D 2011, OF, 89 Min., € 17.99 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Pro-fun Andy kennt seinen Vater nur von Fotos. Als er noch nicht einmal geboren war, wurde seine schwangere Mutter von dem nach Freiheit suchenden Erzeuger für eine Spanierin verlassen. Auf Fuerteventura soll sich sein alter Herr nun als Aussteiger aufhalten. Andy hat dort einen Surfkurs gebucht, um seinem Vater auf die Spur zu kommen. Dabei hat Andy eine Heidenangst vor dem Meer, die ihm auch seine Trainerin nicht nehmen kann. Als er den Vater trifft, ist die Freude auf dessen Seite groß. Aber schnell stellt sich heraus, dass der Vater nicht ganz den Erwartungen entspricht, die Andy hat. Zwar integriert sich Andy ganz gut in die lokale Surfercliqué. Aber richtig warm wird es ihm ums Herz, als er den sonnengebräunten Körper des jungen Surfers Pedro erblickt. Als die beiden sich kennen lernen und neue Probleme mit dem Daddy auftauchen, gerät Andys Gefühlswelt völlig aus dem Ruder.
Dan Lantz (R): Man Hunter - Traue niemals einem Fremden
USA 2011, OF, dt. UT, 85 Min., € 12.99 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Pro-fun Johnny, Michael und der Toyboy Ted fadisieren sich in der schwulen Szene von West Hollywood ganz ungeheuerlich und wollen endlich wieder einmal etwas Aufregendes erleben. Dazu machen sie sich auf die Reise gen Osten, nach New York. Doch der Weg dorthin ist lang. Und der ständig unter sexuellem Druck stehende Partyhengst Johnny kann es nicht einmal im hintersten Winkel des Landes lassen, sein Rohr zu verlegen. Johnnys unstillbare Lust beschwört für das Trio allerdings eine tödliche Gefahr herauf - eine Abwechslung, mit der so niemand gerechnet hat. Als Johnny wieder einmal ein Sexdate einzufädeln versucht - diesmal mit einem anonymen Partner -, verwandelt sich das Ganze in einen furchtbaren Albtraum. Aus dem vermeintlichen Roadtrip wird eine höllische Tour de force.
... Liebe kann so einfach sein. USA 2007, OF, dt. UT, 86 Min., € 18.99 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Pro-fun Luke und Zeke arbeiten in einem Sexshop in Manhattan. Und vor allem Luke hat nichts Anderes als Sex, Sex, Sex im Kopf, erfüllt quasi alle Szeneklischees in einer Person. Bindungen kommen für ihn nicht in Frage, und er hüpft von einem Bett zum anderen. Eigentlich wäre das ganz in Ordnung für ihn, würde ihn eines Tages nicht ein fescher Kerl als Klischeeschwulen bezeichnen. Das will Luke nicht auf sich sitzen lassen und macht sich an den Typen ran. Die anfängliche Aversion weicht einer heißen Affäre. Stephen - so heißt Lukes Neuer - gibt vor, ein reicher Künstler zu sein. Und anfangs nimmt ihm Luke das auch ab, bis ihn Zeke auf die Spur von Stephens ganz anderer Beschäftigung bringt. Im Krach zwischen den beiden Egozentrikern geht unter, dass das »perfekte Freundespaar« Peter und Derek gerade ein arges Beziehungsproblem hat, dass Freundin Marilyn ihr Alkoholproblem mit einer Heirat lösen will und dass Zeke ein anderes Leben abseits der Szene sucht.
Eine ganz anders romantische Komödie. USA 2004, OF, dt. UT, 84 Min., € 12.99 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Pro-fun Der New Yorker Marcus kommt eines Nachts nach Hause und staunt nicht schlecht, als er seinen Boyfriend Julian dabei ertappt, wie er sich mit einem anderen Typen nackt und in eindeutiger Stellung auf dem Teppichboden herumrekelt. Es gibt einen Eklat. Und gebrochenen Herzens sucht Marcus Trost bei seiner besten Freundin Marilyn. Dieser fällt erst mal nichts Besseres ein, als Marcus einen Job in einem Café zu besorgen, damit er durchs Arbeiten schnell wieder auf andere Gedanken kommt. Das Personal dort - bestehend aus Ex-Modell Tyler, dem hoffnungslosen Romantiker Peter und dem sexhungrigen Luke - nimmt den Betrogenen gern unter seine Fittiche. Doch bald - es ist die Stadt von »Sex and the City« - stellt sich heraus, dass alle nur auf der Suche nach ihrem »Mr. Big« sind.
D 2011, OF, 94 min., € 16.99 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Pro-fun Das ist die Geschichte von Lukas. Er kommt aus der deutschen Provinz und hat gerade sein Coming-out als Frau-zu-Mann-Transsexueller gegenüber seiner Familie hinter sich gebracht, auch wenn der ganze Prozess der Mannwerdung für ihn und die Behörden noch lange nicht abgeschlossen ist, er selbst in diesem neuen, selbst gewählten Leben sogar noch etwas unsicher ist - er ist schon mal einen Schritt weiter.
