungen Burschen scheinen sich - egal wo auf der Welt - in seiner Anwesenheit ständig zu wiederholen. Von Erzählung zu Erzählung rückt der Autor seiner Heimatlosigkeit von Todesfall zu Todesfall näher.
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Josef Winkler: Das wilde Kärnten

Josef Winkler: Das wilde Kärnten

D 2008 (Neuaufl.), 851 S., Pb, € 18.50
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Suhrkamp
Anlässlich der Verleihung des Georg Büchner-Preises 2008 werden die Bücher des Kärntner Autors Josef Winkler neu aufgelegt. Darunter auch sein fulminantes Frühwerk: die Trilogie »Das wilde Kärnten« - bestehend aus »Menschenkind«, »Der Ackermann aus Kärnten« und »Muttersprache«. Repression als eine der menschlichen Grunderfahrungen zieht sich wie ein roter Faden durch Josef Winklers Werk. Es war auch seine persönliche Erfahrung: als Schwuler im provinziellen Kärnten unter dem Joch eines autoritären Vaters aufzuwachsen. Autobiografisches floss in diese Romantrilogie ein. Besonders bewegend die Szene, in der zwei ineinander verliebte, schwule Jungen keinen anderen Ausweg aus ihrer deprimierenden, dörflichen Situation sehen, als sich mit dem Strick in der Scheune das Leben zu nehmen. Ein schwuler Klassiker, wenn auch schwer verdaulich.
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Josef Winkler: Das Zöglingsheft des Jean Genet

Josef Winkler: Das Zöglingsheft des Jean Genet

D 2008 (Nachdruck), 117 S., Pb, € 6.16
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Suhrkamp
Anlässlich der Verleihung des Büchner-Preises 2008 an Josef Winkler legt der Suhrkamp-Verlag auch die älteren Titel des Kärntner Autors wieder auf. In »Das Zöglingsheft des Jean Genet« begibt sich der Autor auf die Spuren des legendenumrankten schwulen französischen Autors und folgt ihm sogar bis in das Pariser Hotelzimmer, in dem Jean Genet seine letzten Stunden verbracht hat. Durch Zufall stieß Winkler in einer Villacher Buchhandlung auf Bücher Genets und war von Anfang an von ihnen fasziniert. Die Bewunderung für sein Werk mündete bei Winkler auch bald in eine Beschäftigung mit dem schillernden, facettenreichen Jean Genet. Auf Reisen besuchte Winkler immer wieder Orte, die mit der Person und dem Leben Jean Genets verknüpft waren. So entstand eine eigenwillige Liebeserklärung an einen der spannendsten französischen Autoren des 20. Jahrhunderts.
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Josef Winkler: Roppongi

Josef Winkler: Roppongi

Requiem für einen Vater. D 2007, 164 S., geb., € 17.27
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Suhrkamp
In »Roppongi« verarbeitet Josef Winkler den Tod des tyrannischen Vaters, einer patriarchalen Horrorfigur, die sich wie ein roter Faden durch Winklers Werk zieht. Wie in früheren Romanen beschäftigt ihn dabei noch immer seine Kindheit als ungeliebter Bauernsohn in einem streng katholischen Kärntner Umfeld. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist seit geraumer Zeit auf dem absoluten Nullpunkt angelangt. Der schreibende Sohn solle bloß keine Schande über die Familie bringen. Und als er es in den Augen des Vaters tut, kommt es unweigerlich zum Bruch. Winklers Vater stirbt im hohen Alter. Währenddessen befindet sich der Sohn samt Familie gerade in Tokio. Wie ein Fluch steht der Befehl des Vaters, nach dessen Tod nicht zum Begräbnis erscheinen zu sollen, im Raum. Das »Requiem« gerät überaus ambivalent, wird der Vater doch nicht verdammt, vielmehr soll ihm Gerechtigkeit widerfahren.
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Josef Winkler: Natura morta

Josef Winkler: Natura morta

D 2004, 102 S., Pb, € 7.20
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Seine »ewigen Themen« Homosexualität, Katholizismus und Tod lotet der Kärntner Autor in seinem neuesten Werk auf meisterhafte Weise aus. Die Novelle, für die Winkler 2001 mit dem »Alfred-Döblin-Preis« ausgezeichnet wurde, ist auf einem belebten Marktplatz in Rom angesiedelt. Winkler, das literarische Enfant terrible, hat sich auf literaturhistorisch korrekte Weise der Form der Novelle angenommen. In der Menge befinden sich eine Feigenverkäuferin und ihr schöner Sohn Piccoletto, der normalerweise für einen Fischhändler auf der Piazza Vittorio Emanuele arbeitet. Die Menge wird in den Sog von Piccolettos tödlichem Unfall gerissen. Der Fischhändler nimmt die blutüberströmte Leiche auf seine Arme und rennt einen wie ungeheuer wirkenden Lauf von antikisch-monumentaler Eindringlichkeit über den Markt. Eine mit sich und dem Tod rasende Pietà. Ein homerisches Leichenschleifen - über den Markt statt rund um Troja.
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Josef Winkler: Leichnam, seine Familie belauernd

Josef Winkler: Leichnam, seine Familie belauernd

D 2003, 147 S., Pb, € 7.20
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Der neue Erzählband des Kärntner Autors enthält Prosaminiaturen, die meisten kaum länger als ein bis zwei Seiten, in denen Winkler - wie im Großteil seines Werks - sich sein Heimatdorf von der Seele schreibt. Das dörfliche Leben, die Vergiftung des Lebens durch die Religion, unterdrückte Sexualität und natürlich der Tod sind wieder und wieder seine Themen. Kennt man das Werk Winklers genauer, kommen einem viele Situation bekannt vor (natürlich kommt er auch wieder auf die beiden Jungen zu sprechen, die sich im Stadel der Dorfkirche erhängt haben, weil sie mit ihrer Homosexualität nicht leben konnten), aber selten wirkten seine Texte so gelöst. Obwohl grausam und oft auch brutal, lassen einem viele Episoden auch schmunzeln. Der aufbegehrende Furor früherer Texte scheint verschwunden, denn oft klingt zarte Ironie durch.
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Josef Winkler: Wenn es soweit ist

Josef Winkler: Wenn es soweit ist

D 2002, 190 S., Pb, € 8.22
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Ein kleines Dorf in Kärnten: Ende des 19. Jhs. brennt das ganze Dorf wegen zündelnder Kinder ab, und wird in Kreuzform wieder aufgebaut. Jahrzehnte später entwendet ein Dorfbewohner eine Christusstatue – sie wird wiedergefunden, aber es fehlen die Arme. Der Dieb verliert seine eigenen Arme im Granatenhagel des 2. Weltkriegs. Die Erzähler, Geschichten- und Knochensammler, legt die Gebeine von den vielen im 20. Jhndt. verstorbenen und verunglückten Bewohnern des Dorfes – ihre Lebens- und Sterbensgeschichten wie die Knochen in einem Karner übereinander.
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