Als er nach Köln kommt und im Schwesterntrakt eines Wohnheims untergebracht wird, lösen sich seine Probleme (vor allem mit sich selbst, aber auch mit seiner Umgebung) noch lange nicht in Luft auf. Lieber wäre er im Männertrakt untergebracht, wo er - wie er findet - eigentlich hingehört. Aber die Heimleiterin kann seinem Wunsch einfach nicht entsprechen, solange seine Dokumente nicht geändert sind und er auf dem Papier noch ein »Mädchen« ist. Dabei wäre es Lukas egal, welch proletenhafte, machistische Typen im Männerheim herumhängen. Er will endlich als »normaler« Mann gesehen und anerkannt werden. Dafür tut er, was er kann. Er trainiert sich wie ein Berserker Muskeln an, misst täglich seine kritischen Stellen (zu große Brüste, zu dicker Hintern, zu viel Hüftspeck). Jedes Indiz von Männlichkeit wie sprießender Bartwuchs wird stolz registriert. Doch die Verwandlung kann ihm nicht schnell genug gehen. Am liebsten würde er sich eine Überdosis Hormone spritzen lassen - nur, damit er das Weibliche an sich nicht mehr anschauen muss. Dabei merkt Lukas gar nicht, wie sehr sich sein Wesen schon vermännlicht hat und wie sehr er sich isoliert hat von seiner Umgebung.
Zu spüren bekommt das vor allem seine beste (und lesbische) Freundin Ine, die Lukas von früher her noch kennt, die aber nun auch hier im Schwesterwohnheim untergebracht ist und die Lukas am liebsten von seinem Männlichkeitswahn abbringen möchte, da sie eigentlich in das Mädchen verliebt ist, das er mal war, und nichts mit dem verschlossenen, unsensiblen Kerl anfangen kann, in den er sich zunehmend verwandelt, ohne es selbst richtig zu merken.
Auf seinen Streifzügen durch das schwullesbische Kölner Nachtleben trifft Lukas auf den attraktiven Macho Fabio, der auf Jungs steht, aber alles tut, um ja nicht zugeben zu müssen, dass es so ist. Bei seinen Kumpels spielt er den großen Heteromacker, den man das Schwulsein nie und nimmer ansehen würde. Und doch bahnt sich zwischen Lukas und Fabio etwas an - doch Lukas hat ein Problem: Fabio darf nicht hinter sein großes Geheimnis kommen. Und so kommt es zu beklemmenden Situationen, wenn Lukas am Badestrand seine Sachen trotz Hitzewelle - was lächerlich aussieht - nicht ausziehen will, weil er sonst sofort auffliegen würde und Angst hat, Fabio dadurch zu verlieren. Fabio wiederum hält Lukas für einen Spinner und schmeißt ihn ins Wasser, was dieser vollkommen in den falschen Hals bekommt und zu Stress führt. Dennoch ermuntert ihn Fabio laufend, doch endlich etwas entspannter zu sein. Bei Lukas bewirkt all das nur, dass die inneren Spannungen sich verstärken und dass er seine Mannwerdung noch weiter vorantreibt. Mehr Hormone! Seine Dokumente endlich umschreiben lassen! Endlich raus aus dem Schwestertrakt und hinein in den Männertrakt! Noch mehr Bodybuilding!
Dieser Film von Sabine Bernardi behandelt auf sehr eindringliche und doch nicht spröde Art die Leiden eines jungen Frau-zu-Mann-Transsexuellen. Man erfährt viel über die Psychologie eines solchen Transgenders, der mit sich selbst ringt und versucht, alles Weibliche an sich abzustreifen, um irgendwann - möglichst bald - ganz Mann zu sein. Die Figur des Lukas wird mit allen Facetten des inneren Gefühlschaos sehr glaubwürdig von Rick Okon gespielt. Auch die androgyne Ambiguität sieht an seinem Leib recht überzeugend aus (dank Tricktechnik) - mit aller Kraft versucht er den Jungen in sich wie nach einem Verpuppungsprozess aus sich herauszuquetschen. Jedes weibliche Feature an ihm versetzt ihn in Panik und beschwört neue qualvolle Stunden mit Hanteltraining herauf. In seiner Figur treffen Identitätssuche, das Erwachen erster Gefühle - überhaupt ein Gefühlschaos - sowie das Aufkeimen der Sexualität aufeinander.
Der Film spinnt auch ein entzückendes Beziehungsgeflecht - auf der einen Seite die Lesbe Ine, die mal in Lukas verliebt war, aber nun - da er sich in einen unausstehlichen, wechselmutigen jungen Mann verwandelt - den Bezug zur ehemaligen besten Freundin verliert, auf der anderen Seite der machistische Jungschwule Fabio, der zwar so tut, als würde er auf Mädels stehen, der in Wirklichkeit aber hinter Kerlen her ist und nun bereit wäre, sich auf Lukas einzulassen, aber nicht wissen darf, dass Lukas kein vollständiger Junge ist - und Lukas irgendwie dazwischen ist hilflos, weiß nicht, wie er seine Probleme lösen soll.
Ein Teil des Problems ist die bürokratische Sperrigkeit des Systems: für die Behörden gibt es nur männlich oder weiblich - für Menschen dazwischen wird keinen Platz gelassen. Lukas wird nicht zugestanden frei zu wählen, sondern er wird seinen Dokumenten gemäß in eine Schublade gepresst, ob es ihm nun passt oder nicht. Die Behörden zementieren dadurch Lukas‘ Außenseitertum ein - in einem Moment, in dem er eigentlich Unterstützung bräuchte.
Eine besondere Qualität des Films sehe ich darin, dass er - man hätte ein tränenreiches Drama daraus machen können - dennoch eine gewisse Leichtigkeit besitzt. Die Jungs und Mädels durchstreifen die Kölner Szene, besuchen Parties, gehen Baden an den See, flirten, haben einfach auch Spaß. Neben einer Intimität, die die Kamera einfängt, bekommt der Film dadurch etwas Amüsantes und wirkt real: wie im richtigen Leben haben auch anrührende Momente manchmal etwas Komisches an sich. (Jürgen empfiehlt, Herbst Katalog 2012)
D 2010, 55 Min., dt. SF, € 14.99 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Pro-fun Mit den Jahrtausende alten Massagetechniken des Shiatsu und Tao lernst du die Energien des Körpers so zu lenken, dass du und dein Partner gemeinsam die vollkommene sexuelle Erfüllung erleben werden. Sechs athletische junge Männer demonstrieren auf eindrucksvolle Weise orientalische Massagegriffe und Entspannungstechniken, die völlig neue Perspektiven auf dein Sexualleben eröffnen. Dank eines speziellen Verfahrens ist die Betrachtung dieses Films auf jedem Bildschirm mit einer (mitgelieferten) 3D-Brille dreidimensional und mit echten Hautfarben, aber auch ohne 3D-Brille regulär und ohne Verfälschung möglich. So sind die Jungs und der eigene Körper immer zum Greifen nah.
Israel 2011, OF, dt.UT, 80 min., € 16.99 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Pro-fun Joe ist tough und dealt mit Drogen. Als sie eines Tages von der »Arbeit« heimkommt, ist sie nicht wenig überrascht, die hübsche Belle in ihrer Badewanne vorzufinden. Belle kommt gerade aus einer psychiatrischen Behandlung und ist nun nahe dran, sich umzubringen. Aber der Zufall will es, dass ihr Joe ausnehmend gut gefällt. Das mit dem Selbstmord ist vorerst abgeblasen. Und alles könnte so schön sein, wenn nicht Joe ihrerseits mit einem Exfreund als hartnäckigem Stalker ein Problem am Hals hätte. Aber alle Sorgen sind Luft, denn die ebenso einsame wie unwiderstehlich-sinnliche Belle verspricht Abwechslung und zudem unbürokratische Hilfe. Kein Wunder, dass Joe nur allzu bereitwillig Belle Unterschlupf bei sich gewährt und sie im Grunde nie wieder gehen lassen möchte. Doch es gilt, eine Leiche zu entsorgen und der Polizei von Tel Aviv zu entfliehen.
USA 2011, OF, dt.UT, 90 min., € 12.99 Kostenloser Versand ab 20 Euro Bestellwert. Pro-fun Vier Männer und eine Frau stehen im Zentrum dieser Dokumentation über die Aidskrise. Bis 1997 starben allein in San Francisco - der schwulsten Stadt der Welt - 15.584 Menschen an Aids, davon die überwiegende Mehrheit schwule Männer. In den Anfangsjahren versetzte Aids die schwule Community in Panik. Gleichzeitig mobilisierte sie auch ungeahnte Solidarität. Lesben spendeten Blut für ihre schwulen Freunde. Private Hilfsorganisationen kümmern sich um Erkrankte, die keine Freunde oder Angehörige (mehr) haben. Tausende Einzelpersonen beginnen, sich für die Sache zu engagieren. Zwar nimmt es der Krankheit einen Teil ihres Schreckens, aber die geschlagenen Wunden kann auch diese Mobilisierung nicht heilen. Fast alle Überlebenden der Aids-Krise sind traumatisiert durch den Verlust von Freunden, Liebsten und Familienmitgliedern, durch die eigene Ohnmacht ebenso wie durch die US-Politik, die Aids lange ignorierte.